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Nach PSV-Sieg: Bayern wieder auf dem richtigen Weg

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Dürfen endlich wieder über drei Punkte jubeln: Joshua Kimmich (l.) und Thomas Müller steuern jeweils ein Tor zum 4:1 über Eindhoven bei.

München - Schon lange nicht mehr rumorte es beim FC Bayern in einer frühen Phase der Saison so sehr wie in den letzten Tagen. Nach dem Sieg gegen PSV sind sie aber wieder auf Kurs.

Der Vorstandsvorsitzende zählt die Mannschaft öffentlich an, der Trainer lässt sie plötzlich erstmals vor einer Partie im Hotel übernachten. Doch ein 4:1-Sieg gegen Eindhoven reicht schon, um alles wieder zu beruhigen. Warum? Weil die Bayern ihre Mini-Krise mit drei sieglosen Spielen zuvor selbst verschuldet haben. Gegen Atlético fehlte die Idee, gegen Köln das Glück und in Frankfurt die Einstellung. Vor allem aber ließen sie in diesen Spielen den unbedingten Siegeswillen vermissen, der sie über Jahre ausgezeichnet hat.

Gegen die PSV war das Team gefordert – und lieferte. Von Beginn an war zu spüren, dass die Stars sich an der Ehre gepackt fühlten. Einen schlechten Tag? Kann man mal erwischen. Aber mangelnde Einstellung? Dürfen wir nicht auf uns sitzen lassen! Der Auftritt am Mittwoch hat gezeigt, dass die Bayern auf dem richtigen Weg sind und keinen Schlendrian aufkommen lassen wollen. Gleichzeitig wurde aber auch deutlich, dass sie noch einige Hürden überwinden müssen.

Die Moral der Mannschaft ist intakt, das Zusammenspiel dagegen noch ausbaufähig. So sehr die Roten offensiv auch brillierten, so anfällig waren sie teilweise in der Defensive. Das Torspektakel darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es nach wie vor noch Baustellen beim Rekordmeister gibt. Doch mit Carlo Ancelotti verfügt er über einen besonnenen Baumeister, der diese Dinge abstellen kann. Viel Zeit bleibt dem Italiener dafür aber nicht. Dass es an der Säbener Straße schnell ungemütlich werden kann, hat er schon nach nicht mal vier Monaten gemerkt. Gegen Eindhoven hat er den richtigen Ton getroffen. Das muss er in Zukunft auch. 

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