Der erste Fritz-Walter-Medaillengewinner

Florian Müller: "Für mich war Gerland der falsche Trainer und Bayern der falsche Verein"

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Florian Müller bei einem Freundschaftsspiel in seiner Zeit beim FC Bayern.

FC Bayern - Die Fritz-Walter-Medaille wird seit 2005 vergeben. Der Nachwuchsspieler des Jahres bekommt die höchste Auszeichnung vom DFB. Heutige Stars wie Kevin Prince Boateng, Benedikt Höwedes oder Marc-Andre ter Stegen wurden mit der Goldmedaille für ihre Leistungen in jungen Jahren belohnt. 

Der erste Gewinner heißt Florian Müller und spielte damals für den FC Bayern München. Er legte leider keine so erfolgreiche Karriere hin wie Boateng, Höwedes oder ter Stegen. Der mittlerweile 29-Jährige studiert und hat ein Kind. 

In einem Interview mit dem Magazin "11 Freunde" berichtete das ehemalige Ausnahmetalent über seine Zeit beim Rekordmeister. "Bayern München war für mich - warum auch immer - mein Lieblingsverein damals und als das Angebot, kam war für mich klar, dass ich hingehe. Es war für mich eine Ehre", erklärt der Außenbahnspieler seinen Wechsel von Union Berlin in die Landeshauptstadt im Jahr 2005.

Sein damaliger Coach war kein geringerer als Hermann Gerland. "Er ist ein sehr spezieller Trainer und für mich war er in der Situation der falsche", beschreibt Müller seine damalige Situation und führt weiter aus: "Insgesamt war es einfach der falsche Verein zu dem Zeitpunkt." In zwei Jahren absolvierte er 29 Spiele in der Regionalliga Süd für die kleinen Bayern. 

Anschließend wechselte der zum 1. FC Magdeburg und sammelte eine Menge Spielpraxis. So wurde Alemannia Aachen auf ihn aufmerksam und er durfte sich in der 2. Liga versuchen. In seiner ersten Saison 2008/2009 für die Aachener kam er auf beachtliche 27 Spiele und die Alemannen belegten am Ende den vierten Rang. Im Folgejahr verletzte er sich am neunten Spieltag schwer. "Ich hatte starke Schmerzen und wusste, dass es etwas Schlimmes ist. Kreuzbandriss, Innenbandanriss und Meniskussriss war die Diagnose", so Müller.

Im Jahr 2010 folgte fast genau 365 Tage später der nächste Kreuzbandriss. Im gleichen Knie. "Das Knie ist immer wieder dick geworden und hat geschmerzt. Ich war anderthalb Jahre in der Reha, aber es konnte mir keiner sagen, warum das Knie so heftig reagierte", erklärt der BWL-Student. 2013 beendete er seine aktive Laufbahn, weil eine Fortsetzung der Karriere mit dem Knie unmöglich war. 

Der 29-Jährige ist mittlerweile Vater und will ab November ein Auslandssemester in Australien verbringen. 

Text: Andreas Knobloch

Quelle: fussball-vorort.de

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