Abwehrchef zur Reha in den USA

Boateng spricht schon wieder von Lauftraining

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Will endlich wieder angreifen: Jerome Boateng macht auf dem Weg zu seinem Comeback große Fortschritte.

München - Jerome Boateng arbeitet hart an seinem Comeback. Bayerns Abwehrchef geht die nächsten Schritte der Reha positiv an und verrät schon die weiteren Pläne.

Ohne die deutschen Nationalspieler erobert der FC Bayern aktuell die USA. Naja, so ganz stimmt das nicht - denn auch Jerome Boateng weilt derzeit in New York, wo sich die Roten auf ihr Duell mit Real Madrid (Do., 1:30 Uhr bei uns im Liveticker) vorbereiten. Im Gegensatz zu seinen anderen DFB-Kollegen legt der Abwehrchef nicht etwa die Füße hoch. Nein, er arbeitet bereits an seinem Comeback nach der im EM-Halbfinale erlittenen Oberschenkel-Blessur.

Zehn Tage lang schuftete Boateng mit DFB-Physio Klaus Eder in Los Angeles. Anschließend ging es in den Big Apple. Schon bald will der 27-Jährige dann wieder auf dem Platz stehen. "Ich fühle mich gut. Wir haben eine MRT von meinem rechten Oberschenkel gemacht, das sehr gut aussah", verrät der Pechvogel im Interview mit der Bild: "Ich kann beim Tasten auch das kleine Loch nicht mehr spüren, das da war. Der Muskelbündelriss scheint ausgeheilt zu sein."

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Weitere MRT geplant - dann ab ins Lauftraining

Zur Sicherheit soll eine weitere MRT folgen, "und dann fange ich mit leichtem Laufen an". Allerdings will Boateng nichts überstürzen: "In erster Linie ist wichtig, dass ich total fit bin, sodass nichts mehr passieren kann. Also lieber etwas länger pausieren." Aus den vergangenen Monaten habe er gelernt. "Es ist schon so, dass die Alarmglocken angingen, nach meiner zweiten Muskelverletzung in diesem Jahr - vorher hatte ich nie welche", erinnert der gebürtige Berliner an den Muskelbündelriss, der ihn im Frühjahr drei Monate außer Gefecht setzte.

Mit Bayerns neuem Trainer Carlo Ancelotti habe er schon "zwei-, dreimal" gesprochen: "Er hat gesagt, dass ich mich gründlich erholen soll." Da tickt der Italiener also komplett anders als sein Vorgänger Pep Guardiola, der verletzte Spieler im Idealfall gestern wieder einsetzen wollte und entsprechend häufiger mit der medizinischen Abteilung der Roten aneinandergeriet.

In der neuen Saison hat Boateng vor allem in der Champions League ein großes Ziel. "Ich hoffe, es reicht mal wieder für ein Finale", verweist er auf die drei Halbfinal-Pleiten in den vergangenen Jahren. Dass es bei der EM nicht zum ganz großen Wurf gereicht hat, war für ihn bereits schwer zu ertragen: "Ich war so traurig und enttäuscht! Ich habe auch das Finale gar nicht mehr angeschaut." Aber da kann er sich jabei Renato Sanches erkundigen, wie das genau ablief.

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