TV-Experte zu Gast in Late-Night-Show

Das erzählt Mehmet Scholl bei "Inas Nacht" über Oli Kahn

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Mehmet Scholl.

München/Hamburg - Bei der EM polarisierte Mehmet Scholl mit so manchen Aussagen als TV-Experte. In der Sendung "Inas Nacht" gibt der Ex-Bayern-Star interessante Einblicke in seine aktive Zeit beim FC Bayern - etwa wenn es um Oli Kahn geht.

Mehmet Scholl sagt oft, was er denkt. So geschehen bei der EM 2016, als der ARD-Experte Bundestrainer Jogi Löw und dessen Chefscout Urs Siegenthaler für die geänderte Defensiv-Taktik angriff. Später entschuldigte sich Scholl, der seine Kritik mit "Gehirn-Schluckauf" erklärte. Bereits vier Jahre zuvor gab es einen ähnlichen Vorfall. Bei der Europameisterschaft 2012 schimpfte der Ex-Bayern-Spieler über Stürmer Mario Gomez: "Ich hatte zwischendrin Angst, dass er sich wund gelegen hat, dass man ihn wenden muss." 

Als Fußball-Profi hat Scholl eine beeindruckende Karriere hinter sich. Acht deutsche Meistertitel, fünf Siege im DFB-Pokal, sowie ein Champions-League-Triumph und ein Europameistertitel stehen in seiner Laufbahn zu Buche. In der Late-Night-Show "Inas Nacht" mit Ina Müller, erzählt der 45-Jährige nun interessante Geschichten aus seiner Zeit beim FC Bayern - etwa darüber, wie er sich oft mit seinem Lieblingsfeind Oliver Kahn geneckt hat.

"Willst du, dass ich mich erschieße?"

Zu Beginn spricht Scholl über seine Beziehung zur Musik. Er besitzt ein eigenes Label und hört am liebsten gefühlsbetonte Lieder. Ina Müller fragt nach: "Wollten sich im Bus nicht immer alle umbringen, als deine Musik lief?" Scholl antwortet: "Der Kahn hat das sofort gerochen. Dann hat der nach vorne gerufen, ist das wieder das vom Scholl? Mehmet, willst du, dass ich mich erschieße?" Großes Gelächter folgt. Bei Oli Kahns Musikgeschmack tippt Ina Müller auf Schlager. Im Gegenteil: "Bei dem hat es im Kopfhörer öfters mal gekracht, der war eher von der alten Schule, Van Halen und so." Apropos Schlager: Ina interessiert sich, was Mehmet Scholl dazu gesagt hätte, wenn zu seiner Zeit eine Helene Fischer zur Weihnachtsfeier beim FC Bayern eingeladen gewesen wäre. Scholl: "Ich hätte für keinen Spieler die Hand ins Feuer gelegt (lacht). Ach du meinst die Musik."

Trainer möchte er in naher Zukunft nicht werden: "Mein Ehrgeiz, Trainer zu sein, hält sich derzeit in Grenzen. Es sind viele Kräfte im Fußball am Werk, denen es nicht um das Spiel geht. Trainer werden zu wichtig, Berater werden zu wichtig, Presse wird zu wichtig."

Über seinen Stiefvater Hermann, der im April 2016 starb, spricht Scholl sehr liebevoll. "Ohne ihn wäre ich nicht Fußball-Profi geworden, keine Chance." Fast genau so redet er über Uli Hoeneß. Im Knast durfte er ihn aber nicht besuchen. "Das durften nur die Bayern-Bosse und die Familie". 

"Beim Tanzen verliert man Zeit beim Trinken"

Den nächsten Lacher liefert Scholl beim Thema Tanzen. Ina Müller ahnt bereits, dass ihr Gegenüber kein guter Tänzer ist: "Du kannst nicht tanzen, oder?" Scholl bestätigt dies mit dem Spruch: "Da verliert man Zeit beim Trinken." 

Scholl erzählt auch, dass der Kapitän beim FC Bayern früher sehr viel zu sagen hatte. Wie es heute ist, weiß er nicht genau. "Aber so Alpha-Tiere wie Kahn, Matthäus und Effenberg haben schon mal richtige Ansagen gemacht."

Seine Beziehung zu Oliver Kahn bezeichnet er als "humorvolles Necken". "Ich kenne den Oli seit wir elf Jahre sind." Auf die Frage eines Zuschauers, ob er mal von Oliver Kahn gebissen worden sei, antwortet Scholl erneut humorvoll: "Nicht gebissen, aber gewürgt." 

tor

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