Interesse aus Spanien und England?

Begehrter Boateng: Berater schürt Gerüchte

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Beim FC Bayern zum Weltstar gereift: Jerome Boateng zählt mittlerweile zu den ganz Großen.

München – Jerome Boateng kann sich derzeit vor Lobeshymnen kaum retten. Doch die formidable Form des Abwehr-Chefs könnte den FC Bayern in Nöte bringen. Boatengs Berater scheint den Poker zu eröffnen.

Trotz der überraschenden Niederlage beim FC Arsenal am Dienstag gibt’s bei den Roten in dieser Saison bislang fast nur Gewinner. Zu souverän marschiert der FC Bayern durch die Liga, zu dominant treten die Stars in jedem Pflichtspiel auf. Ein Duo sticht aus der Riege der Weltstars sogar noch heraus: Neben Tormaschine Robert Lewandowski erntet besonders Abwehr-Chef Jerome Boateng jede Menge Lob.

Selbst Chef-Mahner Matthias Sammer adelte den 27-Jährigen jüngst im „Audi Star Talk“. Boateng sei „der beste Innenverteidiger der Welt. Seine Entwicklung in den vergangenen Jahren ist einfach atemberaubend“. Auch Boatengs potenzieller Konkurrent in der Zentrale findet den gebürtigen Berliner richtig klasse. „Für mich ist Boateng der Beste auf der Welt, was den ersten Pass betrifft. Das ist unglaublich“, staunt Javi Martinez. Thomas Müller taufte ihn nach seinen Zuckerpässen beim 5:1 über Dortmund sogar auf den Namen "Kaiser" – was für eine Ehre.

Boateng-Berater Christian Nerlinger.

Die rasante Entwicklung der einst als Unsicherheitsfaktor gebrandmarkten Abwehrkante hat sich allerdings auch in Madrid, London oder Manchester herumgesprochen. „Er hat bei den spanischen und englischen Top-Klubs Begehrlichkeiten geweckt“, verrät Boateng-Berater Christian Nerlinger im kicker. Dass die mit prall gefüllten Geldspeichern gesegnete Konkurrenz vor dem bis 2018 laufenden Vertrag nicht zurückschrecken würde, muss der frühere FCB-Sportdirektor gar nicht erst erwähnen.

Boateng spricht über die Premier League

Könnten die Roten ihr größtes Abwehr-Ass also bald verlieren? Boateng hatte vor einigen Wochen bereits laut über einen Wechsel nachgedacht: „Ich kann es mir schon noch mal vorstellen, aber es muss nicht sein. Ich muss nicht in die Premier League wechseln, um zu beweisen, was ich kann.“ Allerdings fügte er vielsagend hinzu: „Man weiß nie, was im Fußball alles passiert.“

Natürlich ist ihm bewusst: Beim FC Bayern zählt er zu den Säulen eines bestens funktionierenden Ensembles. Diese Position müsste er sich in einem neuen Umfeld erst wieder hart erarbeiten. Und einen großen Traum würde sich Boateng an der Säbener Straße gern noch erfüllen, wie er zuletzt immer wieder betonte: den Rekordmeister als Kapitän auf das Feld zu führen.

Philipp Lahm hat sein Karriereende angekündigt. Dann könnte Boateng seinen Hut in den Ring werfen – auch wenn mit Manuel Neuer und Müller zwei weitere Granden ihre Ansprüche anmelden dürften. Vor diesem Hintergrund könnte Nerlingers Aussage auch so interpretiert werden: Warum nicht demnächst vorzeitig verlängern mit dem weltbesten Innenverteidiger? Denn der Ex-Profi sagt auch: „Wenn Bayern einen Spieler halten möchte, dann haben sie auch die Möglichkeiten, das zu schaffen.“ Auch dieses Zitat lässt viel Raum für Spekulationen.

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