Er will zurück in die Nationalmannschaft

Bernat will zurück zu alter Klasse: "Motivation ist riesig"

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Juan Bernat (l.) im Testspiel gegen den AC Mailand mit Andrea Poli.

Chicago - Es ist ein wenig still geworden um Juan Bernat. Jetzt aber will er an seine starke erste Saison beim FC Bayern anknüpfen. Der Spanier ist heiß.

Als der Spanier vor gut zwei Jahren vom FC Valencia an die Säbener Straße wechselte, startete er durch wie kein Zweiter. Mit seinen rasanten Tempoläufen und seiner fehlerfreien Spielweise kickte sich der 23-Jährige schnell in die Herzen der Fans und in Pep Guardiolas erste Elf.

Doch dann kam die Zäsur. Ein Muskelbündelriss schob Bernat gute zwei Monate lang aufs Abstellgleis und hemmte ihn den Rest der gesamten Saison.

„Ich habe nicht mehr mein Niveau erreicht“, gibt er selbst im Gespräch mit der tz zu, schiebt aber gleich hinterher: „Jetzt beginnt eine neue Saison unter einem neuen Trainer, in die ich viele Erwartungen setze. Ich habe große Lust, wieder meinen besten Fußball zu zeigen, und ich weiß, dass ich noch viel mehr geben kann.“ Bernat brennt.

Gerade auf der linken Außenbahn ist die Konkurrenz beim Rekordmeister mit David Alaba riesig, doch der spanische Nationalspieler glaubt an sich. „Ich habe noch nicht alles gezeigt, was in mir steckt. Ich kann viel mehr“, sagt er mit einem Grinsen auf den Lippen und erklärt: „Je länger man spielt, umso mehr glaubt man sich selber und umso mehr Selbstvertrauen entwickelt man. Genauso will ich die neue Saison starten. Ich will mich verbessern und alles herausholen, was in mir steckt. Die Motivation ist riesig!“

Juan Bernat im Gespräch mit tz-Reporter Menzel-Lopez.

Das sollte sie auch sein, denn sein Förderer Pep Guardiola, der ihn im Sommer 2014 nach München lotste, ist nun nicht mehr da. Ancelotti heißt der Neue an der Seitenlinie des Rekordmeisters, ein Trainer, den Bernat nun aufs Neue von sich und seinen Qualitäten überzeugen muss. „Pep hat mir eine ganze Menge Selbstvertrauen vermittelt. Ich verdanke ihm alles und wünsche ihm nur das Beste für seine neue Etappe“, so Bernat zur tz. „Bei Ancelotti kommt mir sehr zugute, dass er auf offensive Außen setzt. Bis jetzt sind noch keine drei Wochen vergangen, ich hoffe aber, dass er auf mich vertraut.“

Denn nur so kann Bernat ein weiteres Ziel erreichen, das er sich für diese Saison gesteckt hat: Den Sprung zurück in die spanische Nationalmannschaft. Für die EM in Frankreich war Bernat nicht nominiert, doch er versteht das. „Da ich vergangenes Jahr auch nicht unbedingt meinen besten Fußball gezeigt habe, habe ich es auch einfach nicht verdient“, so der Linksfuß. „Jetzt ist ein neuer Trainer (Julen Lopetegui, d.Red.), den ich noch aus den U-Mannschaften sehr gut kenne. Und klar: Hoffentlich werde ich bald wieder nominiert.“

Wie das am ehesten funktioniert, weiß Bernat nur zu gut: „Indem ich hier beim FC Bayern gute Arbeit leiste. Die Selección ist für jeden etwas Besonderes, denn es bestätigt einen in seiner Arbeit im Klub und lässt dich wissen, dass du zu den Besten deines Landes gehörst. Es ist eine Ehre.“

Gleiches gilt für den FCB…

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