Bezirksausschuss einstimmig dafür

Große Umbaupläne für die Allianz Arena

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Die Parkhaus-Vision: Gästefans sollen ab 2018 ihr Auto hier abstellen und zu einem neuen Eingang geleitet werden.

München - Neuen Eingang, neues Parkhaus und zusätzliche Fußgängerbrücke: Es gibt große Umbau-Pläne für die Allianz Arena, die jetzt im zuständigen Bezirksausschuss vorgestellt wurden. 

Sie ist eines der größten Fußballstadien Deutschlands, doch mit einem tut sich die Allianz Arena schwer: der Trennung von Fans der Heimmannschaft und der Gäste vor dem Spiel. Durch die Gestaltung des Areals gerieten die rivalisierenden Gruppen in der Vergangenheit immer wieder aneinander – sowohl an der U-Bahn-Station als auch vor den Eingängen des Stadions. Jetzt wollen die Betreiber nachrüsten.

Die Pläne, von denen unsere Onlineredaktion schon vor vier Wochen exklusiv berichtet hatte, wurden in der jüngsten Sitzung des zuständigen Bezirksausschusses (BA) Schwabing-Freimann vorgestellt. Kernpunkt des Umbaus ist ein neuer Eingang an der Westseite der Arena. Der soll ausschließlich den Gästefans vorbehalten bleiben und so Reibereien, wie sie in der Vergangenheit insbesondere am Nord- und Südeingang immer wieder vorkamen, verhindern. Jürgen Muth, Geschäftsführer der Allianz Arena erklärte: „Das Vorhaben dient dem Zweck, die Fans der Gästemannschaft, gleichgültig ob sie mit der U-Bahn, dem PKW oder dem Fanbus anreisen, über einen getrennten Eingang in das Stadion zu führen. Die beiden bestehenden Eingänge sind dann ausschließlich für Fans des FC Bayern bzw. des TSV 1860 München. Damit wird dem dringenden Wunsch der Sicherheitsbehörden nach einer Fantrennung Rechnung getragen.“

Damit die Gäste diesen neuen Eingang möglichst einfach und ohne Berührung mit den heimischen Fans erreichen, haben die Betreiber der Arena verschiedene Maßnahmen geplant. Zum einen soll im Norden des Areals ein neues Parkhaus für die Gäste entstehen. Über einem Abschnitt, der bereits heute als Parkplatz für die Reisebusse des Gastvereins dient, wollen die Arena-Betreiber ein dreistöckiges Parkhaus mit insgesamt 1245 Stellplätzen bauen. Die Busparkplätze würden dabei erhalten bleiben. Künftig würden dann die Anhänger des Gastvereins direkt auf diesen Parkplatz verwiesen, während die Bayern- oder Löwenfans weiterhin in dem bereits bestehenden südlichen Parkhaus ihre Pkw abstellen können.

Von dem Parkhaus erhofft man sich zugleich eine Verbesserung der Verkehrssituation nach dem Spiel, da man plant, die Autos von den nördlichen Stellplätzen über die A 99 und nicht über die Werner-Heisenberg-Allee abzuleiten. Hier war es in der Vergangenheit immer wieder zu Staus und Wartezeiten gekommen.

Zum anderen sollen künftig auch die mit der U-Bahn anreisenden Fans besser voneinander getrennt werden. Dazu soll eine Fußgängerbrücke über der U-Bahn-Linie entstehen, die die Gastfans direkt nach dem Aussteigen aus der U-Bahn auf einen Weg westlich der Gleise zum neuen Eingang umleitet. So könnte ein Zusammentreffen der Fans auf der Esplanade künftig vermieden werden. Die Stadionbetreiber schätzen, dass etwa 1800 Anhänger der Gastmannschaft durchschnittlich mit der U-Bahn zu den Spielen in Fröttmaning kommen, bei Topspielen können es aber auch schon einmal bis zu 3000 werden.

Als Baubeginn streben die Verantwortlichen Ende 2017 an, Mitte 2019 könnten die Umbauarbeiten dann bereits abgeschlossen sein.

Im BA stießen sie allerdings schon jetzt auf große Zustimmung. „Wir finden das wirklich sehr begrüßenswert“, kommentierte Petra Piloty (SPD), die Vorsitzende des Unterausschusses Stadtplanung und Architektur. Die Stadtteilpolitiker stimmten einstimmig für die Pläne. Lediglich über eine Begründung der neuen Parkhausfassade sollten die Verantwortlichen, den Wünschen des Gremiums zufolge, noch nachdenken.

Annika Schall


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