Warum er sich für Bayern entschied

Benatia: Nur eines stört ihn an München

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Mehdi Benatia wechselte als viertteuerster Spieler der Bundesliga-Geschichte vom AS Rom zum FC Bayern München.

München - 26 Millionen Euro waren dem FC Bayern München die Dienste von Mehdi Benatia wert. In einem Interview verrät der Marokkaner Details über seinen Wechsel und seine ersten Tage in München.

Seit knapp zwei Wochen steht Mehdi Benatia beim FC Bayern München unter Vertrag. Aufgrund von Wadenproblemen verpasste der 27-jährige das Auswärtsspiel gegen Schalke 04 und konnte zudem nur eingeschränkt trainieren. Für das Heimspiel gegen den VfB Stuttgart am Samstag, den 13. September, will Benatia bereit sein und verzichtete dafür auf die marokkanische Nationalmannschaft.

In München gefällt es dem Neuzugang sehr gut. Vor allem die Sauberkeit und der Respekt, den die Leute voreinander zeigen, imponieren ihm. Einziges Manko: es sei "ein wenig kalt" in München. Da dürfte ihm der spätsommerliche Wochenanfang schmecken.

"Manchester City und der FC Chelsea wollten mich"

Gegenüber dem Kicker erklärt der Marokkaner, wie sein Wechsel zum FC Bayern überhaupt zustande gekommen ist. Ursprünglich habe er gar nicht gedacht, Rom zu verlassen. Nachdem das Interesse des FC Bayern nach der Verletzung von Javi Martinez kam, sei für ihn klar gewesen, dass er "diese Gelegenheit nicht verpassen" wolle.

Und warum ausgerechnet Bayern? Immerhin buhlten mehrere Topklubs aus England und Spanien um den 27-jährigen, was dieser auch offen zugibt. "Manchester City und der FC Chelsea wollten mich. Aber es gab auch Anfragen von Barcelona und Real Madrid." Die Entscheidung, in die Bundesliga zu wechseln, fiel Benatia nicht schwer. "Bayern ist ein Topklub, gehört zu den vier besten Vereinen der Welt. Sie spielen jedes Jahr um alle Titel. So ein Angebot schlägt man nicht aus."

Auch Pep Guardiola sei ein wichtiger Faktor gewesen. "Er ist für einen Spieler das Beste, was es derzeit gibt als Trainer. Selbst wenn du 27, 28 Jahre alt bist, kannst du dich unter ihm noch mal entwickeln."

"Auf dem Platz bin ich unerbittlich und werde eklig"

Die Flexibilität des Marokkaners dürfte Guardiola gefallen. Sowohl als rechter Innenverteidiger in einer Viererkette, als auch als rechter Part einer Dreierkette, wie sie die Bayern in letzter Zeit häufiger praktizieren, kann Benatia spielen. Künftigen Gegenspielern auf dem Fußballfeld hat er eine harte Gangart angekündigt. "Wenn ich spiele, kenne ich keine Freunde. Auf dem Platz bin ich unerbittlich und werde eklig. Bei den 90 Minuten auf dem Platz zählen nur mein Team, meine Kollegen und der Sieg."

Über die Gruppenauslosung in der Champions League, die den Bayern Duelle mit Benatias Ex-Verein bescherte, freute sich dieser - auch wenn er „viele Pfiffe und Beleidigungen“ erwarte. Roma-Star Francesco Totti soll Benatias Aggressivität dabei zu spüren bekommen. „Einen Totti konnte ich letztes Jahr im Training nicht hart rannehmen, denn wir brauchten ihn ja am Wochenende. Das wird diesmal anders sein“, sagte er. Am 21. Oktober gastieren die Bayern zum Hinspiel in Rom.

dpa/ep

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