US-Amerikaner gibt Vollgas

Green forsch: "Ich möchte nicht mehr zu den Amateuren"

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Strecken für den Millionen-Kader des FC Bayern: Julian Green will unbedingt unter Carlo Ancelotti spielen.

Chicago - Julian Green unternimmt einen neuen Anlauf, um sich bei den Profis des FC Bayern zu behaupten. Über eine andere Option will der US-Amerikaner gar nicht nachdenken.

Das Maskottchen des Rekordmeisters heißt Berni und ist ein Bär, hier in den Staaten hätten sie diese Rolle aber auch getrost Julian Green überlassen können. Der Bubi-Ami des Rekordmeisters ist während der Marketingreise der Roten stets gefragter Autogrammschreiber, Selfieschießer wie auch Interviewgeber und genießt die Berühmtheit in seinem Heimatland sichtlich. Nur: Green will nicht nur das FCB-Maskottchen geben, wenn die Münchner alle zwei Jahre mal den großen Teich überqueren. Nein, Green will spielen. Und zwar bei Bayern. Von Beginn an. Jetzt. Und dafür gibt er alles.

Green in den USA.

"Diese Saison ist wieder mein Ziel, bei Bayern in der ersten Mannschaft zu spielen", sagt er selbstbewusst im Gespräch mit der tz. "Ich weiß, dass das nicht leicht ist, aber alles ist möglich. Das ist meine Einstellung. Ich mache hier jeden Tag meine Arbeit so gut ich kann und möchte mich Carlo Ancelotti empfehlen. Der Rest kommt von allein." Eines steht für den 21-jährigen Stürmer aus Tampa, Florida aber fest: In die zweite Mannschaft geht es nicht mehr. Green: "Abgemacht haben wir bisher noch nichts, in der zweiten Mannschaft möchte ich aber nicht mehr spielen."

Doch wenn er den Worten seines Trainers Carlo Ancelotti lauscht, braucht sich der US-Torjäger nicht allzu viele Gedanken zu machen. "Er spielt soweit eine gute Vorbereitung", meinte der Mister am Dienstag. "In den Spielen hat er sich bislang von einer guten Seite gezeigt, außerdem arbeitet er hart an sich. Mal sehen, was mit ihm passiert. Er ist bei uns in der Mannschaft, muss aber weitermachen und sich weiterhin verbessern. Denn dann wird er während der Saison auch wichtig sein für uns."

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Green: "Mein Herz schlägt für den FC Bayern"

Musik in den Ohren des Youngsters, der nach seinem mehr oder minder gescheiterten Zwischenstopp beim HSV wieder an der Säbener Straße ist und nun "alles daran setzen will, um Bestleistungen zu erzielen". Und zwar bei dem Verein, den er liebt. "Mein Herz schlägt für den FC Bayern", so Green. Und auch für sein Land, für das er ebenfalls schnellstmöglich wieder auflaufen will. "Ich werde dranbleiben, mein Kontakt zu Jürgen Klinsmann ist sehr gut", sagte der US-Nationalspieler zur tz. "Bei der Copa América war ich nicht dabei, da war ich schon etwas enttäuscht, aber beim Länderspiel vor dem Turnier durfte ich mitmachen und habe auch noch für unsere U23 die Olympia-Qualifikation mitgespielt. Schade, dass wir knapp gescheitert sind, die Spiele in Rio wären ein Traum gewesen."

Gefeiert wird er in den Staaten aber trotzdem, was Green selbst eine Menge bedeutet. "Ich bin hier geboren, mein Vater lebt hier und wird auf der Reise auch noch vorbeischauen. Ich werde schon auch immer angesprochen, wenn ich hier im Urlaub bin, weil ich bei der WM 2014 ein Tor geschossen habe. Die Leute vergessen das nicht, das ist schon etwas Besonderes. Und es ist toll, wenn sie auf einen zugehen und sagen: Hey, das war cool!" Noch cooler wäre es jedoch, wenn er nicht nur bei Testspielen, sondern eben auch mal in der Bundesliga im Dress der Roten auflaufen und die ein oder andere Kiste machen würde. Mit einem Robert Lewandowski vor der Nase ist es aber auch nicht gerade einfach, sondern eher: Mission impossible.

José Carlos Menzel López

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