Spanischer Weltmeister überrascht

Alonso: Ungewöhnliche Aussage über seine Mitspieler

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Xabi Alonso - Weltstar, Regisseur und offenbar Realist.

München - Xabi Alonso gilt als Regisseur, der die Fäden zieht. Nun überrascht der Spanier des FC Bayern mit einer äußerst ungewöhnlichen Aussage über seine Mitspieler.

Xabi Alonso ist der Strippenzieher im Bayern-Spiel. Steht er auf dem Platz, hat er die Fäden in der Hand. Er dirigiert, wechselt das Tempo oder erzielt Tore - so wie gegen den SV Werder Bremen, als der Spanier den ersten Treffer der 54. Bundesliga-Saison markierte.

Alonso trainierte in seiner Karriere bereits unter den größten Trainern der Welt: Jose Mourinho (Real Madrid), Rafael Benitez (FC Liverpool), Pep Guardiola (FC Bayern) und Carlo Ancelotti (Real Madrid und FC Bayern). In dem Buch "Ring of Fire" von Simon Hughes, das vom FC Liverpool handelt, verrät der Bayern-Star nun, was die drei verbindet: "Es klingt sehr einfach, aber grundsätzlich sind sie alle Anführer. Sie sind diejenigen (...) die wissen, wie sie den Druck und die Sorgen von den Spielern nehmen."

Alonso: Didi Hamann hatte großen Einfluss

Xabi Alonso (rechts) und Sami Hyypiä gewannen mit Liverpool die Champions League 2004/05.

Außerdem verrät Alonso Einiges über seine Karriere-Anfänge. Er habe nie gedacht, dass er Fußballer werden würde. "Ich führte ein normales Leben bis ich 16 Jahre alt war. Normale Schule. Normale Erziehung. Ich hatte das Glück, dass ich keine Abstriche in meiner Jugend machen musste, denn der Fußball kann alles vereinnahmen. Auf die lange Sicht hat das meiner Auffassung vom Leben geholfen."
Seine Fußballer-Karriere sei einfach passiert. Und als sie dann passiert war und Alonso für den FC Liverpool spielte, prägten ihn die dortigen Spieler und Eindrücke offenbar maßgeblich: "Carra (Jamie Carragher), Stevie (Steven Gerrard), Sami (Sami Hyypiä) und Didi (Dietmar Hamann) hatten alle großen Einfluss. Verschiedene Charaktere, starke Persönlichkeiten. Sie halfen mir, dass ich mich als Spieler und als Person verbessern konnte", sagt Alonso.

"Damit mein Spiel besser ist, brauche ich Spieler um mich herum, die besser sind als ich"

Und auch über seine Spielweise äußert sich der Mittelfeld-Regisseur: "Ich versuche keine Dinge, die dumm aussehen könnten, denn das Risiko ist da. Wie oft haben sie mich, an den Verteidigern vorbei dribbelnd, mit dem Ball in den Strafraum rennen sehen? Das ist ungewöhnlich, denn das ist nicht mein Spiel", so Alonso. Das macht einen durchaus geerdeten Eindruck.

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Doch mit einer weiteren Aussage überrascht der Spanier: "Damit mein Spiel besser ist, brauche ich Spieler um mich herum, die besser sind als ich. Meine Spielweise ist nicht darauf ausgelegt, eine tolle Aktion zu haben. Ich weiß, was meine Stärken und meine Schwächen auf dem Platz sind. Meine Pflicht ist es risikoscheu zu sein", erklärt der zweifache CL-Sieger.

"Ich will alles gewinnen, was es zu gewinnen gibt"

Mittlerweile ist Xabi Alonso 34 Jahre alt und befindet sich langsam aber sicher im Herbst seiner Karriere. "Ich weiß, dass das meine letzten Jahre sind und deshalb will ich den Erfolg noch mehr", gibt er zu. 

Und für diese letzten Jahre hat der Weltstar wohl noch große Ziele. "Ich bin bei Bayern bis 2017 verpflichtet. Ich will die Bundesliga wieder gewinnen. Ich will den (DFB-)Pokal wieder gewinnen. Ich will die Champions League zum dritten Mal mit einem anderen Klub gewinnen. Ich will alles gewinnen, was es zu gewinnen gibt. Und dann höre ich vielleicht auf."

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sdm

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