Schützenkönig gesucht

Kampf um Kanone - Wer wird bester Torjäger?

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Mario Mandzukic.

Düsseldorf - Drei Spieltage vor Saisonschluss haben mindestens sieben Profis noch die Chance auf den Gewinn der Torjäger-Kanone in der Fußball-Bundesliga. Auch hier liegen der FC Bayern und Borussia Dortmund vorn.

Die 30-Tore-Marke hat ohnehin schon lange keiner mehr geknackt. Doch in dieser Spielzeit fällt die Ausbeute der besten Stürmer in der Fußball-Bundesliga bislang bescheiden aus. Mit jeweils 18 Treffern führen Dortmunds Robert Lewandowski und Bayerns Mario Mandzukic drei Runden vor Saisonschluss die Torschützenliste an. Die Quote der vergangenen drei Jahre (25, 29, 28) liegt in weiter Ferne. Nur zehnmal in bislang 50 Jahren blieben die besten Torjäger unter der 20-Tore-Marke, zuletzt 2002.

Dafür kann in Titelverteidiger Stefan Kießling mit derzeit 15 Treffern (inklusive Phantomtor) erstmals seit 16 Jahren wieder ein Spieler die Kanone zweimal nacheinander gewinnen. Das schaffte zuletzt Kießlings Vorgänger im Bayer-Sturm, Ulf Kirsten. Für Kießling indes zählt der Einzug in die Champions League wohl mehr als der Titel des Torschützenkönigs. „Ich habe mir von Anfang an gesagt, dass ich mich davon nicht unter Druck setzen lasse. Ich bin jetzt auch in einem Alter, in dem ich mir so einen Druck nicht mehr machen muss“, sagte der Leverkusener Stürmer der „Rheinischen Post“.

BVB-Stürmer Lewandowski, der im Vorjahr nur knapp hinter Kießling auf Rang zwei landete, würde sich vor seinem Wechsel nach München gerne mit dem Titel des besten Torschützen aus Dortmund verabschieden. So gerne, dass er am vergangenen Samstag im Spiel gegen den FSV Mainz auch am liebsten den Strafstoß ausgeführt hätte. Doch dafür war Marco Reus vorgesehen. „Ich glaube schon, dass Lewy gerne geschossen hätte. Aber es ist vorher klar, wer schießt“, sagte Reus, der mit 15 Treffern ebenso wie Mönchengladbachs Raffael auch noch gut im Rennen um die Torjäger-Kanone liegt.

Der relativ beste Torschütze in dieser Saison ist ohnehin Mandzukic. Der Bayern-Stürmer stand in nur 20 von 31 Saisonspielen in der Startelf, Lewandowski immerhin 28 Mal. Die beiden Verfolger Adrian Ramos (16 Treffer/29 Startelfeinsätze) und Nürnbergs Josip Drmic (16/27) folgen mit Abstand. Hertha-Angreifer Ramos musste zudem zuletzt verletzungsbedingt pausieren, steht am Wochenende aber wohl wieder zur Verfügung.

Mandzukic hatte schon im Vorjahr die Gelegenheit, in der Torschützenliste weit vorne zu landen, doch unter Trainer Jupp Heynckes wurde ebenfalls sehr häufig rotiert. Mandzukic akzeptierte das. „Nur mit solchen Spielern kannst du Großes gewinnen“, sagte der damalige Bayern-Coach. Im Saisonendspurt ist der Kroate Mandzukic natürlich besonders motiviert, da sein stärkster Konkurrent in der nächsten Saison beim FC Bayern spielt. Vielleicht schnappt sich ja Mandzukic, der bislang keinen Elfmetertreffer erzielte, beim nächsten Strafstoß für die Bayern den Ball.

dpa

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