Von Dominanz nicht viel zu sehen

Vor Real: Bayern suchen noch "la bestia negra"

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Pep Guardiola (r.) weiß: Gegen Real brauchen die Bayern eine Topleistung.

Braunschweig - Bayern München hat in der Liga wieder einmal nicht überzeugt. Doch wenn es nach den Verantwortlichen geht, ist die Generalprobe für das Champions-League-Halbfinale bei Real Madrid geglückt.

In der Bundesliga war von der „Schwarzen Bestie“ erneut nicht viel zu sehen, doch vor dem Halbfinal-Hinspiel in der Champions League am Mittwoch beschwor Bayern München wieder seinen Ruf als Angstgegner von Real Madrid herauf. „Wir haben ja den Spitznamen “la bestia negra'. Jetzt müssen wir zusehen, dass wird den wieder unter Beweis stellen„, sagte Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge mit Blick auf das mit Spannung erwartete Duell gegen Cristiano Ronaldo, Gareth Bale und Co.

Guardiola fordert "überragende Leistung" gegen Real

Das mühsam erkämpfte 2:0 (0:0) bei Tabellenschlusslicht Eintracht Braunschweig war aber alles andere als ein lockerer Aufgalopp vor den bislang wichtigsten Spielen der Saison. Es war den Bayern deutlich anzumerken, dass die Kritik an den letzten Auftritten nicht spurlos an ihnen vorbeigegangen war. Die Worte von Sportvorstand Matthias Sammer, der von einer `Kuscheloase“ gesprochen hatte, schienen das Team von Trainer Pep Guardiola getroffen zu haben. Auch wenn Rummenigge betonte: „Wir hatten keine Kuscheloase, wir haben einfach nicht gut gespielt.“

Große Angst dürfte der Auftritt der Bayern in Braunschweig beim kommenden Gegner aber nicht verbreitet haben. Erst zwei späte Tore von Claudio Pizarro (75.) und Mario Mandzukic (86.) entschieden die Begegnung. Es war der erste Sieg der Bayern in der Bundesliga, seitdem sie sich am 27. Spieltag in Rekordzeit den Meistertitel gesichert hatten.

Für das große Ziel historische Triple-Verteidigung müssen die Münchner aber dringend wieder ein paar Gänge höher schalten. „Wenn wir gegen Real keine überragende Leistung zeigen, kommen wir nicht ins Finale“, sagte Guardiola. „Ich bin mir sicher, dass jeder am Mittwoch seine Topleistung abruft. Ansonsten haben wir sowieso keine Chance“, sagte Kapitän Philipp Lahm, betonte aber auch: „Ich mache mir überhaupt keine Sorgen.“

Von Dominanz nichts zu sehen

Motivationsprobleme wird es beim Titelverteidiger in Spanien ohnehin nicht geben. „Wenn Real Madrid gegen Bayern München spielt, dann ist es das Spiel, bei dem die ganze Welt zuschauen wird“, betonte Rummenigge, der auch hoffte, dass der derzeit angeschlagene Weltfußballer Ronaldo gegen die Bayern auflaufen wird: „Ich bin immer dafür, dass die besten Spieler auf dem Platz stehen.“

Nach dem Pflichtsieg sprachen Spieler und Verantwortliche unisono von einer gelungenen Generalprobe. Der Rekordmeister habe „physisch dagegengehalten“ (Rummenigge), „gekämpft wie ein kleines Team“ (Guardiola) und den „schlechten Platzverhältnissen“ erfolgreich getrotzt (Lahm). Es wurde schnell deutlich, dass weitere negative Stimmung vor den so wichtigen Spielen gegen Madrid gar nicht erst aufkommen soll.

Nur: Auch gegen die Braunschweiger war von der Dominanz des noch vor wenigen Wochen wahlweise als „Über-, Super- oder Rekordbayern“ bezeichneten Meisters über weite Strecken wieder nicht viel zu sehen. „Wir haben in der ersten Halbzeit keine drei, vier, fünf Pässe geschafft“, sagte Guardiola: „In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel dann mehr kontrolliert. Wir haben gewonnen und sind damit zufrieden.“

sid

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