Erste Worte als Präsident

„Haben zweiten Feind“: Hoeneß poltert prompt wieder los

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Kaum Präsident, schon wieder direkt der Alte: Uli Hoeneß.

München - Uli Hoeneß hat unmittelbar nach seiner erneuten Wahl zum Präsidenten von Bayern München gleich wieder die gefürchtete "Abteilung Attacke" verkörpert.

Uli Hoeneß hat als Präsident des FC Bayern München gleich wieder seine frühere Angriffslust gezeigt. Nur wenige Minuten nach seiner Wahl auf der Jahreshauptversammlung sagte der 64-Jährige dem Tabellenführer und Emporkömmling RB Leipzig nach dessen nächstem Erfolg in der Fußball-Bundesliga beim SC Freiburg den Kampf an.

Leipzig hat 4:1 gewonnen. Wir haben neben Dortmund einen zweiten Feind, den wir jetzt endlich wieder attackieren können“, rief Hoeneß im Hochgefühl seiner Rückkehr an die Spitze des Rekordmeisters den mehr als 7000 Mitgliedern am Freitagabend zu. In der Pressekonferenz nach der Versammlung mochte er nicht mehr von einem Feind sprechen, sondern bezeichnete den Aufsteiger als „Rivalen“.

Es war ein großer Abend für den Rückkehrer, der im Frühjahr 2014 nach seiner Verurteilung wegen Steuerhinterziehung von seinen Ämtern beim deutschen Rekordmeister zurückgetreten war. Sieben Monate nach der Entlassung aus der Haft feiert er nun ein Comeback bei seinem Herzensverein. Über 97 Prozent der Mitglieder votierten für ihn.

„Ich möchte mich bei Ihnen allen sehr herzlich bedanken. Und ich verspreche Euch, ich werde Euch nicht enttäuschen“, sagte Hoeneß. 108 Stimmberechtigte votierten mit nein. Dazu gab es 58 Enthaltungen.

Hoeneß will ein aktiver Präsident sein. Als Bindeglied, Kümmerer und Ratgeber will er im Verein fungieren und - „wenn es sein muss“ - auch in manchen Wochen sieben Tage arbeiten. Der langjährige Manager strebt auch wieder das Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden der FC Bayern München AG an. Der Bundesliga-Krösus ist wirtschaftlich in Deutschland weiter die klare Nummer eins. 626,8 Millionen Euro Umsatz und 33 Millionen Gewinn konnten vermeldet werden - beides Rekord.

Am Samstagabend hofft Hoeneß auf ein Präsent der Profis. Der FC Bayern trifft im Topspiel (18.30 Uhr) auf Bayer Leverkusen. Dann soll der Rückstand auf die Leipziger mit einem Heimsieg wieder auf drei Punkte verkürzt werden. Der Herausforderer soll die Münchner Stars motivieren: „Gegner sind nicht leistungsmindernd, sondern eher leistungsfördernd.“

Mehr zur FC-Bayern-Jahreshauptversammlung auf tz.de.

SID

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Kommentare

Michael WesteAntwort
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"und haben es erarbeiten müssen."

"Demnach ist der 38-Jährige der erste Dollar-Milliardär in seiner Heimat Jordanien. Sein Vermögen wird von Forbes auf etwa 1,6 Milliarden Dollar geschätzt."

Den Stundenlohn des "harten Arbeiters" möchte ich auch, haha

Michael WesteAntwort
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Na ja, vielleicht sollte er sich ja Ihr anonymes Forenjargon zulegen. Aber als anonymer couch potatoe lästert es sich doch ungeniert. Und immer die Fakten im Auge behalten und "Wirtschaftskriminalität" noch mal googeln, lesen bildet.

Bernd Einhoff
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Normalerweise mag ich es wirklich nicht, soetwas wie “Ich habe es damals schon gesagt/gewußt/gedacht“. Das liest/hört sich meistens nur besserwisserisch an.
Jedoch habe ich interessanterweise gestern vom Don gehört/gelesen “Wir waren die letzten Jahre ohne Konkurrenz - es war bequem“.
Genau DAS hatte ich jüngst schon angemerkt. Natürlich weiß ich das nicht alleine!
Aber gemessen an dem, das ich ja soooo weit weg wohne und der DON aber das selbe wahrnimmt( und er ist ja näher dran, als irgendjemand anderer von uns) und von Bayern München somit ja gar nichts verstehen könnte - was ich mir DAZU schon alles an Frechheiten bieten lassen mußte - fühle ich mich durchaus am Puls der Zeit.