Experten-Kolumne

Löwe Bushuev warnt Bayern: Unterschätzt mir Rostow nicht!

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„Vorsicht! Wenn sich die Bayern an der Mannschaft aus dem Hinspiel orientieren, werden sie eine Überraschung erleben“, warnt Denis Bushuev.

München - Diese Warnung kommt ausgerechnet von einem Blauen! Denis Bushuev, Co-Trainer der U21 des TSV 1860, warnt den FC Bayern in seiner Kolumne vor dem FK Rostow.

Das 5:0 aus dem Hinspiel war ein hartes Brett für Rostow, die Bayern erwartet heute Abend in Russland aber eine ganz andere Partie als in der Allianz Arena. In der russischen Liga hat die Mannschaft daheim keine einzige Niederlage kassiert, dazu haben sie in der Quali Ajax Amsterdam mit 4:1 aus dem Weg geräumt und werden auch dem FCB am Abend einen harten Fight liefern (bei uns im Live-Ticker).

Für Rostow ist es das letzte Heimspiel in der Königsklasse, hinzu kommt die aktuelle Schwächephase der Münchner, von daher wird Rostow alles in die Waagschale werfen, was sie haben. Und das ist allen voran ihre Kompaktheit, mit der sie in der russischen Liga bereits Kaliber wie Zenith oder ZSKA besiegt haben.

Denis Bushuev (r., daneben Daniel Bierofka) ist Co-Trainer der U21 des TSV 1860.

Ihre beiden schnellen Stürmer Poloz und Azmoun sind jedenfalls immer für ein Tor gut, was Rostow jedoch am meisten in die Karten spielt, ist die Atmosphäre im Olimp-2. In das mittlerweile schon in die Jahre gekommene Stadion passen gute 15.000 Zuschauer und es ist auch nur eine Seite überdacht, aber es wird mit großer Sicherheit ausverkauft sein und die Fans werden ihre Mannschaft 90 Minuten nach vorne peitschen. Es wird nicht einfach für die Bayern, auf jeden Fall nicht so einfach wie im Hinspiel, letzten Endes glaube ich aber schon, dass sich die Qualität durchsetzen und die Bayern einen knappen Sieg mit nach München nehmen werden. Aber Vorsicht! Wenn sich die Bayern an der Mannschaft aus dem Hinspiel orientieren, werden sie eine Überraschung erleben. Daheim ist Rostow ein ganz anderes Kaliber, eine richtige Macht. Man darf auch nicht die Temperatur unterschätzen, die der Rekordmeister heute Abend in Russland zu spüren bekommen wird. Rostow ist es gewohnt, bei pfeifendem Wind und Minusgraden zu spielen, den Münchnern hingegen könnte das Probleme bereiten. Vor vier Jahren haben sich die Bayern schon mal bei Bate Borissow blamiert und 1:3 verloren, bei Rostow erwartet sie nun ein ähnliches Spiel. Und wer weiß, vielleicht kratzt Rostow einen Punkt heraus. Das Zeug dazu hat die Mannschaft allemal.

Wie es letzten Endes ausgeht, ist mir persönlich aber nicht allzu wichtig. Meine Mannschaft ist Zenith Sankt Petersburg, anschauen werde ich es mir trotzdem. Zwar nicht im Löwen-Stüberl, schließlich läuft da keine Champions League, dafür aber entspannt daheim. Wir haben ja zudem am Freitag das nächste Spiel mit unserer U 21, und das genießt bei mir allerhöchste Priorität.

von Denis Bushuev

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Kommentare

strunzenödAntwort
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Einem Löwen ist der FCB egal.
Ihr habt auch Probleme, die könnt ihr aber selber wegsaufen.

Besserwisser
(0)(0)

"nicht im Löwen-Stüberl, schließlich läuft da keine Champions League"
wieso eigentlich nicht? Wenn man ins Bayernforum schaut, kommentieren alle Blauen gerade bei diesen Spielen total aufgeregt.
Ich denke, wenn im Löwen-Stüberl die Bayernspiele der Champions League übertragen würden, hätte es gigantischen Umsatz. Die Hoffnung Bayern verlieren zu sehen vereint, wenn Bayern verliert kann man feiern und saufen. Und wenn Bayern gewinnt, kann man sich besaufen.

Das lenkt von den eigenen Problemen bei den 60gern ab.
Obwohl ich sicher bin, richtige 60ger Fans brauchen beides nicht.

Aber die sind bei deren Spiele aufgeregt. Hoffentlich gibt es irrgendwann wieder viele 60ger Fans. Dann spielt 60 wieder 1. Liga und dann ist bei den Spielen unseres FCB der Nervenkitzel von teilen Eurer Anhängerschaft nachvollziehbar.