Wechsel nach Frankreich

Ein Missverständnis: Vero Boquete sagt Adios

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Veronica Boquete (r.) konnte die hohen Erwartungen nie erfüllen.

FC Bayern München (Frauen) - Vor einem Jahr waren die Bayern-Frauen zurecht stolz auf den Coup: Veronica Boquete, 29, gilt als eine der besten Spielerinnen in Europa. Nach nur einer Saison kehrt sie dem Meister wieder den Rücken.

Dass sie sich vom 1. FFC Frankfurt nach München veränderte, wertete die Branche als weiteres Indiz, dass sich an der Isar ein echtes Großkaliber entwickelt. Nur ein Jahr später aber trennen sich die Wege. Veronica Boquete wechselt zu Paris.

Es hatte sich früh abgezeichnet, dass das Ganze ein Missverständnis sein könnte. Eigentlich sollte die Spanierin die junge Mannschaft führen, doch es stellte sich heraus, dass sich das Team keine externe Leitfigur einfach aufoktroyieren ließ. Zumal die Zusammenarbeit von Beginn an unter keinem guten Stern stand; die Offensivspielerin stieß verletzt und überspielt zum Meister, nie konnte sie ihre Ansprüche auf eine Führungsrolle mit sportlichen Leistungen rechtfertigen. So war das Team von ihr emanzipiert, längst bevor sie überhaupt Fuß fassen konnte.

Veronica Boquete, Kapitänin der iberischen Auswahl, brachte es bei den Bayern auf nur neun Einsätze. Bei der Titelverteidigung war sie reine Statistin. Die Anführerin ist und bleibt Melanie Behringer, und da in dem Sommer auch noch Simone Laudehr aus Frankfurt an die Isar wechselt, die ebenfalls eine Leitfigur darstellt, ist die Trennung von Veronica Boquete logisch.

Text: Andreas Werner

Quelle: fussball-vorort.de

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