Ex-Bayer kommt mit Hertha in die Arena

Weiser und Co. arbeiten am Wunder von München

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Mittendrin in der Jubeltraube: Mitchell Weise (2. v. l.) freut sich mit seinen Hertha-Kollegen über den Sieg gegen Schalke 04.

Berlin - Am Mittwoch kommt es zum Spitzenspiel zwischen dem FC Bayern und Hertha BSC. Die Gäste setzen auch auf einen Ex-Münchner, der große Ziele hat.

So schnell kann's gehen! Vor nicht allzu langer Zeit stand Mitchell Weiser noch wegen Helikopterausflügen und Nacktselfies in den Schlagzeilen, aktuell fällt sein Name in Verbindung mit Toren und Vorlagen. Jüngstes Beispiel: Herthas 2:0-Sieg am Sonntag gegen Schalke 04. Das erste Tor machte der Ex-Bayer selbst, das zweite legte er Valentin Stocker mit einem starken Pass auf und vergoldete so den besten Saisonstart in der Geschichte von Hertha BSC.

Drei Siege aus drei Spielen, so gut war in dieser Saison ansonsten nur der FCB. Und Mittwoch (20 Uhr, Sky und bei uns im Live-Ticker) geht es für die Hertha in München um die Tabellenspitze. "Jetzt fahren wir als Zweiter zum Ersten nach München, das ist eine schöne Geschichte für die Fans", meinte der 22 Jahre alte Ex-Münchner vor seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte.

Fakt ist: Die allerbesten Erinnerungen werden in Weiser nicht hochkommen, wenn der den Rasen der Allianz Arena betritt. Bis auf seltene Glanzmomente auf dem Platz war für den Ex-Kölner meistens der Platz auf der Ersatzbank reserviert. Selbst ein halbes Jahr als Leihgabe des FCB in Kaiserslautern ließ ihn nicht in der Gunst von Pep Guardiola steigen, sodass der Rekordmeister ihn in der vergangenen Saison an die Berliner weiterreichte - ablösefrei.

Weiser "will Nationalspieler werden"

Für Hertha ein Schnäppchen, vor allem wenn man einen Blick auf die Zahlen des Youngsters wirft. In gerade mal sechs Spielen hat Weiser bereits zweimal getroffen und zwei Assists geliefert. "Ich bin erwachsener geworden", gestand Weiser unlängst und ist sich auch nicht zu schade darum, seine Ziele offen auszusprechen: "Ich will Nationalspieler werden. Das ist mein nächstes Ziel."

Was dabei nicht schaden kann? Klar, weitere Torbeteiligungen bei Weisers Rückkehr in die Allianz Arena. Dennoch: Trotz des makellosen Starts in die Saison will die Truppe von Pal Dardai auch weiterhin kleine Brötchen backen und hat vor dem unerwarteten Spitzenspiel am Mittwoch bei den Roten daher auch das Wort Bayern-Jäger auf den Index gesetzt. Dardai: "Das will ich gar nicht hören. Wir sind eine kleine, fleißige Truppe, die jede Woche hart arbeiten muss."

Dardai hofft auf ein Wunder

Der Ungar betonte aber auch, dass die Hauptstädter nicht zum Geschenke verteilen in die Arena reisen würden. "Wir wollen ungeschlagen bleiben", so Dardai. "Da arbeitet ein riesengroßer Trainer mit super Spielern, aber im Fußball gibt es immer Wunder."

Wobei: So ein großes Wunder wäre ein Sieg der Hertha oder ein Remis nicht, besonders wenn man sich den souveränen 2:0-Erfolg gegen Schalke vor Augen führt. "Aber gegen die Bayern reicht es nicht, nur gut zu spielen", weiß Dardai. "Wir müssen effektiv sein uns ans Limit gehen." Und weiter: "Wir dürfen nicht hochnäsig sein, nicht zufrieden sein. Aber wenn sie einen guten Tag erwischen, haben wir schlechte Karten." Angst? Aber nicht doch! Dardai: "Wir fahren mit dem Bus durch das Tor und zeigen unser Logo. Seht her, jetzt kommen wir." Der Zweitplatzierte, der beim FCB die Führung übernehmen will.

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José Carlos Menzel López

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