Starker Auftritt in Hamburg

Badstuber: Jetzt wird er noch wichtiger

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Ordentlicher Start ins neue Jahr: Holger Badstuber spielt bei Bayerns Sieg in Hamburg durch.

Hamburg - Holger Badstuber kam, sah und siegte mit dem FC Bayern in Hamburg. Auch der Bundestrainer hat die Leistung des Abwehrspielers registriert. Die Lehren auf dem Bayern-Sieg.

Mit dem 2:1 des FC Bayern beim Hamburger SV hat die Bundesliga ihre Pforten im Jahr 2016 eröffnet. Auch rund um die Partie im Volksparkstadion gab es eine Menge zu entdecken.

"Es ist kein Spiel, bei dem einem warm wird", sagte Mehmet Scholl nach dem Halbzeitpfiff und resümierte nach 90 Minuten: "Die Bayern haben sich ins Ziel gerettet, man hat den Spielern angesehen, dass es ein hartes Stück Arbeit war. Der Sieg hat ihnen geschmeckt, alles andere nicht."

Robert Lewandowski jubelt.

Erster Aufreger bei zwei Grad Minus war ein Foul von HSV-Torhüter Rene Adler an Thomas Müller (36.). Elfmeter oder nicht, fragten sich die 57.000 Zuschauer im Volksparkstadion? Für Scholl war's klar: "Abbrechen wäre in dem Fall vielleicht gescheiter gewesen. So wie Adler durchgezogen hat, war es ein Elfmeter. Die gelbe Karte war in Ordnung, Rot wäre zu hart gewesen." Ähnlicher Meinung war auch Jogi Löw: "Adler hat ein bisschen gezögert, wenn er höher steht, hätte er den Ball möglicherweise gekriegt", analysierte der Bundestrainer am ARD-Mikrofon.

Löw schwärmt von Badstuber

Und dann sagte Löw ein paar Sätze, die vor allem Holger Badstuber, den Pep Guardiola gegen den HSV in die Startelf beförderte, aufhorchen lassen dürften. "Wenn Holger ein halbes Jahr konstant spielt, mache ich mir meine Gedanken. Er ist überragend in der Spielauslösung und steht defensiv sehr gut", sagte Löw. Außer für einen kurzen Augenblick beim Gegentor, da konnten weder er, noch Xabi Alonso den Einschlag verhindern.

Dennoch, nach dem Ausfall von Abwehrkollege Jerome Boateng (Muskelverletzung im Adduktorenbereich) rückt Badstuber auch bei den Bayern noch mehr in den Fokus. Scholl: "Jerome hat gleich die Hand gehoben und gezeigt, dass er raus muss, das ist meistens kein gutes Zeichen." Jogi Löw warnt im Bezug auf Badstuber. "Man darf die Erwartungen nicht zu hoch schrauben, ich möchte ihn nicht unter Druck setzen", sagte Löw und ergänzte: "Die Gesundheit ist die Voraussetzung."

Badstuber pausiert mehr als 800 Tage

In Badstubers Fall sind das nicht leere, sondern wahre Worte. 2012 stoppte den 26-Jährigen ein Kreuzbandriss für 533 Tage, darauf folgte 2014 ein Sehnenriss (113 Tage Pause) und zuletzt ein Oberschenkelmuskelriss (193 Tage Pause). Unterkriegen ließ sich der Memminger davon nicht, im Gegenteil. "Er ist nach den schweren Verletzungen noch stärker zurückgekommen. Holger ist im Kopf klarer, denn je. Eine Persönlichkeit verändert sich, wenn man so eine Entwicklung durchmacht."

In einem Prozess befindet sich nach wie vor auch der FC Bayern unter ihrem Noch-Trainer Pep Guardiola. In der Vorbereitung habe man an Kleinigkeiten gearbeitet, sagte Sportvorstand Matthias Sammer. Dass Guardiolas feststehender Abgang die Münchner hemmen wird, daran glaubt niemand. "Durch sind sie noch nicht, aber weit vorne. Im Moment wäre eine Aufholjagd nur dem BVB zuzutrauen, aber dafür bräuchten sie eine Schwächephase der Bayern und die ist sehr unwahrscheinlich." Auch weil Holger Badstuber (aktuell) topfit ist.

Bayern mit Mühe gegen den HSV: Bilder und Noten - Eine Eins, eine Vier

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