BVB-Star zurück nach München?

Mats Hummels will zum FC Bayern: Welche Frage noch offen ist

+
Trägt Mats Hummels bald nicht mehr Schwarz-Gelb?

Dortmund/München - Nun ist es offiziell: Mats Hummels will am Saisonende Dortmund verlassen und künftig für den FC Bayern spielen. Nur die Frage der Ablöse ist noch offen.

Hätten es sich die Bosse von Borussia Dortmund aussuchen können, wäre am Donnerstag gar nicht die Zeit für eine derart brisante Personalie gewesen. Donnerstage sind schließlich Europa League-Tage. Bis vor drei Wochen war der BVB guter Hoffnung, im kleineren Kontinentalwettbewerb noch ein Weilchen mitzumischen. Dann ereilte ihn das dramatische Aus in Liverpool. Die Engländer und der frühere Borussen-Trainer Jürgen Klopp traten Donnerstag beim FC Villarreal an. Und die Dortmunder befassten sich mit Mats Hummels. Als börsennotiertes Unternehmen sind sie verpflichtet, relevante Nachrichten sofort bekannt zu geben. In diesem Fall ist die Relevanz unbestritten: Hummels hat die Dortmunder Geschäftsführung darüber informiert, zur kommenden Saison zum FC Bayern wechseln zu wollen. Von nun an ist es nur noch eine Frage des Preises, wann der Vollzug vermeldet wird. Oder, wie es in der Börsensprache heißt: „Die Geschäftsführung von Borussia Dortmund hat vor diesem Hintergrund entschieden, einen solchen Wechsel davon abhängig zu machen, ob Bayern München Borussia Dortmund ein dem außerordentlichen fußballerischen und sonstigen Stellenwert des Spielers entsprechendes, äußerst werthaltiges Angebot unterbreiten wird.“

Dass dieses Angebot zeitnah eingehen wird und sich beide Klubs einigen werden, steht außer Zweifel. Letztlich haben alle Parteien ein Interesse daran. Hummels (27), der lange mit sich gerungen hat, will unbedingt nach München zurück, wo er aufwuchs und die Jugend des FC Bayern durchlief, und hat da für seine Auslandsambitionen aufgegeben. Die Bayern haben erst am Mittwochabend in Madrid wieder festgestellt, wie schmerzlich ihnen ein fähiger Innenverteidiger fehlt. Die Dortmunder schließlich hätten zwar einerseits gerne viel Geld für den Weltmeister, dessen Vertrag noch bis 2017 läuft. Andererseits hätten sie auch gerne Mario Götze zurück, dessen Wechsel zum FC Bayern damals von Mats Hummels stark kritisiert wurde.

Die Transfergerüchte rund um den FC Bayern

Der WM-Finalschütze ist, im Hintergrund, die vierte Partei, die in diesen Transfer involviert ist. Götze hat längst erkannt, dass sein Wechsel, der vor drei Jahren Bayern und Westfalen in eine tiefe Beziehungskrise stürzte, ein Fehler war. In Dortmund, wo er ähnlich wie Hummels bei den Bayern den Status als Eigengewächs hat, will er seine stotternde Karriere wieder in Schwung bringen. Beide Transfers miteinander zu verbinden, hatten die Dortmunder zuletzt abgelehnt. Nach ihrer Kalkulation hat Hummels den deutlich höheren Marktwert (spekuliert wird über rund 35 Millionen Euro). Bei Götze, der 2013 für 37 Millionen kam, ist das anders. Auch am Mittwoch in Madrid durfte er keine Sekunde mitspielen.

mb

auch interessant

Meistgelesen

Nach Bayern-Attacken: Ex-Löwen-Funktionär greift Hoeneß an
Nach Bayern-Attacken: Ex-Löwen-Funktionär greift Hoeneß an
FCB-Boss: „Hoeneß hat höchstens Interesse an Sticheleien“
FCB-Boss: „Hoeneß hat höchstens Interesse an Sticheleien“
FCB ohne Chef-Stratege nach Mainz - Vidal dabei
FCB ohne Chef-Stratege nach Mainz - Vidal dabei
RB Leipzig? Hoeneß sendet Kampfansage
RB Leipzig? Hoeneß sendet Kampfansage

Kommentare