FCB-Star spricht über Kapitänsamt und Zukunft

Boateng: "Vielleicht mache ich spontan schon 2018 Schluss"

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Jerome Boateng.

München - Für Jerome Boateng wäre neben dem Amt als Nationalmannschaftskapitän auch die Bayern-Binde ein Traum. Konkrete Vorstellungen hat er bezüglich seines Karriereendes.

Endlich kann er wieder spielen. Nicht nur für die Nationalmannschaft ist Jerome Boatengs Rückkehr eine gute Nachricht, auch der FC Bayern darf sich künftig auf sein neues Star-Duo in der Innenverteidigung freuen. Im Interview mit der Sport Bild verrät der 28-Jährige, dass das Kapitänsamt beim FC Bayern ihn reizen würde, wenn Philipp Lahm 2018 zurücktritt.

"Ich habe Manu sofort persönlich gratuliert, als er die DFB-Binde bekam", blickt Boateng zunächst auf die Entscheidung in der DFB-Elf zurück. "Für mich ist das Amt kein Muss, ich halte es da wie zuvor bei der Nationalmannschaft: Wenn es dazu kommen sollte, würde ich mich sehr freuen. Kapitän vom FC Bayern zu werden, wäre für mich genauso ein großer Traum und eine Ehre. Gerade mit der Vorgeschichte, welche Spieler dort schon die Binde getragen haben. Wie beim DFB gibt es aber mit Manuel Neuer und Thomas Müller auch andere Anwärter, die es verdient hätten."

"Weltfußballer? Das ist als Abwehrspieler verdammt schwer"

Boateng hat mittlerweile (fast) jeden Titel gewonnen, den es als Profi im Vereinsfußball zu holen gibt. Welche Ziele hat er noch? Individuelle, wie den Titel des Weltfußballers? "Mit Fabio Cannavaro hat das zuletzt ein Verteidiger vor zehn Jahren nach dem WM-Titel mit Italien 2006 geschafft. Das ist als Abwehrspieler verdammt schwer", weiß er. "Du musst dafür schon ein großes Turnier wie eine WM in dem Jahr haben, sie gewinnen, einer der besten Spieler deines Teams sein und dazu am besten noch ein par Tore schießen. Wenn ich das so durchdenke, hört sich das eigentlich ganz einfach an (lacht)."

Jerome Boateng ist im besten Fußballer-Alter, doch auch er denkt schon einen Schritt weiter. "Vielleicht mache ich spontan schon 2018 in Russland Schluss, aber nur im Falle einer WM-Titelverteidigung", sagt er. Dann wäre er 31 - aber das erscheint eher unwahrscheinlich.

Viel konkreter ist der Verteidiger bei der Möglichkeit eines Wechsels in die USA: "Auf jeden Fall ist das für mein Karriere-Ende eine Option. Wenn nicht, kann ich mir vorstellen, nach dem Fußball meinen zweiten Wohnsitz in den Staaten einzurichten, zumindest für die Wintermonate."

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