„Die letzten Spiele waren schon hart!“

Kämpfer Vidal: Das sagt er zu den Atletico-Gerüchten

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Gezeichnet von Caibuys Ellenbogen: Arturo Vidal in der Mixed Zone in Augsburg.

München - Arturo Vidal macht seinem Spitznamen aktuell alle Ehre. Er steckt ein und ackert für den FC Bayern. Er bezieht Stellung zu den Gerüchten Atletico Madrid.

Eine Woche, nachdem Bayerns „Krieger“ aus dem Leverkusener Stadion gehumpelt war, schlurfte er am Sonntag nach dem 3:1-Sieg in Augsburg mit einem Pflaster auf der Stirn aus der Kabine. Bei einem Luftduell in der zweiten Halbzeit hatte der Chilene Caiubys Ellbogen abbekommen, weshalb er wie schon in Leverkusen benommen ausgewechselt werden musste. Grund zur Sorge besteht allerdings nicht. „Es war Kontakt da, daher bin ich raus. Aber es ist nichts Schlimmes, alles gut“, so Vidal zur tz. Warum er es aktuell geballt abkommt, weiß er wiederum auch nicht. „Das hat es wohl mit dem Krieger so auf sich“, grinste der Copa-Sieger. „Es stimmt schon, die letzten Spiele waren hart! Hoffentlich passiert es jetzt aber nicht noch mal und ich kann alle Spiele auch bis zum Ende durchspielen.“

Sein Knie, das Kießling bereits vergangene Woche bei einem Zusammenprall malträtiert hatte, wird ihm dabei ebenfalls kein Hindernis sein. „Dem geht es schon besser“, sagt Vidal. „Bis zum nächsten Spiel habe ich jetzt eine komplette Woche Zeit, um mich optimal darauf vorzubereiten.“ Und zwar ohne Störgeräusche über angebliche Alkohol-Eskapaden während des Trainingslagers in Katar, die der FC Bayern unter der Woche mittels rechtlicher Schritte im Keim erstickt hatte. Dass der Verein sich derart hinter ihn gestellt habe, darüber sei Vidal „schon froh, aber alle wussten, was die Wahrheit war“, so der Bayern-Star. „Ich war beruhigt, aber sie haben einfach eine so große Institution wie diesen Klub und dazu auch noch mich beschmutzt. Wichtig ist, dass das nun geklärt ist und wir ab sofort wieder an den Fußball denken können.“

Und wo Vidal schon da war, räumte er auch noch mit einem Gerücht aus der vergangenen Woche auf. Die chilenische Zeitung El Mercurio hatte über eine mögliche Flucht Vidals zu Atlético Madrid spekuliert, wozu „König Arturo“ festhielt: „Das stimmt nicht. Ich weiß nicht, wie sie so viele Dinge erfinden können. Ich bin glücklich hier, habe erst vor Kurzem unterschrieben und habe noch vier bis fünf Jahre vor mir, um glücklich zu sein. Ich habe noch nie eine Mannschaft so schnell verlassen, hier wird das auch nicht so sein. Ich bin bei der besten Mannschaft der Welt und gebe alles, um alle drei Ziele zu erreichen, die wir uns dieses Jahr gesetzt haben.“

Um die zu erreichen, geht es nächste Woche gegen Vidals Ex-Klub Juventus Turin. Gestichelt wird allerdings jetzt schon: Unter der Überschrift „Vidal zeigt Juve die kalte Schulter“ wird der Chilene in der Gazzetta dello Sport scharf kritisiert. Der Grund: Der 28-Jährige habe sich „erdreistet“, in einem Interview mit uefa.com keinen seiner ehemaligen Juve-Kollegen in seine Top-Fünf-Liste aufzunehmen, sondern stattdessen Messi, Ronaldo, Neuer, Lewandowski und Alaba. Ist auch eine Möglichkeit, um eine Partie anzuheizen.

J. Carlos Menzel López

José Carlos Menzel López

José Carlos Menzel López

E-Mail:carlos.menzel-lopez@tz.de

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