Die große Liste: Wer wie votierte

Raten Sie mal, für wen Lewandowski stimmte

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Von links: Manuel Neuer, Lionel Messi und Cristiano Ronaldo vor der Gala.

Zürich - Nach der Weltfußballer-Wahl in Zürich hat die FIFA veröffentlicht, wer für wen votiert hat. Dabei gibt es eine Überraschung.

Manuel Neuer nickte kurz, dann applaudierte er fair dem alten und neuen Weltfußballer Cristiano Ronaldo. Der 28 Jahre alte Weltmeister bewies bei der FIFA-Gala Sportsgeist, nachdem er die historische Krönung eines außergewöhnlichen Jahres verpasst hatte. Aber auch ohne das absolute Highlight erlebte Zürich einen deutschen Abend. Joachim Löw gelang mit der Wahl zum Welttrainer die erfolgreiche Abrundung des Traumjahres 2014. „Die Auszeichnung ist für mich natürlich eine große Ehre. Sie ist so etwas wie das Sahnehäubchen auf den WM-Pokal“, sagte der 54-Jährige in seiner Dankesrede. Auch Nadine Keßler von VfL Wolfsburg als Weltfußballerin und ihr Coach Ralf Kellermann als Welttrainer 2014 durften jubeln.

„Für mich ist das ein toller Erfolg. Ich war ganz entspannt. Ich hatte auch keine Rede vorbereitet. Cristiano Ronaldo und Lionel Messi sind Weltmarken, ich habe ein fantastisches Jahr 2014 erlebt“, erklärte Neuer, der knapp hinter Vize-Weltmeister Lionel Messi aus Argentinien bei der Abstimmung sogar nur Dritter wurde. Der 1991 siegreiche Lothar Matthäus bleibt damit weiterhin Deutschlands einziger Weltfußballer. Am Dienstagmorgen um 09.00 Uhr kehrt der Keeper, der schon vor der Proklamation faire Worte für den Sieger aus Portugal gefunden hatte, nach seinem Kurztrip in die Schweiz zurück ins Bayern-Trainingslager nach Doha.

Zum insgesamt dritten Mal nach 2008 und 2013 durfte Portugals Tormaschine Ronaldo auf der Bühne strahlend den Goldenen Ball in Händen halten. „Ich danke meinem Sohn, meiner Frau, meiner Familie. Ich habe nicht gedacht, dass ich diesen kleinen Ball noch einmal gewinnen würde“, sagte „CR7“ fast ergriffen. Mit der Rekordzahl von 17 Toren hatte der 29-Jährige Real Madrid in der vergangenen Saison zum Gewinn der Champions League geschossen.

Das überstrahlte bei den abstimmenden Nationaltrainern, Kapitänen und ausgewählten Journalisten rund um den Erdball den Titelgewinn Neuers bei der WM sowie dessen Paraden und spektakuläre Ausflüge als Libero, die während des Turniers in Brasilien weltweit bestaunt worden waren. „Die Besten haben dort gewonnen, die Deutschen waren die Stärksten“, sagte selbst Ronaldo.

FIFA-Gala in Zürich: Die Bilder des Abends

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Wer für wen stimmte

Sowohl Bundestrainer Joachim Löw als auch Nationalmannschaftskapitän Bastian Schweinsteiger haben bei der Wahl zum Weltfußballer des Jahres 2014 für Manuel Neuer gestimmt. Löw setzte bei seinem Votum Philipp Lahm und Schweinsteiger auf die Plätze zwei und drei, Schweinsteiger stimmte neben Neuer für Lahm und Thomas Müller.

Hier gibt es die Liste, wer für wen stimmte, als PDF-Download. Mit einer Überraschung: Der polnische Kapitän Robert Lewandowski vom FC Bayern platzierte nicht etwa seinen Teamkollegen Neuer auf Platz 1, sondern Cristiano Ronaldo. Neuer setzte er nur auf den zweiten Rang, Bastian Schweinsteiger auf den dritten.

Auch wer Neuer auf Platz 1 setzte, geht aus der Liste hervor. So hat der Keeper Fans rund um den Erdball, etwa in Surinam (Kapitän Darson Zhirvano), Bahrain (Coach Alabassi Adnan) und auch der Ukraine, wo Ex-Bayer Anatoli Timoschtschuk für ihn stimmte, ebenso wie Claudio Pizarro (Peru). Auch Weltstar Keisuke Honda (Japan) sah Neuer auf dem ersten Rang.

Unterstützung erhielt Neuer zudem von Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann (USA), dem langjährigen Bundesliga-Coach Winfried Schäfer (Jamaika) und Singapur-Trainer Bernd Stange, die ebenfalls Neuer auf Platz eins setzten. Der frühere DFB-Coach Ulli Stielike, der inzwischen Südkorea betreut, wählte dagegen Cristiano Ronaldo auf Platz eins. Für Kameruns Nationaltrainer Volker Finke war Arjen Robben der beste Fußballer in 2014.

dpa/lin

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