Erstes Spiel gegen die alte Liebe

Nach Supercup-Sieg: Hummels unterläuft lustiger Versprecher

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Nach dem Supercup-Sieg gegen seinen Ex-Klub nimmt sich Mats Hummels auch Zeit für die BVB-Anhänger.

Dortmund - Auch nach dem ersten Titelgewinn mit den Bayern scheint Mats Hummels noch nicht gänzlich in München angekommen zu sein. So sorgte er im Interview nach der Partie mit einer Aussage für einige Lacher.

Erstes Pflichtspiel, erster Sieg, erster Titel - mit viel Glück hat Carlo Ancelotti beim FC Bayern schon am 34. Amtstag erreicht, was Pep Guardiola drei Jahre lang verwehrt blieb. In einem intensiven und hochklassigen Supercup-Duell bei Borussia Dortmund sicherte sich der neue Trainer des Münchner Double-Gewinners durch ein 2:0 (0:0) seine erste Trophäe. Guardiola hatte den Supercup dreimal verloren, zweimal davon gegen den am Sonntagabend hervorragend aufspielenden, aber abschlussschwachen BVB (2013 und 2014). Arturo Vidal (58.) und Thomas Müller (79.) auf Vorlage des Ex-Dortmunders Mats Hummels erzielten die Tore zum insgesamt schmeichelhaften Sieg für den Rekordmeister.

"Die Mannschaft ist schon sehr, sehr stark", sagte Ancelotti zufrieden im ZDF: "Wir sind zufrieden. Es war natürlich schwer. Dortmund hat in der ersten Halbzeit sehr, sehr gut gespielt. In der zweiten ist es bei uns besser gelaufen, das gibt uns Selbstvertrauen für die Bundesliga."

Hummels unterläuft lustiger Versprecher

Hummels unterlief derweil ein lustiger Versprecher. "Kein Mensch hätte sich beschweren können, wenn die Jungs, ich meine natürlich meine alten Jungs, in Führung gegangen wären", sagte er über den BVB. Mit den Pfiffen der Fans habe er gerechnet, "ich kann das nachvollziehen. "

Er könne auf den Supercup "verzichten", hatte BVB-Trainer Thomas Tuchel vorab gesagt, er bemühte sich erst gar nicht, das Duell zum Kräftemessen zweier Titelrivalen zu stilisieren. Schließlich spielte ohnehin nicht der Meister gegen den Pokalsieger, weil der FC Bayern beide Titel gewonnen hatte. 81.360 Zuschauern war das gleich - das Spiel, das in 209 FIFA-Mitgliedsstaaten übertragen wurde, war ausverkauft.

Dreimal die 2: Bayern mit Glück - Noten und Bilder vom Sieg

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Die Fans wurden nicht enttäuscht. Es war kein Sommerkick zweier B-Teams, kein lustloses Ballgeschiebe, im Gegenteil: Es ging mächtig zur Sache - mit lange Zeit erheblichen Vorteilen für den BVB. Pierre-Emerick Aubameyang (8./11.), Ousmane Dembélé (32./33.) und Felix Passlack (49.) ließen die ebenso unsortierte wie unkonzentrierte Bayern-Abwehr alt aussehen, die Liste ließe sich fortsetzen.

Allein: Sie trafen das Tor nicht. Häufig waren es die Nerven, manchmal technische Fehler, mehrfach rettete aber auch Bayern-Torhüter Manuel Neuer seine Mannschaft vor einem Rückstand.

Zunächst hatte es die Rückkehr von Hummels zu sehen gegeben. Der Weltmeister, nach acht Jahren BVB zurück zum FC Bayern gewechselt, spielte in der Innenverteidigung, er wurde bei jedem Ballkontakt von der Südkurve leidenschaftlich ausgepfiffen. Mario Götze dagegen, Rückkehrer von den Bayern nach Dortmund, saß 90 Minuten auf der Bank.

Aufregung nach Ribéry-Ellbogen: "Würde schon sagen, dass das eine Tätlichkeit war"

Der Rekordmeister wirkte noch ohne Arjen Robben, Douglas Costa, Jerome Boateng und Renato Sanches (alle verletzt) defensiv instabil. Die Abwehrreihe mit Kapitän Philipp Lahm schaute bei einigen Großchancen nur zu, vor allem rechts hinten boten sich dem stürmischen BVB Lücken.

Zudem hätte sich Bayern-Superstar Franck Ribéry nach einem Ellbogenschlag gegen Passlack (28.) nicht über eine Rote Karte beschweren können. Schiedsrichter Tobias Welz (Wiesbaden) zeigte zur Verwunderung vieler Zuschauer stattdessen beiden Spielern Gelb. "Ich würde schon sagen, dass das eine Tätlichkeit war", sagte Passlack im ZDF.

Kurz vor der Pause folgte die erste gute Gelegenheit der Bayern - Vidal (38.) scheiterte zweimal an BVB-Torhüter Roman Bürki. Stürmerstar Robert Lewandowski kam kurz darauf vor dem herausstürmenden Bürki zum Kopfball (43.), brachte den Ball aber nicht vorbei.

Es blieb zunächst ein Aufflackern, denn nach der Pause lief das Spiel ähnlich. Der komplett umgekrempelte BVB, mit den Pflichtspiel-Debütanten Marc Bartra (vom FC Barcelona), Dembélé (Stade Rennes) und Sebastian Rode (FC Bayern) in der Startelf, wirbelte, die Bayern hechelten hinterher. Mit dem Unterschied, dass sie bei ihrer nächsten Gelegenheit eiskalt zuschlugen. Vidals 16-Meter-Schuss ließ Bürki unglücklich nach vorne abprallen, Vidal setzte nach und schob den Ball am Schweizer vorbei.

Stimmen zum Spiel: "Das war eine unglückliche Niederlage"

Thomas Tuchel (Trainer Borussia Dortmund): "Glückwunsch an Bayern und Carlo Ancelotti. Das war eine unglückliche Niederlage. Wir haben sehr viel investiert und eine gute Energie auf dem Platz gehabt. Leider haben wir irgendwann viele kleine Fehler gemacht."

Carlo Ancelotti (Trainer Bayern München): "Die Mannschaft ist schon sehr, sehr stark. Wir sind zufrieden. Es war natürlich schwer. Dortmund hat in der ersten Halbzeit sehr, sehr gut gespielt. In der zweiten ist es bei uns besser gelaufen, das gibt uns Selbsvertrauen für die Bundesliga."

Mats Hummels: "In der ersten Halbzeit, da müssen wir nicht drumreden, hatten wir Glück. Kein Mensch hätte sich beschweren können, wenn die Jungs, ich meine natürlich meine alten Jungs, in Führung gegangen wären. Ob sie gewonnen hätten, wäre was anderes gewesen. Für mich ging es heute nicht darum, zu glänzen, sondern wieder in den Spielrhythmus zu kommen. Mit den Pfiffen habe ich gerechnet. Ich kann das nachvollziehen. Ich habe kein Problem damit, wenn Leute ihren Unmut kundtun, aber mir schreiben auch viele und sagen, welch schöne Zeit wir zusammen hatten."

Sebastian Rode (Borussia Dortmund): "Wir müssen in der ersten Halbzeit ein Tor machen. Da hat uns wohl die Cleverness gefehlt, die die Bayern gehabt haben."

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SID

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