Interview mit Münchner Fanclub

BVB-Fans: "Hummels hört eher auf Cathy als auf sich selbst"

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Mats Hummels und seine Cathy - die BVB-Fans sind enttäuscht.

München - Wie sehen Borussia-Fans den Hummels-Wechsel zum FC Bayern? Welche Rolle spielten das Geld und Ehefrau Cathy? Warum hassen die Dortmunder Anhänger Philipp Lahm und Arjen Robben? Das große Interview mit zwei Mitgliedern des BVB-Fanclubs "Münchner Borussen".

Durch ihre Adern fließt schwarz-gelbes Blut und wenn man sie nach der Atmosphäre im Signal Iduna Park - Pardon, so viel Ordnung muss sein: im Westfalenstadion befragt, dann fangen ihre Augen an zu glänzen. Karsten, 34 Jahre alt und André, 31 Jahre alt, sind Fans von Borussia Dortmund. Und das mit Haut und Haaren.

"Das Westfalenstadion ist Heimat und Familie zugleich"

"Wenn du auf der Südtribüne stehst, ein Bier in der einen und eine Bratwurst in der anderen Hand hast. Wenn deine Jungs um dich rum stehen, die Hymnen gesungen werden und du merkst, wie die Stimmung immer mehr zu brodeln beginnt und die ganze Tribüne bebt: Das muss man einfach erleben", antwortet André, seit 1993 glühender Anhänger, mit einem Leuchten in den Augen auf die Frage nach der Faszination Borussia Dortmund.

Karsten und André wollen ihre Gesichter nicht öffentlich zeigen.

"Wenn man nach Dortmund reinfährt und man sieht schon von weitem das Stadion mit den gelben Pylonen, dann weiß man, jetzt ist man wieder zuhause, das ist wie Familie. Und das Westfalenstadion ist Heimat", gerät Karsten, der seit knapp 25 Jahren BVB-Fan ist, ins Schwärmen. Die Leidenschaft für Schwarz-Gelb ist so groß, dass sie nicht nur so oft wie möglich zu BVB-Spielen fahren, sondern 2010 in ihrer Wahlheimat München einen offiziellen BVB-Fanklub gegründet haben. Karsten ist 2. Vorstand, André 3. Vorstand der "Münchner Borussen".

Die beiden sind Fußballromantiker vom alten Schlag. Sie kritisieren die Entwicklungen im Profifußball, in dem nur der Kommerz zähle. Regelmäßig treffen sie sich mit bis zu 400 Leuten in der Alten Raffinerie am Münchner Ostbahnhof, um gemeinsam die Spiele ihrer Lieblinge zu schauen, wenn sie nicht gerade selbst im Stadion sind. Rund 100 Mitglieder hat der eingetragene Verein, doch auch Nichtmitglieder, jung wie alt, sind jederzeit herzlich willkommen: "Hauptsache schwarz-gelb!". Zum Beispiel auch am Samstag beim Pokalfinale zwischen Dortmund und dem FC Bayern: ab 17 Uhr gibt's Gegrilltes und Bier unter dem Motto "Feiern ohne Bayern".

Wir baten die "Münchner Borussen" zum Gespräch über Mats Hummels. Der Transfer des BVB-Kapitäns zum Branchenprimus wird in der Fanszene heiß diskutiert, nach Mario Götze (2013) und Robert Lewandowski (2014) ist Hummels der dritte Leistungsträger, der Dortmund in Richtung München verlässt.

Ausnahmsweise haben sie das Interview zugesagt, weil es ihnen um Grundsätzliches im sogenannten modernen Fußball geht. Im Interview machen sie Hummels konkrete Vorwürfe, sprechen über die Rolle von Hummels Frau Cathy, verraten, welcher Bayern-Profi ihnen besonders verhasst ist und erklären, warum sie im Prinzip nichts gegen eine Rückkehr von Uli Hoeneß als Bayern-Präsident hätten.

Teil 1: BVB-Fans klagen an: "Was Hummels macht, ist Heuchelei"

Teil 2: Warum Lahm und Robben für BVB-Fans Hassfiguren sind und warum Hummels das Pokalfinale nicht spielen sollte

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