Bayern und der BVB attackieren

Furiose Comebacks von Ribéry und Kagawa

Franck Ribéry
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Franck Ribéry.

Düsseldorf - Nach drei Spieltagen liegen die gleichen Vereine wie 2013/2014 vorn. Für Leverkusen indes endete die Serie von gewonnenen Pflichtspielen.

Das Wort Krise mag noch niemand in den Mund nehmen. Den Saisonauftakt indes hat man sich in Stuttgart, Schalke und Wolfsburg ganz anders vorgestellt. Der VfB ist mit seinem einstigen Meister-Trainer Armin Veh nach drei Runden ebenso noch ohne Sieg wie die mit großen Ambitionen gestarteten Europacup-Teilnehmer aus Gelsenkirchen und Wolfsburg. VfL-Trainer Dieter Hecking fühlte sich nach dem 1:1 bei 1899 Hoffenheim genötigt, seine Spieler gegen voreilige Kritik in Schutz zu nehmen: „Wir können noch nicht im Rhythmus sein. Wie sind noch nicht bei 100 Prozent, das wissen wir.“

Andere machen vor, wie man fast auf Anhieb wieder bei hundert sein kann. Shinji Kagawa etwa; auch Franck Ribéry. Der Japaner Kagawa feierte in seinem ersten Spiel an alter Dortmunder Wirkungsstätte ein famoses Comeback, brillierte beim 3:1 gegen Freiburg als Ideengeber und Torschütze und hatte „während des ganzen Spiels Gänsehaut“.

Der lange verletzte Ribéry traf bei seinem 22-minütigen Saisondebüt zum 2:0-Endstand gegen Stuttgart und war happy wie Kagawa: „Ich bin froh, dass ich heute etwas spielen und gleich ein Tor erzielen konnte.“ Für den BVB und den Rekordmeister waren die Erfolge die perfekte Einstimmung auf den Champions-League-Auftakt gegen den FC Arsenal am Dienstag und Manchester City am Mittwoch.

„Wir brauchen Franck. Ich weiß, wie wichtig er für uns ist“, erklärte Bayern-Coach Pep Guardiola vor dem Aufeinandertreffen mit Englands Meister. „Wir brauchen gerade sein Talent im Eins gegen Eins“, ergänzte der Spanier. Talente unter seinen Profis hat auch Schalkes Jens Keller - allein: Sie entfalten sich noch nicht; und von einer perfekten Vorbereitung auf die Königsklassen-Aufgabe am Mittwoch beim FC Chelsea sind die Königsblauen weit entfernt.

Perfekt ist nur der völlig misslungene Einstand in die neue Spielzeit. Aus im DFB-Pokal beim Drittligisten Dresden, nur ein Pünktchen aus dreimal Bundesliga. Das 1:4 bei Europa-League-Starter Borussia Mönchengladbach offenbarte die Schwächen und Probleme der Keller-Auswahl gnadenlos: „Das ist ein Fehlstart. Da gibt es nichts zu beschönigen“, monierte Weltmeister Benedikt Höwedes.

Ergo müssen Stuttgarter und Gelsenkirchener, aber auch die Berliner Hertha nach dem 1:3 gegen erstmals siegreiche Mainzer neidvoll von weit unten nach oben schauen. Dort tummeln sich Leverkusen, die Bayern und der BVB. Für die fulminant gestartete Bayer-Auswahl endete mit dem spektakulären 3:3 gegen Werder Bremen allerdings die Serie von fünf Pflichtspielerfolgen.

Immerhin erzielte Bayer-Rechtsverteidiger Tin Jedvaj zum 1:0 das 2000. Tor in der Erstliga-Historie der Leverkusener. Sorgen macht die Abwehr: „Wir müssen die Defensive in den Griff kriegen“, meinte Torwart Bernd Leno vor der Königsklassen-Reise zum AS Monaco.

Vielleicht trifft sich Bayer-Trainer Roger Schmidt bald einmal mit seinem Kölner Kollegen Peter Stöger. Denn der Rückkehrer aus der Domstadt macht vor, wie man die „Null“ hält: Beim 0:0 im Paderborner Duell der weiter ungeschlagenen Aufsteiger ließen Keeper Timo Horn und seine Vorderleute zum dritten Mal keinen Gegentreffer zu.

Letzter Aufsteiger mit einer derart guten Startbilanz war 1997/98 der 1. FC Kaiserslautern. Und die Pfälzer wurden seinerzeit sensationell Meister. „Eine schöne Geschichte“, sagte Horn - das aber habe „mit hier, heute und uns nichts zu tun“. Hübsch bescheiden und realistisch bleiben; Stöger weiß, dass sich vieles schnell ändert im Fußball. „Ich kann Sie alle beruhigen: Das wird sich bei uns im Laufe der Saison noch ändern“, ließ der Österreicher zur „Zu-Null“-Serie wissen.

dpa

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