Zum Aus des FC Bayern

Kommentar: Unvollendet, nicht gescheitert

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Wieder kein Finale: Pep Guardiola verpasst mit dem FC Bayern zum dritten Mal nacheinander das wichtigste Spiel im europäischen Fußball.

München - Das Triple bleibt für Pep Guardiola beim FC Bayern ein unerfüllter Traum. Dennoch ist der Star-Trainer in München nicht gescheitert. Und er hat noch ein wichtiges Spiel.

Nein, das hat der FC Bayern nicht verdient. 54 Minuten dominierte der Rekordmeister ein CL-Halbfinale (!) nach Belieben, hätte zur Halbzeit schon mit mehr als einem Bein im Finale stehen können. Doch der Fußball-Gott meinte es nicht gut mit den Roten. Zum dritten Mal in Folge ist der FC Bayern im Halbfinale der Königsklasse ausgeschieden und mit ihm Pep Guardiola.

Dem Spanier jetzt den Stempel des Gescheiterten zu verpassen, würde seiner Arbeit in den drei Jahren an der Säbener Straße nicht gerecht werden. Doch das Etikett des Unvollendeten muss er sich gefallen lassen. Angetreten ist er mit dem Traum vom Triple - auf das müssen die Münchner mindestens ein weiteres Jahr warten.

Aber noch ist die Saison nicht vorbei. Am Samstag werden die Bayern in Ingolstadt die historische vierte Meisterschaft in Folge einfahren, drei davon mit Guardiola. Eine große Leistung des Spaniers, doch die ganz großen Meriten verdient man sich auf Top-Niveau eben nur in Europa. 

Bayern-Aus in der Champions League: Ein Einser, drei Zweier

Viel hängt vom Pokalfinale ab

tz-Redakteur Sven Westerschulze.

Obes am Ende nur eine gute oder doch eine sehr gute Saison wird, hängt vom Ausgang des Pokalfinals ab. Mit dem zweiten Double hätte Guardiola in seinen drei Jahren mit dem FCB national fast alles gewonnen. Eine weitere Saison mit lediglich einem Titel würde den Ansprüchen des Klubs dagegen nicht gerecht werden.

Doch ein Blick in die Zukunft zeigt, dass die Roten auch nach der Emanzipation vom spanischen Startrainer gut aufgestellt sind. Die Verträge mit (fast) allen Leistungsträgern sind bis 2021 verlängert worden, aus Dortmund kommt mit Mats Hummels der nächste Weltmeister.

In der neuen Saison werden sie den nächsten Anlauf auf Europas Thron nehmen - dann mit Carlo Ancelotti.

Sven Westerschulze

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