BVB-Boss macht sich keinen Druck

Watzke über Hummels: "Wir haben klare Vorstellungen"

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BVB-Boss Hans-Joachim Watzke.

München - Der Wechsel von Mats Hummels zum FC Bayern scheint nur noch eine Frage der Ablösesumme. Doch wie hoch die sein soll, darüber kann nur spekuliert werden. BVB-Boss Watzke äußerte sich nun.

Dass Mats Hummels zum FC Bayern wechseln möchte, ist seit Donnerstag keine Spekulation mehr, sondern eine ausgesprochene Tatsache. An diesem Tag nämlich machte die Aktiengesellschaft Borussia Dortmund bekannt, dass der Spieler gegenüber den Verantwortlichen den Transfer-Wunsch geäußert hat. Doch wurde auch klar gestellt: Der Wechsel ist nicht fix, sondern vor allem auch eine Frage der angemessenen Ablösesumme.

Vor dem Heimspiel des BVB gegen den VfL Wolfsburg äußerte sich nun Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke zu dem Wunsch von Hummels. Er glaubt, dass in dessen Überlegungen "im besonderen Maße das Thema der Stadt München eine Rolle gespielt" hat, "weil das auch seine Heimatstadt ist."

Hummels weiter beim BVB? "Die Chance ist nicht so klein"

Er machte aber auch klar: Noch ist Hummels Kapitän und Spieler bei Borussia Dortmund. Zu der Möglichkeit, dass der Verteidiger vielleicht auch in der kommenden Saison noch beim BVB spielen würde, sagte Watzke: "Die Chance ist nicht so klein, wie viele glauben, aber auch nicht extrem groß."

Dortmunds Noch-Kapitän Mats Hummels.

Also doch alles nur eine Frage des Geldes? "Ich habe bestimmte Vorstellungen von einer Summe", meinte Watzke und wich damit einer konkreten Antwort aus. Offenbar sind beide Vereine auch schon in konkreten Verhandlungen: "Wir sind mit Bayern im Kontakt. Es braucht kein Angebot vorliegen, ich habe klare Vorstellungen und die müssen zu 100 Prozent realisiert werden, sonst gibt es keinen Wechsel." Heißt übersetzt: Der BVB will sich gut für Hummels bezahlen lassen, ansonsten wird einem Transfer an die Isar der Riegel vorgeschoben.

Watzke erinnert an den Wechsel von Götze

Watzke erinnerte in Sachen Ablöse auch an den Wechsel von Mario Götze 2013, bei dem die Bayern eine Ablöseklausel nutzten. Diese besteht aber im Vertrag von Mats Hummels nicht: "Im Gegensatz zu Mario haben wir keine Ausstiegsklausel, deswegen sind wir da frei." Der BVB hat also die Entscheidungshoheit. Der Geschäftsführer der Schwarz-Gelben ist sich aber sicher: "Eine endgültige Klärung wird es relativ schnell geben."

Kritisch sah Watzke offenbar die Worte von Uli Hoeneß, der sich am Freitag zu einem möglichen Transfer von Hummels geäußert hatte: Ich weiß nicht, wie Mats mit dem umgeht, was da gestern aus München gekommen ist. Ich fand das schon komisch."

FCB-Vorstands-Boss Karl-Heinz Rummenigge schlichtete daraufhin die Gemüter. "Uli hat vielleicht was falsch verstanden", sagte er bei Sky über umstrittene Aussagen von Ex-Präsident Uli Hoeneß: "Angeklopft hat Bayern München, nicht Mats Hummels. Mats ist nicht offensiv auf uns zugegangen, wir haben gefragt, ob er sich einen Wechsel vorstellen könnte."

Rummenigge geht davon aus, dass sich die Münchener und ihr Rivale über einen Wechsel von Hummels verständigen werden. „Ich bin durchaus optimistisch, dass die Vereine eine seriöse Lösung finden“, sagte Rummenigge am Samstag beim TV-Sender Sky. „Wir haben ordentliche Gespräche.“

Pfiffe gegen Hummels vor dem Wolfsburg-Spiel

Fan-Protest gegen Hummels vor der Partie gegen die Wölfe.

Es bleibt abzuwarten, wie Mats Hummels das sieht. Dem BVB-Kapitän blieben die erwarteten Proteste am Samstag gegen Wolfsburg nicht erspart. Beim Verlesen seines Namens in der Mannschaftsaufstellung und den ersten Ballkontakten waren vereinzelte Pfiffe der Fans zu hören. Auf einem Transparent auf der Südtribüne forderten Anhänger: „Der Kapitän geht als erster vom Bord, am besten sofort.“

bix

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