Forderung nach mehr Respekt

Götze-Berater vehement: "Bei Bayern nicht gescheitert"

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Mario Götze spielt nun wieder für den BVB. Auch wenn er zuletzt geschont wurde.

München - Mario Götze galt einst als große Nachwuchshoffnung des deutschen Fußballs. Dann kam der Wechsel zum FC Bayern und Götze saß viel auf der Bank. Ein offenkundiges Missverständnis. Das aber sieht sein Berater  ganz anders.

Roland Eitel berät seit vielen Jahren nicht nur Jürgen Klinsmann und Joachim Löw, sondern auch viele junge Spieler - wie zum Beispiel Mario Götze. Der heute 24-Jährige galt als das große Versprechen, als er für Dortmund 2013 die Champions League aufmischte. Bei Bayern konnte er sich nach seinem Wechsel in jenem Sommer in den drei folgenden Jahren nie wirklich durchsetzen, obwohl seine Werte zunächst nicht ganz so schlecht waren. 15 Tore erzielte er in den ersten beiden Münchner Jahren jeweils, gab 13 beziehungsweise sieben Vorlagen. Doch im dritten Jahr war der Nationalspieler häufig verletzt, traf nur viermal und gab vier Assists.

Götze wechselte in diesem Sommer zurück zu Borussia Dortmund. Für viele ein Rückschritt in der noch jungen Karriere, für manche gar ein Scheitern auf ganzer Linie. Berater Eitel will davon beim Talk von Kicker.tv auf Eurosport nichts wissen, er verteidigt Götze vehement: „Was heißt gescheitert bei Bayern München? Warum reden wir über Scheitern? Er hat im Alter von 23 Jahren fünf Mal die Deutsche Meisterschaft gewonnen, 118 Spiele für Bayern München gemacht und Deutschland zum Weltmeister-Titel geschossen.“

Vom Jungstar zur Internetmarke - zum Weltklassemann?

Auch bestreitet er, dass Götze wenig durchtrainiert beim BVB ankam: „Was heißt zu langsam? Was heißt nicht durchtrainiert? Das ist einfach respektlos!“ Generell müsse man den Umgang überdenken, mahnt Eitel an:  „Wir müssen mit den Spielern anders umgehen. Mario Götze spielt seit fünf Jahren auf höchstem Niveau. Er hätte viel, viel mehr Respekt verdient.“

 Ex-Schalke-Manager Horst Heldt findet, dass sich Götze in den Sozialen Medien zurücknehmen müsse: "Ich kann mich doch nicht darüber aufregen, dass ich ständig im Fokus stehe und dann aber immer bei Instagram oder Facebook posten." Eitel aber entgegnet, dass Götze seit fünf Monaten im Netz nur noch sportliche Dinge gezeigt habe. Mit Ausnahme von ein paar vertraglich vereinbarten Werbeposts. 

Eitel könnte den richtigen Weg mit Götze eingeschlagen haben, um ihn anstatt zur Internetmarke zu einem echten Weltklassespieler zu machen. Götze kann am Dienstagabend in Wolfsburg weiter daran arbeiten.

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mke

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