Newsblog zum verwirrenden Wechsel-Poker

Gnabry in Bremen vorgestellt - viele Fragen bleiben offen

München - Serge Gnabry ist offiziell in Bremen vorgestellt worden. Dennoch bleibt sein Transfer kurios. Ob und inwiefern der FC Bayern involviert ist, ist weiterhin unklar. 

+++ Das Fußball-Magazin kicker bleibt weiterhin dabei: Die Bayern sind trotz allen gegenteiligen Aussagen in den Deal mit Gnabry involviert. Laut kicker hat nicht Werder, sondern Bayern für Gnabry bezahlt, nach einem Jahr haben die Roten angeblich ein Zugriffsrecht auf den Jung-Nationalspieler. 

+++ Damit ist die Pressekonferenz beendet. Dennoch bleiben viele Fragen offen, besonders, was Gnabrys Vertrag angeht. 

+++ Nun geht es um Privates. Gnabry erzählt, dass Zidane in früher sein Vorbild war und dass er die Stadt Bremen noch nicht gesehen hat. Wenn er nicht auf dem Fußballplatz steht, spielt Gnabry gerne Basketball oder ist mit Freunden unterwegs. 

+++ Frank Baumann stellt erneut klar: "Nochmals, Serge Gnabry ist ein Spieler von uns, wir haben den Spieler gekauft." Alles andere, was in den Medien zu lesen war, entspreche nicht der Wahrheit. Details über Vertragsinhalte werde er nicht preisgeben.

Bilder: Gnabrys erster Auftritt in Bremen

Bilder: Gnabrys erster Auftritt in Bremen

+++ "Überlegungen gab es auf jeden Fall", sagt Gnabry zu einem möglich Verbleib in England. Er habe sich aber, auch nach Rücksprache mit Mesut Özil und Per Mertesacker, für Bremen entschieden. Und das erst in den vergangenen Tagen. "Es gab sehr gute Gespräche mit den Verantwortlichen, deshalb hat mich der Weg zu Werder und in die Bundesliga geführt." Gnabry ist sich sicher: "Wir werden sicher eine erfolgreiche Saison spielen und im oberen Mittelfeld mitspielen."

+++ Gibt es denn nun Absprachen mit anderen Vereinen bezüglich Gnabry? "Ich weiß nicht, woher die Gerüchte kommen", sagt Baumann. "Es gibt keine Vereinbarungen mit anderen Klubs, wie es auch heute noch vermeldet wird." Heißt: Der FC Bayern hat wohl kein Vorkaufsrecht für Serge Gnabry.

+++ Serge Gnabry ist im Weserstadion angekommen und präsentiert den anwesenden Medienvertretern stolz sin neues grün-weißes Trikot mit der Nummer 29. "Ich bin froh hier zu sein, der Morgen war sehr anstrengend", so Grabny.

+++ Die Pressekonferenz mit Serge Gnabry verschiebt sich um einige Minuten.

+++ Mittlerweile ist der Wechsel von Serge Gnabry zu Werder Bremen fix. Der 21-Jährige absolvierte am Mittwoch die medizinische Untersuchung beim Bundesligaklub. Danach wollte Geschäftsführer Frank Baumann die letzten Details erledigen und den deutschen U 21-Nationalspieler am Nachmittag um 15.30 Uhr als Zugang vorstellen.

Gnabry zu Werder Bremen: Hat der FC Bayern doch die Finger im Spiel?

+++ Und die nächste Runde im Gnabry-Poker ist eröffnet. Nun soll der FC Bayern nämlich doch in den Wechsel rund um den Linksaußen involviert sein - allerdings anders, als man denkt. Laut kicker soll der FC Bayern nämlich für die Ablösesumme gerade stehen. Bedeutet offenbar: Der FC Bayern spendiert Werder Gnabry und lässt sich gleichzeitig das Vorkaufsrecht für 2017 zusichern. Klingt ein wenig verrückt - aber so ließe sich zumindest erklären, wie sich Werder Bremen - das jahrelang in den Roten Zahlen war - den 21-Jährigen finanzieren kann. Somit wäre Gnabry doch eine Art Ausleihe an Werder Bremen - allerdings nicht offiziell.

+++ Der Wechsel von Serge Gnabry zu Werder Bremen steht offenbar kurz bevor: Wie die Bild berichtet, hat der 21-Jährige bereits den Medizincheck an der Weser absolviert und bestanden. Am Mittwochnachmittag soll er von den Bremern offiziell als Neuzugang vorgestellt werden. Die Ablöse soll laut Sky Sport News HD bei etwa sechs Millionen Euro liegen.

+++ Nach dem ganzen Gnabry-Wirrwarr hat sich auch tz-Kolumnist Jörg Heinrich mit dem Kicker und Fesselspielchen im Fußball auseinandergesetzt - oder vielmehr mit einem neuen Fußball-Modewort.

+++ Serge Gnabrys Kollege beim FC Arsenal, Per Mertesacker, soll ihm davon abgeraten haben, zum FC Bayern zu wechseln. Das berichtet die Bild. Ein Hinweis auf direkte Einflussnahme sei auch, dass einer von Gnabrys Beratern Mertesackers Trauzeuge sei. Der Manager von Werder Bremen soll gesagt haben: "Wir haben uns bei Mertesacker informiert. Er war voll des Lobes." Der Verein gehe davon aus, dass Gnabry am 7. September nach Bremen wechselt.  

