Günstiger als gedacht?

Reus-Klausel: Rummenigge verrät geheime Zahlen

+
Hat angeblich eine Ausstiegsklausel für nur 25 Millionen Euro: Marco Reus.

München - Karl-Heinz Rummenigge hat die Gerüchte um eine Verpflichtung von Borussia Dortmunds Superstar Marco Reus zur Saison 2015/16 geschürt.

Der Vorstandsvorsitzende des deutschen Fußball-Meisters Bayern München sagte der "Sport Bild": „Es ist bekannt, dass der Spieler bei Borussia Dortmund ist und eine Ausstiegsklausel hat, die, so Gerüchte, bei 25 Millionen Euro liegen soll.“

Bislang war im Fall von Reus, der in Dortmund einen Vertrag bis 2017 besitzt, steht von einer festgeschriebenen Ablösesumme 35 Millionen Euro die Rede. Die Münchner haben vom Ligarivalen Borussia Dortmund zuletzt Mario Götze (per Ausstiegsklausel) und Robert Lewandowski (ablösefrei) verpflichtet.

BVB-Manager Michael Zorc hält sich im Hinblick auf die Reus-Ablöse bedeckt: "Wir haben uns noch nie zu Vertragsdetails geäußert, dabei bleiben wir", betont er gegenüber der "Sport Bild". Auch will er nicht kommentieren, dass Rummenigge sich zu einem Dortmunder Spieler äußert. Zorc: "Ich äußere mich nur zu unserem Kader."

Rummenigge hatte im aktuellen Sport-Fachblatt in der Causa Reus auch freundliche Töne an die Adresse des BVB gerichtet. "Ich habe zu Hans-Joachim Watzke ein ganz respektvolles Verhältnis. Ich kann doch heute keine Voraussagen für nächstes Jahr treffen. Ich weiß nicht, welche Spieler wir für die übernächste Saison brauchen." Lachend fügt der Bayern-Boss hinzu: "Vielleicht drei Abwehrspieler." Für ihn steht grundsätzlich außer Frage, dass Reus ein sehr guter Spieler sei. "Aber ich möchte deswegen das Verhältnis mit Borussia Dortmund nicht strapazieren. Borussia Dortmund hat zuletzt beim Video von Bastian Schweinsteiger sehr verständnisvoll und sympathisch reagiert. Da hätte man auch andere Worte finden können."

Rummenigge spielt auf das vor kurzem veröffentlichte Privat-Video an, das Schweinsteiger vor kurzem beim Singen des Schmähliedes "BVB-Hurensöhne" zeigt.   

Trotz dieser versöhnlichen Worte aus München nach Dortmund ist die Eiszeit zwischen Bayern und BVB nach Informationen der "Sport Bild" noch nicht beendet. "Rummenigge hält an der von ihm selbst vor dem Pokalfinale Mitte Mai ausgerufenen Eiszeit fest", vermeldet das Blatt. "Viel zu sehr stören ihn Aussagen der Dortmunder."

Reus kämpft ums Comeback

Am Mittwoch ist es zwei Monate her, dass sich der frühere Mönchengladbacher im letzten WM-Test gegen Armenien (6:1) einen Teilriss der vorderen Syndesmose und einen knöchernen Bandausriss an der Fersenbein-Vorderseite zugezogen hatte - und so für die WM ausfiel. Am Montagmittag stellte er ein Foto auf seine Facebook-Seite, auf dem er den Ball jongliert. „Großartig wieder auf dem Platz zu sein“, schrieb er dazu.

Die Hoffnung ist zurück. Bei Marco Reus und auch bei Borussia Dortmund. Der BVB hat fünf Weltmeister (wenn auch vier ohne Einsatzminute) im Kader, die nach und nach im Trainingslager in Bad Ragaz eintrudelten. Doch der große Hoffnungsträger der Westfalen ist einer, der in Brasilien nicht dabei war und nun umso motivierter ist: Marco Reus. Schon direkt nach dem WM-Aus hatte er versprochen: „Ich komme noch stärker zurück, als ich war.“

In der Reha verlaufe bisher alles nach Plan, er sei dem Zeitplan sogar einen Tick voraus, erklärte Deutschlands Fußballer des Jahres 2012. BVB-Sportdirektor Michael Zorc schürte in der Sport Bild sogar die Hoffnung auf ein Blitz-Comeback: „Wir haben auf jeden Fall noch Hoffnung, dass er am 1. Spieltag dabei ist.“ Dass Reus am 23. August gegen Bayer Leverkusen wirklich auf dem Platz steht, ist jedoch eher unrealistisch.

Doch nicht nur körperlich, auch mental ist der Schlag nicht leicht zu verarbeiten. „Wenn man einen Tag vor der geplanten Abreise nach Brasilien die Hiobsbotschaft erhält, dass man nicht mitfliegen kann, ist das sehr schmerzhaft. Wenn man dann noch sieht, wie die WM endet, tut es doppelt weh, dass ich nicht dabei sein konnte“, sagte er.

Deshalb wirkt es glaubwürdig, wenn Reus beteuert, dass er sich momentan keine Gedanken über seine Zukunft über 2015 hinaus macht, sondern erst einmal gesund werden will. Doch immer wieder gibt es Gerüchte, die kommende Saison könnte die letzte von Reus im BVB-Trikot sein. Die Versuche des Vereins, ihm die Ausstiegsklausel im bis 2017 laufenden Kontrakt abzukaufen, scheiterten bisher.

Und sogar Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge äußerte sich dazu öffentlich: „Ich glaube, dass es für Borussia Dortmund schwer wird, die Klausel für Reus rauszukaufen. Der Spieler hat eine hohe Nachfrage.“

Auch von den Bayern natürlich. Aber erst einmal will sich Reus den Frust von der Seele spielen.

SID

Wer hat Abi? Die Schulbildung der Bayern-Stars

Wer hat Abi? Die Schulbildung der Bayern-Stars

auch interessant

Meistgelesen

So sehen Sie Hamburger SV gegen FC Bayern heute live im TV und Live-Stream
So sehen Sie Hamburger SV gegen FC Bayern heute live im TV und Live-Stream
Helmer: "Ribéry und Robben sind wie Messi"
Helmer: "Ribéry und Robben sind wie Messi"
Ancelotti: So plant er gegen Hertha BSC mit Robben
Ancelotti: So plant er gegen Hertha BSC mit Robben
Uli Hoeneß eröffnet Dominik-Brunner-Haus: Video
Uli Hoeneß eröffnet Dominik-Brunner-Haus: Video

Kommentare