Wechsel zum BVB wohl vor Abschluss

Götzes Wandel - Vom Abstellgleis in die Wohlfühloase

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Das Ende eines Bankjobs? Mario Götze sollte bei Borussia Dortmund wieder mehr Zeit auf dem Rasen verbringen dürfen.

München - Mario Götze hat sich offenbar für den Schritt zurück entschieden und möchte vom FC Bayern nach Dortmund zurückkehren. Noch fehlen aber klare Aussagen.

Wohlfühloase statt Abstellgleis: Nach dreijähriger Leidenszeit bei Bayern München zieht es Fußball-Weltmeister Mario Götze offenbar zu seiner alten Liebe zurück. Wie die Bild berichtet, ist der glücklose WM-Held mit Vizemeister Borussia Dortmund über einen Wechsel einig. Der Transfer hakt laut dem Blatt nur noch an der Ablöse.

Trotz all der Koketterie mit eine Rückkehr des verlorenen Sohnes in den vergangenen Wochen legten die Schwarz-Gelben ihre Karten allerdings noch nicht auf den Tisch. "Das will ich nicht bestätigen", sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Götzes neuer Berater Peter Duvinage war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Der Offensivspieler selbst weilt nach einer für ihn persönlich enttäuschenden EM im Urlaub, das letzte Lebenszeichen über seine sonst mit viel Hingabe gepflegten Social-Media-Kanäle datiert vom 6. Juli.

Dennoch erscheint es mehr als wahrscheinlich, dass das im Elfmeterschießen gewonnene DFB-Pokalfinale am 21. Mai - ausgerechnet gegen den BVB - Götzes letzter Einsatz für für den FC Bayern war. Der neue Trainer Carlo Ancelotti jedenfalls lavierte bei seiner Vorstellung am Montag um ein Bekenntnis zum Angreifer herum. "Ich habe keine neue Aussage, für mich ist Mario Götze heute Bayern-Spieler", sagte der Italiener, der vor Monatsfrist mit Götze ein "privates Telefonat" über dessen Zukunft geführt hatte. Unmissverständliche Botschaft: Ich brauche dich nicht!

Rummenigge will Karten nicht auf den Tisch legen

Auch Klubchef Karl-Heinz Rummenigge machte vor der EM deutlich, dass Götze in den Planungen der Münchner keine Rolle mehr spielt. Nun erklärte er, man sei in dieser Phase "nicht gut beraten, die Karten auf den Tisch zu legen". Kein Wunder, geht es doch darum, noch möglichst viel Geld für den Dauerreservisten herauszuschlagen, der in der abgelaufenen Saison gerade einmal neun Spiele über 90 Minuten bestritten hat.

Ein Jahr vor Vertragsende fordern die Bayern dem Vernehmen nach 27 Millionen Euro Ablöse für den 24-Jährigen, der BVB soll 23 Millionen bieten - vor drei Jahren war Götze per Ausstiegsklausel für 37 Millionen Euro und begleitet von einem veritablen Fan-Beben an die Isar gewechselt.

BVB wohl sicherere Variante im Vergleich mit Liverpool

Götze selbst hatte im Mai zum Erstaunen der Bayern-Verantwortlichen erklärt, seine Chance nach dem Trainerwechsel von Pep Guardiola zu Ancelotti suchen und seinen Vertrag erfüllen zu wollen. Nun offenbar die Kehrtwende. Doch anstatt etwa zum FC Liverpool und seinem früheren Förderer Jürgen Klopp zu wechseln, zieht Götze wohl die "sichere" Variante vor - zumal der BVB anders als die Reds Champions League spielen.

In Dortmund brillierte der Youngster zwischen 2010 und 2013, avancierte mit 75 Torbeteiligungen in 116 Spielen zu einem der begehrtesten Fußballer der Welt. Für den BVB wäre der Götze-Transfer in einer Phase des sportlichen Aderlasses ein Ausrufezeichen. Nachdem der Klub die Leistungsträger Mats Hummels (Bayern München), Henrich Mchitarjan (Manchester United) und Ilkay Gündogan (Manchester City) für zusammen mehr als 100 Millionen Euro ziehen lassen musste, könnte der Rückkehrer im Zusammenspiel mit Kumpel Marco Reus und Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang der Offensive wieder das gewisse Etwas geben. Und seine ins Stocken geratene Karriere wiederbeleben.

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dpa

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