Welttorwart mit großen Zielen

Neuer: Erst das Triple, dann Europameister

Manuel Neuer
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Manuel Neuer verfolgt mit dem FC Bayern und der deutschen Nationalmannschaft große Ziele.

Leipzig - In Abwesenheit von Bastian Schweinsteiger trug Manuel Neuer beim Gastspiel in Irland bei der Nationalmannschaft die Kapitänsbinde. Der Torwart ist für viele ohnehin der heimliche Chef beim Weltmeister.

Erst das Triple, dann der EM-Titel: Manuel Neuer hat eine klare Zielsetzung für das kommende Jahr. „Das Triple mit Bayern München wäre natürlich für uns alle das Nonplusultra. Und natürlich will ich mit der Nationalmannschaft im kommenden Sommer Europameister werden“, sagt der Welttorwart vom deutschen Rekordmeister.

Während bei den Bayern derzeit alles nach Plan läuft und in Sachen Meisterschaft bereits nach acht Spieltagen alles klar sein dürfte, muss er mit Weltmeister Deutschland noch um die EM-Fahrkarte zittern. „Wir werden Georgien schlagen und nach Frankreich fahren“, sagte 29-Jährige aber ohne jegliche Selbstzweifel einen Tag vor dem Kräftemessen mit dem Außenseiter in Leipzig (20.45 Uhr/RTL). Im letzten EM-Qualifikationsspiel wolle man nach dem „äußerst unglücklichen“ 0:1 am vergangenen Donnerstag in Dublin gegen Irland nicht nur den Fans in der sächsischen Metropole einen „großen Spaß“ bereiten.

Ob Neuer die deutsche Mannschaft wie schon auf der grünen Insel wieder als Kapitän aufs Feld führt, hängt vom Gesundheitszustand des etatmäßigen Spielführers Bastian Schweinsteiger ab, ist für den Keeper aber auch nicht sonderlich wichtig. „An meiner Rolle ändert sich durch die Kapitänsbinde nichts. Ich zähle auch so zu den Spielern, die Verantwortung übernehmen. Von meiner Position sehe ich sehr gut, was bei uns auf dem Platz abläuft, entsprechend nehme ich Einfluss“, erklärt er.

"Manuel kann die Mannschaft führen und mitreißen"

Auch habe sich seine Rolle nach der WM in Brasilien, wo er schon dem Mannschaftsrat angehörte, nicht verändert. „Mit Bastian oder auch Thomas Müller spreche ich oft. Wir wissen, dass wir wichtige Spieler sind, und sind uns unserer Verantwortung bewusst“, sagt die deutsche Nummer eins.

Das unterstreicht auch Joachim Löw: „Wir haben mehrere Spieler, die in der Hierarchie ganz oben stehen. Dazu gehört auch Manuel, der eine Mannschaft führen kann und andere Spieler mitreißt. Er hat vor allem auf unsere jungen Spieler einen sehr großen Einfluss“, berichtet der Bundestrainer, der in diesem Zusammenhang auch den diesmal fehlenden Sami Khedira nennt, der ebenfalls dem Mannschaftsrat angehört.

Neuer, der gegen Georgien sein 62. Länderspiel bestreitet, will zunächst mit oder ohne Binde die DFB-Auswahl am Sonntag zur EURO nach Frankreich (10. Juni bis 10. Juli) führen, ehe er an die Zukunft denkt. „Ich bin voll im Saft und will dem Fußball noch lange erhalten bleiben“, sagt der Ex-Schalker, der mit Deutschland noch einige Turniere bestreiten will und über seine Zukunft nach der aktiven Karriere deshalb auch noch keinen Gedanken verschwendet.

Zumal er den Angriff der jungen Wilden wie Marc-Andre ter Stegen (FC Barcelona) und Bernd Leno (Bayer Leverkusen), die diesmal als Nummer zwei und drei das Torhütertrio komplettieren, nicht fürchtet. „Die müssen noch etwas warten. Ich bin schon selbst ehrgeizig genug, mich weiterzuentwickeln. Ich ruhe mich nicht aus“, schrieb er den beiden 23-Jährigen ins Stammbuch.

SID

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