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Hinter Nantes: Watschn für die Bayern-Nachwuchsarbeit

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Hinter Nantes: Watschn für die Bayern-Nachwuchsarbeit

München - Einmal jährlich werden die Vereine mit der weltweit besten Nachwuchsarbeit gekürt. Der FC Bayern ist nicht darunter - und muss jetzt sogar vorm Stadtrivalen aus Giesing zittern.

Über Thomas Müller, David Alaba und Toni Kroos als Absolventen der Bayern-Nachwuchsakademie beschwert sich keiner. Über Mats Hummels und Emre Can auch nicht. Aber dahinter? Da schaute es in den vergangenen Jahren düster aus bei Bayerns Nachwuchsarbeit. 

Die Talente-Entwicklung an der Säbener Straße verläuft schleppend, das ist lange klar. Aber jetzt hat es der Rekordmeister schriftlich. Beim „CIES Football Observatory“ belegten die Roten einen bedenklichen 20. Platz (geteilt mit dem AS Caen aus Frankreich), hinter Stade Rennes und dem FC Nantes - und nur knapp vor 1860.

Bayern dümpelt im unteren Mittelfeld der Wertung - während Real Madrid und der FC Barcelona sie anführen. Bayerns Champions-League-Konkurrenten sind echte Talentschmieden, brachten in den vergangenen Jahren 41 und 37 Talente hervor. Und die Bayern? Die hängen bei 18. Immerhin: Die Bayern verfügen mit dem 20. Platz offiziell über die beste Nachwuchsarbeit in Deutschland. Hinter dem Rekordmeister liegen Bayer Leverkusen (25. Platz / 16 entwickelte Talente) und - aufgemerkt - 1860 München (30./15). Was die Giesinger freut, ist für die Bayern nicht besonders ehrenhaft. 

 

Beim „CIES Football Observatory“ wird ermittelt, wie viele aktuelle Spieler aus den fünf besten europäischen Ligen in ihren jungen Jahren bei den jeweiligen Vereinen spielten. Etwas verfälscht wird es, weil auch Spieler zählen, die erst im Laufe ihrer Entwicklung vom Verein verpflichtet wurden. Wichtig ist hierbei nur, dass sie im Alter zwischen 15 und 21 für mindestens drei Spielzeiten im Verein gespielt haben. Das heißt: Die Topteams haben viele Spieler, die ihren Wert nach oben treiben, erst später geholt. Außerdem wird unterschieden, ob ein Spieler noch im Verein ist oder mittlerweile woanders spielt.

So oder so: Ein Verein, der den Anspruch hat, zu den besten in Europa zu gehören, muss auch in der Nachwuchsarbeit vorne mitmischen. Es scheint also, als käme viel Arbeit auf die Verantwortlichen in der Bayern-Nachwuchsarbeit zu. Immerhin: In den aktuellen Jugendteams der Bayern tummeln sich einige europaweit umworbene Talente. Real Madrid soll seine Fühler nach Timothy Tillman aus der U17 ausgestreckt haben. Der 17-Jährige wäre also einer, mit dem der Rekordmeister seine hinkende Nachwuchsarbeit schmücken könnte - auch wenn er von Greuther Fürth ausgebildet wurde.

 

Quelle: fussball-vorort.de

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