Holt Löw ihn bald ins Team? 

Kimmich startet durch: "Fast alles klappt"

FC Bayern München, Joshua Kimmich
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Beim FC Bayern überzeugt der 20-Jährige, auch Joachim Löw hat Kimmich auf dem Zettel. 

Essen - Joshua Kimmich gehört in der deutschen U21 auch mit Blick auf Olympia zu den Eckpfeilern. Bayern-Trainer Pep Guardiola traut dem 20-Jährigen noch mehr zu.

Pep Guardiola lobt ihn als „Wahnsinnstransfer“, Joachim Löw hat ihn auf dem Schirm, und bei Horst Hrubesch hat Joshua Kimmich sein Olympia-Ticket quasi sicher: Nach nur wenigen Wochen bei Bayern München kann der bescheidene 20-Jährige seinen kometenhaften Aufstieg manchmal selbst kaum glauben. „Im Augenblick klappt fast alles“, sagt Kimmich und meint Bayerns Erfolgsserie, aber auch seine eigene.

Für stolze 8,5 Millionen Euro war Kimmich vor der Saison vom VfB Stuttgart zu den Bayern gekommen, dort hält ihn Trainer Guardiola schon nach wenigen Auftritten für einen kommenden Nationalspieler. Noch allerdings heißt die Gegenwart U21. Statt vor 50.000 Zuschauern in Dublin spielt der Sechser am Freitag (18.00 Uhr/Eurosport) mit den DFB-Junioren in Essen gegen Finnland.

Immerhin: Bei Hrubesch gehört Kimmich zu den Eckpfeilern. Im aktuellen Aufgebot ist er einer von nur vier Spielern, die schon im Sommer bei der EM dabei waren. Beim Halbfinal-Aus in Tschechien zählte der U19-Europameister zu den wenigen Gewinnern in der DFB-Mannschaft, überzeugte mit grandioser Spielübersicht und starkem Zweikampfverhalten. „Bayern hat ihn nicht ohne Grund geholt“, sagte Hrubesch, der Kimmich auch mit Blick auf die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro benötigt.

Eine Rio-Reise verhindern könnte wohl nur noch eine Berufung zum A-Team. Löw hat Kimmich durchaus auf dem Radar, will aber nichts überstürzen. „Joshua Kimmich hat als ganz junger Spieler einige Spiele gemacht, das ist sehr erfreulich. Aber man muss gerade bei den jungen Spielern ein bisschen Vorsicht walten lassen“, sagte der Bundestrainer dem SID: „Sie sollen sich in Ruhe entwickeln können, da haben wir auch eine Verantwortung. Es braucht auch Konstanz in den Einsätzen und Leistungen.“

Zumal Löw auf Kimmichs Position auch Julian Weigl schätzt. Der Dortmunder gehört ebenfalls zum Stamm der deutschen U21, spielt dort aber meist etwas offensiver. Für Hrubesch eine optimale Lösung, ohnehin sind die DFB-Junioren im Mittelfeld glänzend besetzt. Kimmich ist dennoch unumstritten, beim 3:0 in Aserbaidschan zum Auftakt der EM-Qualifikation gehörte er zu den Torschützen. „Nach diesem guten Auftakt wollen wir jetzt mit zwei Siegen nachlegen“, sagt er vor dem „nordischen Doppelpack“ gegen Finnland und die Färöer.

Zumindest für Pep Guardiola ist das aber nur eine Zwischenstation. Kimmich habe „absolut alles, was ein Fußballer braucht“, sagte der Spanier unlängst. Der zuletzt vom VfB an Zweitligist RB Leipzig ausgeliehene Mittelfeldspieler sei „sehr intelligent, sehr aggressiv gegen den Ball, gut im Umschalten, kopfballstark“. Außerdem habe er „gute Augen“ - für Nebenleute und den freien Raum. Kurz: Für Guardiola wird Joshua Kimmich „früher oder später Nationalspieler.“ Ganz sicher.

SID

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