Erlebniswelt

Jubiläum in der Allianz Arena mit Kaiser und Gerhard Schröder

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Alt-Bundeskanzler Schröder.

München - Auch am Freitag eröffnete der FC Bayern – als Meister zum vierten Mal in Folge – mal wieder in der heimischen Allianz Arena die neue Saison. Es gab noch ein Jubiläum zu feiern.

Neben den Vereinsoberen waren auch die Spitze von DFL und DFB in München zugegen. Ligapräsident Reinhard Rauball und sein Vize Peter Peters waren ebenso in der Arena zu Gast wie DFB-Präsident Reinhard Grindel – eine Gelegenheit, die der Rekordmeister nutzte. Um noch einmal an die WM 2006 zu erinnern, die damals am 9. Juni mit dem Sieg der deutschen Mannschaft im Eröffnungsspiel in der Arena in Fröttmaning gegen Costa Rica (4:2) begann. Und an den Mann, der das Turnier nach Deutschland holte – Franz Beckenbauer.

Unter dem Motto „Emotion. Leidenschaft. Allianz Arena. 10 Jahre nach der WM“ stand die Veranstaltung, zu der der FCB in seine Erlebniswelt geladen hatte. „Vor zehn Jahren hat die WM in Deutschland stattgefunden und war der Grund dafür, dass die Allianz Arena gebaut wurde“, erinnerte sich Karl-Heinz Rummenigge. Und richtete seinen Dank dafür an den Kaiser. „Dass da Stadion hier rot leuchtet und wir hier stehen, haben wir vor allem Franz Beckenbauer zu verdanken“, betonte der Vorstandsvorsitzende der Roten. „Ohne seine Leidenschaft, ohne sein Netzwerk und seinen Fleiß wäre das nicht möglich gewesen.“

Beckenbauer selbst, der seit den Korruptionsvorwürfen im Zuge der damaligen WM-Vergabe nur noch selten in der Öffentlichkeit auftritt, kam auf die Bühne und plauderte vor allem über die Pläne zum Bau der Arena. „Er wollte man ja das Olympiastadion umbauen, aber diese Idee wurde dann zum Glück überworfen“, schmunzelte der 70-Jährige. Auch Alt-Kanzler Gerhard Schröder war der Einladung des FCB gefolgt. „Wer schlägt die aus, wenn der Kaiser geehrt werden soll?“ meinte Schröder. Er hob die Verdienste Beckenbauers „als hervorragender Fußballer, Organisator der WM und – das sage ich mit Stolz – Mensch, der sich für sein Land verdient gemacht hat“ hervor. Trotz aller besonderen Erinnerungen merkte der Ex-Kanzler aber auch an, „dass die Vorgänge bei der WM-Vergabe einen Schatten auf das Erlebnis werfen“ und „das Anliegen an Aufklärung und Transparenz“ berechtigt sei. Und wichtig.

sw

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