Nach Costas Selfiejubel

Elber, Jancker und Co.: Das sind die verrücktesten Bundesliga-Jubler

München -  Er trifft und knipst - die Leute schimpfen. Douglas Costas Selfiejubel gegen Gladbach polarisiert - und reiht sich ein in die Liste der verrücktesten Bundesliga-Jubler.

Als Douglas Costa nach seinem Treffer zur Haupttribüne abdrehte und einen Selfie mit seinem Cousin knipste, fragte sich der ein oder andere Zuschauer im Stadion und vor dem Fernseher: „Wo bleibt die gelbe Karte?“

Schiri Jochen Drees gab keine - aus gutem Grund. „Es gibt im Regeltext keine Passage, dass er kein Selfie machen darf“, erklärte der Unparteiische im ARD-Hörfunk. Gelb gibt‘s nur beim Klettern auf den Zaun und abfälligen Gesten gegenüber dem Gegner. Weil Costa keins von beidem tat, ließ Drees die Karte stecken. Trotzdem sorgte der Jubel für einigen Diskussionsstoff. 

Costa ist nicht allein mit seinem ausgefallenen Jubel. Vor ihm freuten sich schon andere auf exotische Art und Weise.

Sushi-Jubel, Giovane Elber, FC Bayern, 1998

Wahrscheinlich die Mutter der ausgefallenen Torjubel: Beim 3:0 gegen Wolfsburg suchten ­Hasan Salihamidzic und Carsten ­Jancker ihren Kollegen Giovane Elber neben dem Wölfe-Tor. Besagter hatte sich in einen Werbeteppich eingerollt. Vor zwei Jahren gab es eine Wiederholung des berühmt-berüchtigten Sushi-Jubels.

Spiderman-Jubel, Pierre-Emerick Aubameyang, Borussia Dortmund, 2014

Unvergessen auch der Masken-Jubel von Dortmund-Star Aubameyang. Im Supercup-Finale vor zwei Jahren verwandelte sich der Gabuner kurzzeitig in Spiderman - und hätte dafür eigentlich verwarnt werden müssen. „Ein Spieler wird verwarnt, wenn er Kopf oder Gesicht mit einer Maske oder Ähnlichem bedeckt", heißt es im offiziellen Regelheft des DFB. Aubameyang, dessen möglichen Wechsel nach München BVB-Boss Watzke kürzlich vorsorglich dementierte, blieb verschont.

Ring-Jubel, Carsten Jancker, FC Bayern, 1996

Bayern-Stürmer Carsten Jancker machte den Ring-Jubel zwischen 1996 und 2002 salonfähig. Jancker küsste nach jedem Treffer seinen Ehering, um die Liebe zu seiner Gattin Natascha zu preisen. Ob der heute 42-Jährige das wirklich nach jedem Treffer tat, ist nicht bewiesen, aber wahrscheinlich. Heute ist Jancker Co-Trainer beim SK Rapid Wien - und immer noch mit Natascha verheiratet.

Affen-Jubel, Marco Reus, Borussia Dortmund, 2014

Herrlich subtil jubelte Maro Reus 2014: Er imitierte die drei Affen aus einem alten chinesischen Sprichwort (“nichts sehen, nichts hören, nichts sagen“). Daraufhin wurde spekuliert, ob das mit den Wechselgerüchten zum FC Bayern zusammenhängt. Tat es aber nicht: Es ging lediglich um eine Wette mit Freunden, wie er danach sagte. Reus hielt sich nach Treffern gegen St. Pauli die Augen, gegen Bayern die Ohren und schließlich gegen Galatasary in der Champions League den Mund zu. Die Unkenrufe verstummten dennoch nicht.

Salto-Jubel, Miroslav Klose, Lautern, Werder, Bayern und Co.; 2000

Miro Klose und sein Salto. So ein bisschen fürchtete man im Stadion oder am Fernseher immer, dass der Stürmer sich ernsthaft verletzt. Miro flog durch gegnerische Strafräume, egal ob in der Bundesliga, bei der Nationalmannschaft oder später in der Serie A. Der Salto wurde Kloses Markenzeichen. Ob wir ihn nochmal sehen, ist fraglich: Klose ist momentan vereinslos - wurde zuletzt beim Training der Löwen gesichtet.

Rubriklistenbild: © dpa

auch interessant

Meistgelesen

Nach Gala in Mainz: Das sagt Robben zu seiner Zukunft
Nach Gala in Mainz: Das sagt Robben zu seiner Zukunft
Doppelpacker Lewandowski schreibt in Mainz Bundesliga-Geschichte
Doppelpacker Lewandowski schreibt in Mainz Bundesliga-Geschichte
Arjen Robben gesteht: „Ich war froh, dass er drin war“
Arjen Robben gesteht: „Ich war froh, dass er drin war“
FCB ohne Chef-Stratege nach Mainz - Vidal dabei
FCB ohne Chef-Stratege nach Mainz - Vidal dabei

Kommentare