Müller und Lewandowski erfolgreich

Trotz Rotation: Offensiv-Duo trifft wieder

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Auf dieses Duo können sich die Roten verlassen: Robert Lewandowski (l.) und Thomas Müller eröffnen gegen Rostow den Münchner Torreigen.

München - Trainer Carlo Ancelotti greift gegen den FK Rostow die Rotationsmaschine an. Zwei Stammspieler setzten aber die ersten Ausrufezeichen.

Beim 5:0 (2:0)-Triumph des FC Bayern zum Start in die neue Champions-League-Saison gegen den hoffnungslos unterlegenen FK Rostow wirbelt Trainer Carlo Ancelotti die Anfangsformation gehörig durcheinander. Einige Stars erleben den Anpfiff an der Seitenlinie.

Philipp Lahm auf der Bank? Kann man machen, andere Spieler brauchen auch Einsatzzeiten. Franck Ribéry draußen? Eh klar, auch der kann sich mal ausruhen. Aber wer Tore machen will, der sollte eines nicht tun: Robert Lewandowski zuschauen lassen. Denn der Pole trifft und trifft, dass es die reinste Freude ist. Auch wenn sonst wenig zusammengeht, der 28-Jährige holt dann eben einen Elfer raus und verwandelt ihn höchstpersönlich. Acht Tore in sechs Pflichtspielen stehen nun zu Buche, Sky-Experte Oliver Kreuzer konnte da nur den Kopf schütteln: "Unglaublich!"

Und dazu auch wertvoll, denn Lewys Treffer war mal wieder der Türöffner in einer erwartet mühsamen Partie. "Bayern kann besser Fußball spielen, aber es ist auch schwer gegen diesen tief stehenden Gegner", erklärte Kreuzer. "Sie hatten eine für sie relativ hohe Fehlpassquote zu Beginn."

Bilder und Noten: Einmal die Eins, sechsmal die Zwei

Müller legt an seinem Geburtstag nach

Nach dem Treffer lief es besser und Geburtstagskind Thomas Müller legte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte das 2:0 nach. Ach ja, Müller: Auch den sollte man eben nicht draußen lassen - siehe oben… "Thomas zeichnet diese Intuition aus, dieser Riecher, wohin der Ball kommt. Er geht der Flanke entgegen, da ist er einfach schneller als der Abwehrspieler", sagte Kreuzer in der Halbzeitanalyse.

Und der Ex-Bayern-Spieler und ehemalige 1860-Sportdirektor strich dabei noch einmal die Stellung des seit Dienstag 27-Jährigen heraus: "Er hat auch seine Phasen, in denen er mal nicht so toll spielt, aber auf ihn kann man sich immer verlassen. Es gibt und gab kaum einen Spieler, der so wichtig für den Verein ist."

Müller: "Keine Geschenke"

Zum einen gilt das wegen seiner Tore, zum anderen wegen seiner Mentalität. Beispiel gefällig? "Wir sind Profis genug zu wissen, dass solche Spiele keine Geschenke sind", hatte Müller vor der Partie gesagt. In der 45. Minute machte er sein Tor, damit war die Partie gelaufen, und der Bayern-Star hatte sich selbst beschenkt - vermutlich sogar schöner, als das seine Kollegen getan hatten. "Wir haben gesungen für Thomas. Happy Birthday, klar", hatte Co-Trainer Hermann Gerland das bescheidene "Präsent" des Teams beschrieben.

Und auch zum Doppeltorschützen Joshua Kimmich wusste Gerland etwas zu sagen - beziehungsweise zu seiner Zukunft. "Kimmich ist ein Spieler, der laufen will, da ist er als rechter Verteidiger natürlich am besten aufgehoben", so Gerland. "Aber da hat er im Moment noch mit Philipp Lahm den besten Verteidiger der Welt vor sich. Aber auf lange Sicht wird das seine Position sein." Und derweil trifft der 21-Jährige eben als Mittelfeldspieler - ist ihm sicher auch recht.

Hier gibt's den Ticker zum Bayern-Spiel gegen Rostow zum Nachlesen.

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