+++ Laut Bild-Zeitung soll der Wechsel von Serge Gnabry zu Werder Bremen perfekt sein. Die Rede ist von einer Ablösesumme von fünf Millionen Euro Ablöse plus Bonuszahlungen. Eine Ausstiegsklausel soll in den Vertrag enthalten sein. Per Mertesacker, der Ex-Bremer in Reihen von Arsenal, soll wichtiger Ansprechpartner für die Bremer gewesen sein.

+++ Der direkte Wechsel von Serge Gnabry zum FC Bayern mit einer anschließenden Leihe an den SV Werder Bremen scheint vom Tisch zu sein. Nach den Aussagen von Frank Baumann ist ein Kauf durch die Werderaner die wahrscheinlichste Variante. Wie die Stuttgarter Nachrichten nun berichten, hat der FC Bayern aber angeblich ein Vorkaufsrecht für Gnabry im Jahr 2017.

+++ Jetzt wird die Verwirrung noch größer. Wie SID-Redakteur Holger Schmidt über Twitter mitteilte, wisse Gnabrys Vater nichts vom FC Bayern und habe die Gerüchte auch nicht verbreitet.

Die fehlerhaften Informationen stammten nicht von ihm, stellte Gnabry senior im Gespräch mit dem SID klar: "Ich glaube nicht, dass ihn die Bayern kaufen werden." Dass es seinen Sohn an die Weser zieht, wusste Jean-Hermann Gnabry ("Ich weiß nicht, wohin er wechseln wird") zu diesem Zeitpunkt noch nicht aus erster Hand.

Transfer von Serge Gnabry: Was bis zum Nachmittag geschah

Am Dienstagmorgen waren erste Gerüchte um einen Transfer von Serge Gnabry vom FC Arsenal zum FC Bayern München aufgetaucht. Der Transfer-Plan des Rekordmeisters: Gnabry kaufen und dann direkt an den SV Werder Bremen verleihen. Wie das Fußball-Magazin kicker erfahren haben wollte, legten die Bayern dafür acht Millionen Euro auf den Tisch. 

Transfer zum FCB und dann Leihe nach Bremen? "Ja, so ist es."

Wie die Stuttgarter Nachrichten berichteten, hatte der VfB Stuttgart bereits vor zwei Wochen bei Gnabry angefragt, um die Möglichkeiten eines Wechsels auszuloten. Aber laut seinem Vater Jean-Hermann Gnabry sei es zu diesem Zeitpunkt schon zu spät gewesen, weil der FC Bayern bereits zuvor angefragt habe. 

Den Bayern-Plan, Gnabry zu verpflichten und dann an Werder Bremen auszuleihen, bestätigte Vater Gnabry: "Ja, so ist es", sagte er.

"Er ist in Gedanken bereits weg."

Begeistert war der Vater des Silber-Medaillengewinners von Rio davon aber offenbar nicht. Gegenüber dem SWR sagte er: "Ich hätte es gut gefunden, wenn Serge sich hier bei Arsenal London durchgesetzt hätte. Er besitzt noch einen Vertrag bis 2017. Aber er ist in Gedanken bereits weg." 

"Bayern ist so wie Arsenal. Auch dort hat er bärenstarke Konkurrenz. Er hätte mehr Geduld haben sollen hier in London", so Jean-Hermann Gnabry. Die Berater hätten dem 21-Jährigen jedoch einen Wechsel nahe gelegt.

Werder Bremen dementiert Beteiligung des FCB

Doch dann sorgte der SV Werder Bremen am Nachmittag auf einer Pressekonferenz für Verwirrung: Die Hanseaten schlossen eine Beteiligung des FC Bayern an einem möglichen Gnabry-Deal aus. Werder-Geschäftsführer Frank Baumann kommentierte: "Serge Gnabry möchte gerne für uns spielen, wir sind in aussichtsreichen Gesprächen mit Arsenal. Der FC Bayern spielt bei einem möglichen Wechsel keine Rolle."

Mit dem Spieler sei man sich bereits einig, schon vor vier Jahren habe es Gespräche mit Gnabry und seinem Vater gegeben. Die Infos über den deutschen Olympiateilnehmer habe man sich bei Per Mertesacker geholt. "Wir haben grundsätzlich eine Einigung mit Arsenal erzielt, aber es ist noch nichts unterschrieben. Es könnte morgen Mittag alles vollzogen sein."

Vater von Serge Gnabry ist selbst "verwirrt"

Nach dem Dementi von Frank Baumann und Werder Bremen wundert sich die Fußball-Welt - und so auch Gnabrys Vater. Dieser sprach erneut mit den Stuttgarter Nachrichten und erklärte per Telefon, er sei nun ebenfalls "verwirrt". Er habe gedacht, der FC Bayern sei tatsächlich der Favorit. Offensichtlich hätten sich der Berater und Gnabry selbst anders entschieden. Er wisse von nichts.

Der FC Bayern hat sich derweil in der Transfer-Posse um den deutschen Olympia-Teilnehmer noch nicht zu Wort gemeldet.

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sdm/sah/SID

Rubriklistenbild: © dpa

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