Transfer-Gerücht aus Italien

Boateng-Brüder bald gemeinsam bei Bayern?

München - Das wäre ein wahrlich spektakulärer Transfer! Unter Umständen kicken Jerome und Kevin-Prince Boateng bald gemeinsam bei Bayern. Manches spricht dafür, einiges dagegen.

Das allerbeste Image hat Kevin-Prince Boateng in Deutschland nicht. Viele erinnern sich vor allem an seinen Tritt gegen Michael Ballack, der den einstigen "Capitano" 2010 die EM kostete und der Beginn für dessen raschen Abschied war. Auch sportlich hinterließ er in Deutschland wenige Glanzpunkte. Kevin-Prince Boateng verließ Hertha BSC einst als eher durchschnittlicher Bundesliga-Kicker und setzte auch bei seiner kurzen Leih-Rückkehr zu Borussia Dortmund kaum Akzente. Jürgen Klopp verzichtete damals auf die Kaufoption - und dürfte sich heute dafür ins Gesäß beißen.

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Denn wer die italienische Liga auch nur mit einem viertel Auge verfolgt, konnte eine schier unglaubliche Entwicklung des heute 25-Jährigen beobachten: Der Offensivmann zählt heute zu den großen Stars des AC Mailand. Seinen Marktwert schätzt transfermarkt.de auf 23 Millionen Euro. Das deutsche Monatsmagazin 11Freunde widmete ihm unlängst eine Titelstory. Auch charakterlich gibt er sich geläutert. Das einstige Enfant Terrible hat seine Eskapaden zurückgeschraubt, ohne seine Durchsetzungsfähigkeit (Berlin-Wedding prägt eben) zu verlieren.

Ist die Zeit nun reif für eine Rückkehr nach Deutschland? Wie verschiedene Medien berichten, ist der FC Bayern an einer Verpflichtung interessiert. Diese berufen sich dabei auf Mediaset, einen italienischen TV-Sender, der wie der AC Mailand zum Berlusconi-Imperium zählt.

Gegen einen Wechsel spricht unter anderem, dass Boateng bei Milan noch bis 2014 unter Vertrag steht - und die Italiener dem im Raum stehenden Januar-Wechsel wohl kaum zustimmen werden. Zudem haben die Bayern klargestellt, dass die Großinvestitionen des Sommers zunächst eine Ausnahme waren, da werden sie im Winter kaum wieder geschätzte 20 bis 30 Millionen Euro in die Hand nehmen.

Was spricht für einen Wechsel? Boateng könnte seinen Bruder Jerome wiedersehen. Die beiden haben ihren medial ausgeschlachteten Zwist längst beigelegt und ihre Funkstille beendet. Und: Auch bei dem in der Breite glänzend aufgestellten FC Bayern wäre Boateng gut vorstellbar. Er wäre eine Art "Shaqiri in doppelt so groß", der vorne mehrere Positionen bekleiden kann. Dabei unterscheidet sich der 25-Jährige in Statur und Spielweise aber deutlich von Franck Ribéry, Arjen Robben und eben Shaqiri, wäre eher ein zweiter Müller. Ein Fest für jeden Rotations-Fan.

al.

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