Spiel-Rekord geknackt, jetzt fehlen noch drei Tore

Jetzt macht Franck Ribéry Jagd auf Uli Hoeneß

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Applaus, Applaus! Thomas Müller (l.) und Franck Ribéry.

München - Franck Ribéry hat derzeit einen richtigen Lauf beim FC Bayern. Eine Bestmarke von Uli Hoeneß hat er schon eingeholt, die nächste ist in Reichweite.

Vor seinem Treffer gegen Hertha BSC reichte Franck Ribéry ein Haken aus, um Gegenspieler Langkampf aussteigen zu lassen. Zwei Haken benötigte der dribbelstarke Franzose da schon, um Pekarik ins Leere laufen zu lassen, ehe er den Ball zum 1:0 ins Netz beförderte. Für die Torbeschreibung reicht ein Wort: magnifique!

Kurz nach dieser starken Einzelleistung stimmte die Südkurve nach langer Zeit wieder den Ribéry-Chanson im Chor an. „Das war ein super Tor, ich freue mich. Das ist immer schön, das erste Tor war aber wichtig für die ganze Mannschaft“, meinte der Torschütze nach der Partie.

Für den 33-Jährigen war das Spiel gegen den Hauptstadt-Klub etwas Besonderes: Immerhin hat er mit seinem 328. Pflichtspiel nun genauso viele Partien für die Bayern absolviert wie sein Ziehvater Uli Hoeneß. „Darüber freue ich mich natürlich. Aber das ist keine Konkurrenz, weil Uli Hoeneß so ein großer Spieler war und eine große Persönlichkeit ist. Ich freue mich, dass ich mit so einer Person verglichen werde“, sagte Ribéry.

Lange wird es wohl nicht mehr dauern, bis der Franzose die nächste Bestmarke von Hoeneß im FCB-Trikot einstellen wird: 107 Pflichtspieltreffer hat Ribéry bis jetzt erzielt, Hoeneß traf 110-mal. Angesichts der Tatsache, dass sich der Monsieur aktuell mit zwei Treffern und sieben Torvorlagen in Topform befindet, dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis Ribéry auch in dieser Statistik am baldigen FCB-Präsidenten vorbeiziehen wird.

Wenn es nach FCB-Spaßvogel Thomas Müller geht, wird der Hoeneß-Torrekord noch eine Zeit lang bestehen bleiben. „Was ist schon sicher? Geben wir dem Franck noch mal zwei, drei gute Jahre, dann sollte es auf jeden Fall möglich sein“, scherzte Müller. Gestand dann aber doch ein, dass es angesichts der starken Auftritte von Ribéry mit dem Hoeneß’schen Rekordknacken sehr gut aussehe.

Bayern schlägt auch Hertha - drei Mal Note 1

Und der Monsieur selbst? Auch der konnte sich einen kleinen Scherz im Torjäger-Duell mit Hoeneß nicht verkneifen. „Für Uli ist es jetzt vorbei“, sagte er und lachte schelmisch. Ihm sei es aber egal, ob er noch drei, vier oder 15 Tore schieße. Das Wichtigste sei, dass er weiterhin auf dem Platz zufrieden sei. Wer den Edeltechniker in den vergangenen 328 FCB-Pflichtspielen beobachtet hat, der weiß nämlich: Ribéry spielt am besten, wenn er sich wohlfühlt.

Den Wohlfühl-Faktor des Franzosen würde eine vorzeitige Vertragsverlängerung sicherlich vergrößern. Sein Vertrag hat nur noch eine Laufzeit bis Sommer 2017. Manuel Neuer meinte zu diesem Thema: „Es spricht vieles dafür, dass wir mit Franck weitermachen wollen.“

bok, lop

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