Ribéry gegen Werder dabei?

Guardiola: Thiago? "Vielleicht ein großer Fehler"

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Pep Guardiola muss noch wochenlang auf Thiago verzichten.

München - Bayern Münchens Trainer Pep Guardiola hat erstmals mögliche persönliche Fehler bei der Reha des inzwischen abermals verletzten Thiago Alcántara eingeräumt.

Mit gewohntem Elan und womöglich wieder Franck Ribéry startet der FC Bayern gegen Bremen in den wichtigen Fußball-Herbst - allerdings beschäftigt den Rekordmeister auch vor der Partie gegen Werder immer noch die Knieverletzung von Thiago Alcántara. Nach dem dritten Teilriss des Innenbands beim Mittelfeldprofi innerhalb von sieben Monaten räumte Coach Pep Guardiola am Freitag erstmals ein, zu Beginn von Thiagos Leidenszeit eventuell eine falsche Entscheidung getroffen zu haben. Der Trainer hatte seinen Spieler im Frühjahr entgegen des Rats der Vereinsärzte zur Behandlung nach Spanien geschickt. „Das war vielleicht ein großer Fehler“, sagte Guardiola.

Guardiola: Niemand kennt den genauen Grund für die Verletzung

Weil Thiagos Verletzung noch nicht vollständig ausgeheilt war, riss das Innenband in dieser Woche erneut ein, 2014 wird der Edeltechniker nicht mehr auf dem Fußballfeld zu sehen sein. „Das ist schwer, Thiago hat überragend gekämpft“, sagte der Coach. Den Vorwurf, den Spieler zu früh ins Training aufgenommen zu haben, bestritt er aber vehement und betonte mehrfach, die Vereinsmediziner inklusive Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt konsultiert zu haben. „Niemand weiß den genauen Grund, warum sich Badstuber oder Thiago wieder verletzt haben.“

Wichtig sei jetzt, so Guardiola, „dass er eine gute Behandlung hat. Es wird gut, ich bin sicher.“ Thiago (23), der sich zum dritten Mal das Innenband im Knie gerissen hat und nach einer geplanten OP mehrere Monate ausfällt, könnten jetzt aber „keine Worte“ helfen. „Natürlich sind wir für ihn da. Aber es gibt nur eins: kämpfen, kämpfen, kämpfen.“

Rummenigge warnt vor verfrühter Euphorie

Das ist das Mindeste, was Guardiola am Samstag auch von seiner Mannschaft erwartet. Vor allem aber fordert er, dass seine Stars den angeschlagenen Tabellenletzten nicht auf die leichte Schulter nehmen. Das Ergebnis hänge nur „vom Kopf unserer Spieler ab. Wenn wir uns darauf fokussieren, was der Trainer sagt, dann haben wir eine große Möglichkeit zu gewinnen“, betonte der 43-Jährige, „ansonsten haben wir Probleme“.

Auch Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge nahm das Team in die Pflicht: „Die Tabelle im Oktober ist so viel wert wie der Wetterbericht im April - nämlich relativ wenig. Wer einen Marathon läuft und sich nach zehn Kilometern feiern lässt, wird auf den restlichen 32 Kilometern Probleme bekommen.“ In den nächsten Wochen werden „wichtige Weichen gestellt“.

Ribéry gegen Bremen vielleicht im Kader

Immerhin könnte ein anderer Filigrankicker schon in der Partie gegen Bremen am Samstag (15.30 Uhr) oder im Champions-League-Match am Dienstag in Rom (20.45 Uhr) wieder auflaufen: Ribéry habe „zwei gute Trainings gemacht“ und „keine Schmerzen“ an der maladen Patellasehne gehabt, berichtete Guardiola und stellte ein Comeback des Franzosen nach gut einem Monat Pause in Aussicht. „Wenn er fit ist, steht er vielleicht im Kader.“

Die PK zum Nachlesen gibt es im Ticker der tz.

Ob mit oder ohne Ribéry: Die drei Punkte gegen Tabellenschlusslicht Bremen sind für die Münchner Pflicht. Der Statistik der vergangenen Jahre zufolge dürfte in der Allianz Arena ein einseitiges Match bevorstehen. Sehr mehr als sechs Jahren haben die Bayern gegen Bremen nicht mehr verloren, zuletzt gab es sieben Siege in Serie. Bei den drei jüngsten Gastspielen der Bremer an der Isar schenkte der Rekordmeister den Gästen insgesamt 15 Tore ein (5:2, 6:1, 4:1).

„Wir haben nichts zu verlieren und auch noch nicht verloren“, sagte Bremens Robin Dutt trotzig und erinnerte an andere Außenseiter, die erst vor Tagen für Furore gesorgt hatten: „Ein Erfolg in München wäre so wahrscheinlich, als wenn Polen und Irland in zwei Spielen vier Punkte gegen Deutschland holen würden.“ Und das gelang bekanntlich.

Auch Guardiola kam dann auf die Auftritte der Nationalmannschaft in der EM-Quali zu sprechen, als er gefragt wurde, ob denn die deutschen Spieler deprimiert an die Säbener Straße zurückgekehrt seien. „Diese Spieler sind sehr stabil“, antwortete der Trainer, „und am Ende ist Deutschland bei der EM, Spanien auch und die Niederlande auch“. Geärgert werden könnten Spitzenteams immer mal wieder, sollte das wohl heißen, aber zum Schluss stehen sie dann eh wieder ganz oben.

Hätten Sie's bei allen gewusst? Prominente FC-Bayern-Fans

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sid/dpa

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