Videospiel-Kooperation

FIFA 17: Das steckt hinter Bayerns Millionen-Deal mit EA Sports

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Electronic Arts und der FC Bayern München haben eine Partnerschaft für FIFA 17 angekündigt. So sieht Kingsley Coman im Spiel aus.

München - Der FC Bayern München steigt ins Videospiel-Geschäft ein: Electronic Arts und der deutsche Rekordmeister haben eine Partnerschaft für FIFA 17 angekündigt. Das steckt hinter dem Deal.

Längst sind Videospiel-Marken wie Call of Duty, Battlefield, GTA, Need for Speed oder Super Mario so große "Cash Cows" wie Hollywood-Blockbuster. Zum Vergleich: Das "Gangster-Spiel Grand Theft Auto V" machte am ersten Tag der Veröffentlichung (!) einen Umsatz von 716,6 Millionen Euro. Daneben sehen Filmhits wie Star Wars oder James Bond ziemlich blass aus. Das Potential, das im Videospiel-Business steckt hat nun offensichtlich auch der FC Bayern erkannt. Der Weltverein aus München kooperiert nun mit dem größten Fußball-Videospiel, mit FIFA aus dem Hause Electronic Arts. EA Sports, der Entwickler von Electronic Arts für Sportspiele ist nun offizieller Videospielpartner des Bundesliga-Meisters FC Bayern München.

Das gab der FC Bayern nun auf einer Pressekonferenz in New York bekannt. Im Rahmen der USA-Reise 2016 macht der deutsche Rekordmeister derzeit im "Big Apple" Station. Am 3. August spielen die Bayern in New York gegen Real Madrid. Auf der Pressekonferenz wurde auch gleich ein Trailer zu FIFA 17 (erscheint Ende September) präsentiert. Im neuen Ableger der Fußball-Reihe wurden FC-Bayern-Specials integriert: Im Video (siehe unten) ist zu sehen, wie 3D-Gesichts- und Bodyscans von Thomas Müller, Kingsley Coman, Arjen Robben, Douglas Costa  und Arturo Vidal angefertigt werden. Das Ergebnis: Mega-realistische Auftritte der Bayern-Spieler in FIFA 17. Auch die Allianz-Arena wurde originalgetreu aufbereitet als Spielstätte für den Fußball-Videospiel-Marktführer integriert.

FC Bayern lässt Teststationen zu Fifa 17 in Allianz Arena aufstellen

EA Sports und der FC Bayern München wollen aber auch auch jenseits des digitalen Kicks bei Veranstaltungen wie Spielerpräsentationen oder der Spiele-Messe Gamescom in Köln zusammenarbeiten. In der realen Allianz Arena in München sollen EA-Sports-Teststationen zu FIFA 17 aufgestellt werden. Fans können FIFA-17-Inhalte außerdem auf den digitalen Plattformen des Vereins nutzen, im Mittelpunkt soll dabei die Möglichkeit interaktiver Spiele stehen.

Electronic Arts will bei der Zusammenarbeit laut Pressemitteilung des FC Bayern von den vielen Fans des Rekordmeisters profitieren: "EA Sports wird über die künftige Kooperation mit mehr als 400 Millionen Sympathisanten des FC Bayern in Verbindung stehen."

Rummenigge: Darum ist Partnerschaft mit EA Sports so wichtig für den FC Bayern

Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge hält Gaming für "einen wunderbaren Weg, Millionen von Fans auf der ganzen Welt zu erreichen". Er sagt: "Wir wissen, dass die Größe der Gaming-Community stetig wächst. Daher ist unsere Partnerschaft mit EA Sports ein richtiger und wichtiger Schritt in die Zukunft. Dass zwei so erfolgreiche globale Marken kooperieren, wird für unsere Fans in Deutschland, in den USA und der übrigen Welt einen großen Wert haben." 

Jamie McKinlay, Vize-Marketingdirektor von EA SPORTS, freut sich über die Partnerschaft "mit einem der größten Clubs dieser Welt": "Mit dem Zugang zu den Bayern-Profis und der Allianz Arena sind wir in der Lage, unsere Gamer näher an ein Fußballspiel und den Club zu bringen und exklusive Möglichkeiten zu planen, um sie mit dem Team über das Gaming hinaus als Fans zu verbinden."

Die Gamer unter den Fans des FC Bayern können sich schon den 29. September 2016 im Kalender anstreichen: Dann wird FIFA 17 für PC, Xbox One, PlayStation 4, Xbox 360 und PlayStation 3 veröffentlicht.

FIFA 17: Weltweiter Coverstar ist kein Spieler des FC Bayern München, sondern ausgerechnet... 

Wermutstropfen für Fans des FC Bayern: Coverstar von FIFA 17 in Deutschland ist Marco Reus von Borussia Dortmund. Das haben FIFa-Fans bei einer weltweiten Abstimmung auf der FIFa-17-Homepage entschieden. Zur Auswahl standen neben Reus noch James Rodriguez (Real Madrid), Anthony Martial (Manchester United) und Eden Hazard (FC Chelsea). Man darf nach der Bekanntgabe der Kooperation des Rekordmeisters mit EA Sports vermuten, dass im kommenden Jahr auch ein Spieler des FC Bayern München bei der Wahl zum weltweiten Coverstar für FIFA 18 zur Wahl steht.

FIFA-Konkurrent PES arbeitet mit FC Barcelona zusammen

Übrigens ist der FC Bayern nicht der erste Fußballverein, der mit einem Videospiel-Hersteller zusammenarbeitet. Vor wenigen Tagen wurde bekanntgegeben, dass der FC Barcelona künftig als Premium-Partner von Konami fungiert, das den großen FIFA-Konkurrenten "Pro Evolution Soccer" produziert. Konami verkündete "mit Stolz" die neue Zusammenarbeit mit den Katalanen FC Barcelona. Die Premium-Partnerschaft läuft über drei Jahre. Pro Evolution Soccer 17, das ebenfalls im September erscheint, wird das Vereinsstadion Camp Nou enthalten, sowie 3D-Foto-Scans der Gesichter von Spielern wie Lionel Messi und Neymar Jr. Dadurch sollen die Gesichter von Stars und ihre Mimik so realistisch wie nie zuvor werden. Der Barca-Deal gilt branchenintern als Kampfansage von Konami an Electronic Arts. Die ersten Bilder aus PES 2017 lassen erahnen, dass das Game in Sachen Grafik dem neuen FIFA 17 in nichts nachstehen wird. Demnächst messen sich der FC Bayern und der FC Barcelona also nicht nur in der Champions League.

So sehen die Spieler des FC Bayern München in FIFA 17 aus

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