„Er ist die Essenz“

Guardiola: Darum tut die Hoeneß-Rückkehr den Bayern gut

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Zwar war Uli Hoeneß während Guardiolas Trainer-Zeit bei den Roten nicht Präsident, dennoch verstanden sich beide prächtig.

München - Einst holte Uli Hoeneß Pep Guardiola zum FC Bayern, dann musste der Patriarch jedoch ins Gefängnis. Nun sprach der Ex-Trainer über die Rückkehr von Hoeneß.

In seiner Hochzeit war Uli Hoeneß Herz und Seele des FC Bayern und als die Roten 2012 unter Jupp Heynckes Gefahr liefen, vom BVB den Rang abgelaufen zu bekommen, wurde der damalige Bayern-Präsident selber aktiv. Ein Welttrainer von Rang und Namen sollte den FCB dauerhaft an der Spitze festpinnen. Ein glücklicher Zufall, dass mit Pep Guardiola gerade ein ebensolcher in New York eine Auszeit nahm. 

Dass der Besuch des Ober-Bayern in Big Apple letztlich den Ausschlag für Guardiolas Wechsel an die Säbener Straße war, ist kein Zufall. Denn wie der jetzige City-Trainer im Interview mit der Süddeutschen Zeitung mitteilte, stimmte die Beziehung zwischen den beiden damals schon bis aufs i-Tüpfelchen: „Wir hatten von Beginn an die richtige Wellenlänge, und deshalb bedauere ich es auch, dass wir zu meiner Zeit beim FC Bayern wegen der Umstände nicht den Kontakt hatten, den ich mir erhofft und gewünscht hatte. Ich bedauere das, weil er wirklich den FC Bayern verkörpert.“

Und Hoeneß brachte vollen Einsatz ein, wie man es eben von ihm kennt: Er kochte sogar für Guardiola im schicken Appartement. Der Trainer-Coup wurde schließlich im Januar 2013 bekanntgegeben, fünf Monate später waren die Bayern Triple-Sieger.

Guardiola: Hoeneß prägte den FC Bayern auch in Abwesenheit

Dass Hoeneß während der drei Jahre Pep in München lange Zeit kein Ansprechpartner war, ist einer der wenigen negativen Punkte in der Rückschau für Guardiola. Dennoch beeindruckt ihn immer noch, „wie sehr er die Personalplanung beim FC Bayern geprägt hat. Ich meine da eben nicht nur die Fußballer der Profi-Mannschaft, die er geholt hat. Sondern vor allem die Leute, die beim FC Bayern auf der Geschäftsstelle arbeiten, und die den FC Bayern auch verkörpern.“

Die geplante Rückkehr von Hoeneß an die Spitze der Roten , hält Guardiola für absolut richtig und wichtig: „Es macht mich sehr glücklich, zu sehen, dass Uli zurückkehrt, allein schon, weil ich weiß, dass er zu Hause bloß die Möbel auffressen würde.“ Darüber wird sich mittelfristig laut dem Katalanen auch Ehegattin Susi freuen.

Vor allem empfindet er Dankbarkeit für Hoeneß: „Für alles, was er mir menschlich mitgegeben hat, für Einladungen wie jene in sein Haus am Tegernsee, wo wir zusammen mit seiner Frau Susi einen wirklich unvergesslichen Tag verbringen durften.“

Zwei kleinere Wermutstropfen gibt es dennoch für Pep: „Erstens, dass ich nie wieder seine Würstchen probieren konnte, die so gut sind wie er selbst.“ Und außerdem habe der zukünftige Bayern-Präsident versprochen, Guardiola in Manchester zu besuchen. Bei Letzterem ist sich der City-Coach aber sicher, dass Hoeneß sein Wort noch halten wird. Und wer weiß, vielleicht bringt er ihm dann ein paar seiner Bratwürste mit und bereitet sie eigenhändig zu.

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Übrigens: Morgen wird Hoeneß wieder Präsident des FC Bayern. Die Jahreshauptversammlung 2016 können Sie bei uns im Live-Ticker mitverfolgen.

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