Konkurrenz für die Bayern

Weiterer Bundesligist buhlt um Leon Goretzka

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Leon Goretzka ist bei vielen Vereinen heiß begehrt.

München - Mehrfach hat Sportvorstand Matthias Sammer betont, in den kommenden Jahren vermehrt auf deutsche Talente zu setzen, so zum Beispiel Bochums Leon Goretzka. Doch der könnte zunächst woanders unterschreiben.

Der 17-jährige Offensivspieler vom VfL Bochum gilt als eines der vielversprechendsten Talente - nicht nur bundes-, sondern gar europaweit. Klar, dass auch der FC Bayern München Interesse angemeldet hat, schließlich will der Rekordmeister in den nächsten Jahren sein Grundgerüst mit deutschen Jung-Nationalspielern bestücken. Der Name Leon Goretzka fiel dabei an der Säbener Straße beinahe schon zwangsläufig, wenngleich ein durch die Medien geisterndes Gerücht, wonach sich Matthias Sammer bereits mit dem Spieler getroffen habe, schnell dementiert wurde.

Die Bayern sind nicht der einzige Verein, der sich für die Dienste des Junioren-Nationalspielers interessiert. Europäische Großklubs wie Real Madrid, FC Arsenal, FC Barcelona, Inter Mailand und Juventus Turin sollen ihre Späher bereits nach Bochum ausgesendet haben, um die Qualitäten des 1,89-Meter-Hünen zu prüfen. Doch möglicherweise macht kein 1A-Klub das Rennen, sondern ein etwas kleinerer Verein , bei dem Goretzka (Vertrag bis 2016 - Marktwert 3,5 Millionen Euro) mehr Einsatzzeiten garantiert bekäme. So berichtet die "Bild", dass Hannover 96 ernsthaftes Interesse an dem Bochumer angemeldet habe. Trainer Mirko Slomka gab sogar zu, mit dem Berater des Spielers telefoniert zu haben. Auch Bochums Manager Jens Todt bestätigt das Interesse der Niedersachsen. "Ja, ich habe gehört, dass Hannover vorgefühlt hat."

Möglicherweise haben die Bayern durch das Interesse der Hannoveraner jetzt schlechtere Karten im Poker um den heißbegehrten Spieler. Slomka gilt als besonderer Förderer talentierter, junger Spieler, zudem ist der Konkurrenzkampf an der Leine nicht mit dem an der Säbener Straße zu vergleichen. „Wir versuchen, einen Schuh in die Tür zu bekommen“, verriet der 96-Coach am Mittwoch. „Wir haben als 96 gute Möglichkeiten, Talente zu verpflichten. Denn bei uns besteht die Chance, dass sie auch spielen“, meinte Slomka.

Abschreckend auf Goretzka könnte das Beispiel Mitchell Weiser wirken: Der Linksfuß war von den Bayern im vergangenen Sommer aus Köln geholt worden, wurde aber nach einem halben Jahr in München nach Kaiserslautern weiterverliehen - um Spielpraxis zu sammeln. Diesen Zwischenschritt könnte sich Goretzka sparen und einen attraktiven Vertrag bei Bayern erst später unterschreiben.

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Klar ist: In der Winterpause wird Goretzka den VfL Bochum nicht verlassen. Im Sommer allerdings scheint der nächste Schritt auf der Karriereleiter bereits gesichert. Fragt sich nur, wieviele Sprossen der Youngster auf einmal nimmt.

wi

Gregory Straub

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