Bayern-Routinier über den Neuzugang

Alonso: Erstaunliche Aussage über Renato Sanches

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Xabi Alonso kam Ende August 2014 zum FC Bayern und steht noch eine Saison lang unter Vertrag beim Rekordmeister.

München - Xabi Alonso ist ein alter Hase im Fußballgeschäft. Der spanische Routinier im Trikot des FC Bayern hat schon so ziemlich alles gesehen und gewonnen, was es im Fußball gibt. Seine Aussage über Neuzugang Renato Sanches erstaunt allerdings.

34 Jahre alt ist Xabi Alonso inzwischen. Der spanische Routinier im Kader des FC Bayern hat im Fußball so ziemlich alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt: Champions League, Weltmeistertitel, Europameister, nationale Meisterschaften und Pokale in Spanien, England und Deutschland - ein ganz Großer des Weltfußballs eben.

Selbst wenn einer wie Alonso aufgrund seines fortgeschrittenen Alters nicht mehr alle Saisonspiele des Rekordmeisters wird bestreiten können, so ist der Mittelfeldfuchs doch ein wichtiger Ratgeber für jüngere Profis und selbstredend ein Vorbild für die jüngeren und neuen Profis im Ensemble des Rekordmeisters.

Alonso spricht über Neuzugänge Hummels und Sanches

Bei der Integration von Mats Hummels, der von Borussia Dortmund an die Säbener Straße kommt, sieht Alonso jedoch keinen Handlungsbedarf. "Mats kennt den Klub und viele Teamkollegen; er wird überhaupt kein Problem haben, sich bei uns zurechtzufinden", erklärt Alonso im Interview mit ESPN.

Renato Sanches wechselte von Benfica Lissabon zu Bayern.

Anders hingegen sehe die Sache bei Bayerns zweitem prominenten Neuzugang aus. "Bei Renato Sanches ist es eine andere Geschichte. Er ist gerade mal 18 Jahre alt, hat aber so viel Kraft, so viel Energie. Man sieht bei ihm den Hunger zu lernen und Erfolg zu haben. Ich freue mich darauf, mit ihm zusammen im Mittelfeld zu spielen." In der Rolle des Mentors für den jungen Portugiesen, der bei EM 2016 zum besten Nachwuchsspieler des Turniers gekürt wurde, sieht sich Alonso allerdings weniger. "Vielleicht kann ich ihm etwas beibringen, aber vielleicht kann ich auch ein paar Dinge von ihm lernen", sagt Alonso mit einem Lächeln auf den Lippen. Eine doch etwas überraschende Aussage, die aber einfach Alonsos bescheidenen Charakter widerspiegelt.

Alonso: Unser Spielstil wird sich unter Ancelotti kaum verändern

Unabhängig davon, wer mit wem spielt - Alonso erwartet unter dem neuen Trainer Carlo Ancelotti keine Taktikrevolution beim Rekordmeister. Ballbesitz und schnelle Passstafetten, die man sich mühsam unter Ancelottis Vorgänger Pep Guardiola erarbeitet habe. "Wir sind alle dankbar für das, was Pep für uns getan hat, denn wir haben mit einem der besten Trainer des Fußballs zusammen gearbeitet. Jetzt haben wir die Chance, all diese guten Dinge zu bewahren, mit einem neuen Trainer. Wir werden jetzt bestimmt nicht eine Kontermannschaft werden. Wir werden den Großteil der Spiele weiterhin versuchen zu kontrollieren, mit einigen kleinen Änderungen."

Den neuen Coach Ancelotti kennt Alonso bestens aus gemeinsamen Zeiten bei Real Madrid, gemeinsam feierten sie mit den Königlichen "La Decima", den zehnten Triumph in der Champions League beziehungsweise dem Vorgängerwettbewerb Europapokal der Landesmeister. "Carlo lebt den Fußball. Er hat die Fähigkeiten und das Wissen, um Erwartungen zu erfüllen, die nicht höher gesteckt sein könnten", schwärmt Alonso vom 57-jährigen Italiener.

So lange laufen die Verträge der Bayern-Stars

Für seinen Ex- und nun Wieder-Coach hat der Spanier einige Tipps parat, um sich an seinen neuen Klub zu gewöhnen: "Er muss wissen, dass Bayern ein spezieller Klub ist, eine gewaltige Institution, aber gleichzeitig sehr familiär geprägt. Carlo wird mit der Zeit dieses Gefühl verstehen und begeistert annehmen, da bin ich mir ziemlich sicher."

Was seine persönliche Zukunft angeht, macht sich Alonso eher weniger Gedanken. Sein Vertrag in München läuft noch bis Ende Juni 2017. "Ich habe noch überhaupt keinen Plan, was passieren wird", gibt der Spanier offen zu: "Früher habe ich von Jahr zu Jahr gedacht, doch inzwischen schaue ich nur noch von Monat zu Monat." Eine Karriere als Trainer im Anschluss an seine aktive Laufbahn als Spieler schließt Alonso jedenfalls nicht aus, es sei durchaus "vorstellbar, dass das passiert".

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