Sommer oder Winter?

WM 2022: Rummenigge warnt bei Termin zur Vorsicht

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Karl-Heinz Rummenigge ist skeptisch was eine Lösung der Terminvergabe der WM 2022 in Katar angeht.

Kitzbühel - Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge und DFL-Chef Christian Seifert haben in der Terminfrage für die Fußball-WM 2022 in Katar vor einer vorschnellen Entscheidung gewarnt.

Karl-Heinz Rummenigge ist ein Freund der klaren Worte. Hat der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern zu wichtigen Themen eine Meinung, tut er diese auch kund. So wie zuletzt im Fall Marco Reus und dem Transfer-Zoff um Nachwuchstalent Sinan Kurt. Im Camp Beckenbauer in Going bezog der 58-Jährige Stellung zur nach wie vor kritischen Terminfrage der WM 2022 in Katar. Aufgrund der im Sommer herrschenden Hitze im Wüstenstaat ist eine Verlegung in den Winter im Gespräch. Doch davor warnte der Bayern-Boss, der in seiner Position als Vorsitzender der European Club Association (ECA) auch das Wohl aller europäischen Klubs im Visier hat. „Ich hätte Verständnis für eine WM im Winter, aber jede Veränderung des Datums würde nachhaltig für einen Schaden für die Bundesliga und alle anderen europäischen Ligen sorgen“, gab Rummenigge zu bedenken. Der komplette Rhythmus der Fußballwelt würde auf den Kopf gestellt. „Wir haben einen Fußballkalender, den es gefühlt seit 100 Jahren gibt. Das alles würde wegen einer WM nachhaltig gestoppt“, warnte der Bayern-Boss und gab sich nachdenklich: „Ich bin ein Stück weit skeptisch, wie man eine Lösung finden will.“

Unterstützung erhielt er von DFL-Geschäftsführer Christian Seifert. „Dass die Ligen jetzt die Suppe auslöffeln sollen, kann weder im Sinne der Ligen noch im Sinne der Klubs sein“, meinte der 45-Jährige und nahm die FIFA in die Pflicht: „Der Erste, der dafür verantwortlich ist, dass es möglichst wenig Kollateralschäden gibt, ist die FIFA.“ Der Unmut über die unüberlegte Entscheidung des Weltverbandes zugunsten des Ölstaates war ihm auch über ein Jahr nach der WM-Vergabe anzumerken. „Wir müssen aufpassen, dass wir nach wie vor die richtige Antwort auf die Frage finden: Was ist der Kern des Fußballs? Sind es die Nationalmannschaften? Oder doch eher der Liga-Betrieb, der den Zuschauer neun Monate im Jahr unterhält und dessen Klubs die Spieler bezahlen“, fragte Seifert.

Einig waren sich die beiden auch, was die erste paneuropäische EM 2020 betrifft. „Das ist eine reizvolle Geschichte“, so Rummenigge. DFB-Boss Wolfgang Niersbach betonte allerdings, dass diese Austragungsform eine Ausnahme bleiben werde.

sw

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