Zum 70. Geburtstag von Willi Lemke

Uli Hoeneß im Interview: "Keiner sagt die Wahrheit"

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Uli Hoeneß wurde zum 70. Geburtstag vom ehemaligen Erzfeind Willi Lemke eingeladen.

Bremen - Lange Jahre hatten Willi Lemke und Uli Hoeneß eine innige Feindschaft. Doch seit einigen Jahren hat sich das Verhältnis geglättet. Hoeneß war sogar beim 70. Geburtstag von Lemke dabei. Wir sprachen mit ihm.

Der ehemalige Werder-Manager Willi Lemke feierte am Freitag seinen 70. Geburtstag. Unter den Gästen war auch sein früherer Erzfeind Uli Hoeneß, der bei der Feier ganz offen über die Rivalität mit Lemke sprach.

Herr Hoeneß, Willi Lemke und Sie haben sich ausgesöhnt. Ihr Erscheinen im Weser-Stadion ist der beste Beweis.

Hoeneß: Unser Verhältnis hat sich total entspannt und prima entwickelt. Ich hatte ihn nach meinem Gefängnisaufenthalt angerufen und mich bedankt, dass er die Zeit vor dem Urteil und danach nicht genutzt hat, um auf mich draufzutreten. Daraus hat sich ein Dialog mit mehreren Treffen ergeben. Und heute bin ich hier.

Sind Sie beide altersmilde geworden, dass die Rivalität beigelegt wurde?

Hoeneß: Ich fand es einfach an der Zeit! Wir hatten ja auch keine Berührungspunkte mehr. Aber diese Geschichte hatte ich zum Anlass genommen, den Hörer in die Hand zu nehmen, um diese Animositäten zu beenden.

Wie sehr wird ein Mann wie Lemke dem Fußball fehlen?

Hoeneß: Heutzutage traut sich ja kaum noch jemand, die eigene Meinung oder die Wahrheit zu sagen, weil man damit rechnen muss, dass gleich ein Shitstorm entsteht. Was wir früher ausgetragen haben, ist heute gar nicht mehr möglich. Die meisten achten viel zu sehr darauf: Wie schaue ich dabei aus, wie komme ich in den Medien weg?

Wie schauen Sie heute mit vielen Jahren Abstand auf die Scharmützel von früher?

Hoeneß: In vielen Punkten war ich ja gar nicht böse. Ich habe ihm damals vorgeworfen, den Fußball als Bühne zu nutzen, dass er Arm gegen Reich inszeniert hat. Ich glaube aber nicht, dass der FCB vor 30 oder 40 Jahren irgendeine reiche Erbtante oder im Lotto gewonnen hatte. Das war hart erarbeitet.

Das ganze Interview lesen Sie auf kreiszeitung.de.

Interview: Carsten Sander

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