BVB-Boss vor Bundesliga-Start

Watzke: Pikante Aussage über Hummels

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Hans-Joachim Watzke hat gut Lachen - und schickt nun eine neuerliche Spitze Richtung München.

Dortmund - Das Verhältnis zwischen den Bayern und Borussia Dortmund gilt derzeit als relativ entspannt. Nun äußert sich BVB-Boss Watzke unter anderem über den Neu-Bayer Mats Hummels.

Nur noch wenige Tage bis zum Bundesliga-Start und Borussia Dortmund kann bislang zufrieden sein. Die neu zusammengewürfelte Mannschaft präsentiert sich spielfreudig und zog mit einem ungefährdeten 3:0-Sieg über Eintracht Trier in die zweite Runde des DFB-Pokals ein. 

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke äußert sich nun vor dem Bundesliga-Auftakt gegen den FSV Mainz 05 über die Saisonziele der Dortmunder, die mutige Transferpolitik des Sommers und schickt gleich noch eine kleine Spitze in Richtung München.

Transfer-Politik war "ambitioniert"

Die Transfers der Dortmunder in diesem Sommer waren für den BVB-Boss offenbar notwendig. Allein für André Schürrle und Mario Götze gab der BVB rund 52 Millionen Euro aus. Watzke äußert sich gegenüber Sport1 nun zu dieser Transfer-Politik: "Sie ist auf gar keinen Fall riskant. Riskant ist etwas, was dich vielleicht anschließend die Existenz kostet. Ich würde sagen: ambitioniert. Ambitioniert, aber alternativlos war das Vorgehen. Wir schicken nicht drei Leistungsträger weg, weil wir das Gefühl haben, dass sie zu alt sind. Sie sind freiwillig zu Top-Klubs gegangen. Wir haben versucht, der Mannschaft viel individuelle Klasse beizufügen, aber in der Form von Potenzial."

Vor der Saison hatten Ilkay Gündogan (Manchester City), Henrikh Mkhitaryan (Manchester United) und Mats Hummels (FC Bayern) den Verein verlassen.

"Wir haben die Chance, Titel zu gewinnen"

Die Saisonziele der neu formierten und jungen Mannschaft definiert Watzke daher vorsichtig und zurückhaltend. Man müsse den Blick mehr auf die Verfolger des letzten Jahres als nach oben richten. 

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"Wir haben jedes Jahr die Chance, Titel zu gewinnen. Aber nicht die Selbstverständlichkeit, jedes Finale zu gewinnen. Wir möchten wieder in die Champions League. Wir wissen auch, dass die Mannschaften hinter uns nicht schlechter geworden sind. Leverkusen hat eine sehr gute Mannschaft. Schalke strahlt mit Sportvorstand Christian Heidel und Trainer Markus Weinzierl eine ganz andere Stabilität aus. Gladbach ist gut, und es wird immer eine Überraschungsmannschaft geben," beschreibt der BVB-Boss die Lage der Liga.

Watzke: Bayern auf Niveau von Real Madrid

An einen Angriff auf den FC Bayern, der vor der Saison noch mit den beiden Hammer-Transfers um Mats Hummels und Renato Sanches auf sich aufmerksam machte, plant der BVB-Boss nicht: "Sie haben sich auf einem Niveau wie Real Madrid etabliert. Demzufolge wäre es blödsinnig, zu sagen, dass wir Bayern München angreifen. Du solltest dann angreifen, wenn der Gegner eine Schwächeperiode hat,“ gibt sich Watzke zurückhaltend.

Hummels besser als Boateng

Besonders der Transfer von Mats Hummels zum FC Bayern schlug derweil vor der Saison hohe Wogen, die sich offenbar doch nicht ganz geglättet haben. Watzke kommentiert den Wechsel in Richtung München und schickt eine kleine Spitze in Richtung FCB-Abwehrchef Boateng: "Mats Hummels ist für mich nach wie vor der beste Abwehrspieler Deutschlands, weil er der kompletteste ist. Ich sehe ihn vor Jerome Boateng, aber das ist ein offenes Rennen." 

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Der Abgang des Nationalspielers zurück in seine alte Heimat München ist für Watzke eine herbe Schwächung der schwarz-gelben Verteidigung: "Hummels kannst du eh nicht Eins-zu-Eins ersetzen. Ihn kannst du nur dann ersetzen, wenn der Spieler, den du verpflichtest, vielleicht das Potenzial in sich trägt, einmal auf dem Niveau anzukommen. Aber auf dem Niveau jetzt einen zu verpflichten, können wir uns nicht leisten. Wir wissen, dass wir einen Trainer haben, der die Mannschaft zusammenfügen kann," erklärt Watzke.

Reus-Rückkehr braucht noch Zeit

Der verletzte Nationalspieler Marco Reus wird dem BVB indes noch länger nicht zur Verfügung stehen. Reus werde nicht zu den Länderspielen des DFB reisen und vermutlich erst wieder am dritten Spieltag zur Verfügung stehen, so Watzke.

Dennoch hat der BVB-Boss hohe Erwartungen an den 27-Jährigen: „Marco ist ein gestandener Führungsspieler. Er wird mit Marcel Schmelzer und Sven Bender Verantwortung übernehmen. Er ist ein Spieler, der außergewöhnlich häufig das 1:0 macht. Das erhoffen wir uns natürlich auch in dieser Saison von ihm. Ich bin überzeugt, dass er eine sehr gute Saison spielen wird, weil er jetzt die entsprechende Regenerationsphase hat.“

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sdm

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