Weggang scheint aber sicher

Hojbjerg: Ein fester Abschied ist kein Thema

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Pierre-Emile Hojbjerg.

München - Der Abschied von Pierre-Emile Hojbjerg in der Winterpause scheint beschlossene Sache, obwohl man sich bei den Bayern-Bossen noch bedeckt hält. An Interessenten für den Dänen mangelt es nicht.

Dass Xherdan Shaqiri und Pierre-Emile Hojbjerg als die wahrscheinlichsten Kandidaten gelten, die für einen Abschied vom FC Bayern in der Winterpause in Frage kommen, ist bereits schon länger bekannt. Bislang schien allerdings der Schweizer Kandidat Nummer 1, was einen Transfer betrifft. Offenbar ist nun aber der Weggang von Hojbjerg noch wahrscheinlicher. Der Däne ist offenkundig in der sportlichen Wertschätzung von Trainer Pep Guardiola gesunken, durfte in dieser Saison in der Bundesliga erst 178 von 1260 Minuten mitwirken. Immerhin: Beim wenig bedeutenden Champions-League-Spiel in Manchester absolvierte der Mittelfeldspieler zuletzt wieder mal über 90 Minuten, auch seine Chancen auf einen Einsatz gegen ZSKA Moskau am Mittwoch stehen nicht schlecht. Dennoch: Sebastian Rode hat dem 19-Jährigen in diesen Wochen klar den Rang abgelaufen. Und durch Bastian Schweinsteigers Comeback sind die Chancen auf weitere Einsätze für Hojbjerg auch nicht gestiegen. In der Rückrunde kommen dann auch noch die langzeitverletzten Thiago und Philipp Lahm zurück.

Sportvorstand Matthias Sammer, der mit seinen Kollegen laut eigener Aussage alle Spieler "im Moment wöchentlich" analysiert, mag noch nicht verraten, wie es mit dem Spieler weitergehen soll. "Wir haben noch keine Entscheidung getroffen", sagte er dem "Kicker".

Die Tendenz geht aber mit hoher Wahrscheinlichkeit in Richtung Abschied: Entweder durch ein Leihgeschäft, oder aber mit einer Rückkaufoption für die Bayern. Dass man den Spieler einfach verkauft, ohne sich ein Hintertürchen offen zu halten - diesen Fehler werden die Bayern kaum machen. Zu gut wissen sie an der Säbener Straße, welch' Qualität in dem Spieler schlummert. Vielen dürfte alleine Hojbjergs Leistung im Pokalfinale in diesem Jahr in Erinnerung geblieben sein. Damals lieferte er auf der ungewohnten Position als Linksverteidiger eine ganz starke Partie ab. Ein fester Wechsel ist auch nach Angaben des Spielers selbst keine Option: "Der Klub will das auch nicht, also wird das nicht passieren", sagte Hojbjerg in einem Interview mit der dänischen Zeitung "BT".

Ab Januar wird Hojbjerg sein Können vermutlich in einem anderen Trikot zeigen, um seine Chancen auf regelmäßige Einsätze zu erhöhen. An Interessenten mangelt es nicht: Neben dem FC Augsburg und Hannover 96 sollen auch Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen ihre Fühler nach ihm ausgestreckt haben. Und wenn er sich dort entsprechend weiterentwickelt, wird er sicherlich gerne wieder nach München zurückkehren.

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