Bayern beherrscht Juve lang – aber versiebt auch die besten Chancen

Härtetest bestanden!

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Alles perfekt – bis auf den Abschluss: Franck Ribéry lupft den Ball über Juve-Keeper Gianluigi Buffon und die Querlatte.

München - Der FC Bayern München hat bei der Kraftprobe mit Juventus Turin das Toreschießen vergessen, aber zumindest die Tabellenführung in der Vorrunde der Champions League behauptet.

Am Ende gab’s noch mal Zoff. Weil Schiri Howard Webb seinen Schlusspiff mitten in einen Olic-Konter gesetzt hatte, schimpfte Louis van Gaal mit puterrotem Kopf auf jeden, der das Uefa-Logo trug. Und der Ärger des Holländers war durchaus nachvollziehbar. Schließlich wäre ein Sieg seines FCB Pflicht gewesen nach dieser starken Vorstellung gegen Juventus Turin.

Wie Louis van Gaal tobte: Bilder und Einzelkritik

Bayern gegen Juve: Bilder & Einzelkritik - Viermal Note 2 

60 Minuten lang dominierte der Bundesliga-Siebte die Italiener fast nach Belieben, nur ein Tor wollte nicht fallen. So war es am Ende zwar ein bestandener Härtetest, aber halt doch nur ein 0:0. „Das ist ärgerlich, wenn man sich so viele Chancen erarbeitet und dann mit nur einem Punkt nach Hause geht“, bilanzierte Philipp Lahm.

Nach der 3-3-3-1-Variante vom HSV-Spiel ließ van Gaal sein Team gegen die Italiener in einer 4-2-1-3-Ordnung beginnen. Für mittelgroßes Staunen sorgten drei Personalien. So durfte der bislang wenig überzeugende Braafheid als Linksverteidiger beginnen, Eigengewächs Ottl erhielt im defensiven Mittelfeld den Vorzug vor Timoschtschuk, und als zentrale Spitze durfte der Champions-League-erfahrene Klose anstelle von Olic ran. Für Mario Gomez war wie schon im Hamburg zunächst nur ein Sitzplatz reserviert. Nicht auf der Tribüne – dort schmollte Luca Toni – sondern auf der bequemen Ersatzbank.

„Juve wird ein großer Test für uns. Wir müssen beweisen, dass wir in Europa eine gute Rolle spielen können“, lautete die Ansage von Arjen Robben. Und der Holländer ließ seinen Worten gleich Taten folgen, legte los wie mit Chili gepudert. Fast hätte er sich schon nach dreieinhalb Minuten über einen Tor-Assist freuen können. Brillant seine Vorlage für Thomas Müller, doch der Youngster setzte die Kugel aus spitzem Winkel um Fußlänge links neben den Kasten.

Bayern ganz stark, mit perfekt organisiertem Pressing. Juventus mit allergrößter Mühe, überhaupt in die Nähe des Münchner Tores zu kommen. Und trotzdem stand zur Pause die Doppel-Null. Weil der glänzend aufgelegte Ribéry in der 19. Minute zwar Grygera und Chiellini wie Trottel hatte stehen lassen, seinem zirkusreifen Finten aber nur einen Lupfer aufs Tordach folgen ließ. Weil Müller seinen Sturmlauf nach einer halben Stunde mit einem Querpass auf Robben statt einem Torschuss abschloss.

Und weil Klose vier Minuten später erst per Kopf und dann per Volleyschuss an Juves Torwartlegende Gigi Buffon scheiterte.

Bitter: Robben verdrehte sich kurz vor der Pause das rechte Knie, musste raus. Für ihn kam Olic. An der Dominanz der Bayern änderte sich (zunächst) nichts. Klose vergab nach einer Stunde die nächste Großchance, als er eine Hereingabe von Ribéry antitschte statt sie zu Olic durchzulassen, danach hatte Juventus die Schnauze voll vom Vorgeführt-Werden. Diego musste für Poulsen weichen – und plötzlich standen die Turiner so kompakt wie ihr Ruf und kamen zu Konterchancen. Iaquinta haute nach einem Fehler von Daniel van Buyten drüber (65.), später volley knapp rechts vorbei (81.), von Bayern kam nichts mehr. Der eingewechselte Gomez blieb glücklos und blickte traurig. Am Samstag bekommt er immerhin seinen noch glückloseren Vorgänger zu Besuch: Lukas Podolski schaut mit dem 1. FC Köln in Fröttmaning vorbei.

jj, ta, lk (tz)

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