Details durchgesickert

Mandzukic: Das sind die Gründe für den Rauswurf

Mandzukic Pep Guardiola
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Mario Mandzukic (links) soll Pep Guardiola mit seinem Verhalten derart auf die Palme gebarcht haben, dass der Trainer den Stürmer rauswarf.

München - Erstmals sind Details über die Gründe für den Rauswurf von Mario Mandzukic beim FC Bayern durch Trainer Pep Guardiola durchgesickert. Vor dem DFB-Pokal-Finale hatte Pep die Nase voll von dessen Verhalten.

Für Mario Mandzukic scheint das Kapitel FC Bayern endgültig abgehakt zu sein. "Aus sportlichen Gründen" war er laut Trainer Pep Guardiola nicht für das DFB-Pokalfinale nominiert worden. Am Sonntag fehlte der Kroate bei der Double-Feier der Bayern auf dem Marienplatz. Auch Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge reagierte nach dessen Fernbleiben verärgert, schloss einen Verkauf des kroatischen Stürmers nicht mehr aus. Aktuell soll sich Mandzukic bereits in seinem Heimatland Kroatien aufhalten. Nun ist auch erstmals ein Grund für den Rauswurf durch Trainer Pep Guardiola durchgesickert.

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Im Sommer 2013 passte es noch zwischen Trainer Pep Guardiola (rechts) und Stürmer Mario Mandzukic.

Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, ist der Streit zwischen Stürmer und Trainer unmittelbar nach dem 0:4 im Halbfinale der Champions League gegen Real am 29. April eskaliert. Wie die Zeitung erfuhr, wandte sich Pep gleich nach dem blamablen Spiel in der Kabine an seine Mannschaft. In einer sehr emotionalen Ansprache nahm der Trainer die Schuld für die Niederlage komplett auf sich und entschuldigte sich für seine misslungene Taktik.

Bei den Spielern traf diese Kabinen-Ansprache wohl einen Nerv. Die Mannschaft war von Peps Worten sehr berührt. Rafinha umarmte den Trainer sogar mit Tränen in den Augen.

Nur Mandzukic fiel in diesem Moment äußerst unangenehm auf. Laut "Bild" verfolgte er Peps emotionale Worte provokant grinsend und scheinbar teilnahmslos. Zuvor soll er auf Guardiolas Anweisungen beim Training mehrfach mit spöttischer Mimik reagiert haben.

Auch im Training soll es Ärger gegeben haben, als der Stürmer gegen Mitspieler beim "Kreisspiel" ziemlich hart eingestieg. Wie in Wolfsburg gab es mannschaftsintern zudem Probleme mit dem arroganten Auftreten des Kroaten.

Mandzukic: Rauswurf, weil Pep die Nase voll hatte

Und so schaffte es Mandzukic offenbar, sich beim Trainer durch sein Verhalten ins Abseits zu stellen. Die Summe seiner negativen Auftritte machte Guardiola derart wütend, dass er entschied, Mandzukic abzugeben.

Die "Bild" will außerdem erfahren haben, dass Mandzukic seinen Spind in der Kabine an der Säbener Straße bereits geräumt und sich von einigen Klub-Mitarbeitern verabschiedet hat.

Kein Wunder, dass Vorstandsboss Rummenigge am Sonntag das Thema Mandzukic recht kühl kommentierte: "Er hat noch zwei Jahre Vertrag, wenn er gehen möchte, dann muss er oder sein Berater uns das mitteilen." Heißt im Umkehrschluss natürlich: Wir hängen sicher nicht an ihm.

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