Superstar im Interview

Neymar zu Bayern: "Könnte ich mir vorstellen"

Neymar
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Zukunft beim FC Bayern? Neymar

München - Brasiliens Superstar Neymar ist mit 21 schon ein Held in seiner Heimat. Er könnte sich den FC Bayern als neuen Arbeitgeber vorstellen, wie er im Interview verrät. Zudem lobt er Dante und Bastian Schweinsteiger.

Mehr FC-Bayern-News gibt's hierNeymar da Silva Santos Junior ist der neue Superstar in Brasiliens Fußball-Nationalmannschaft und der große Hoffnungsträger der Südamerikaner für die WM-Endrunde 2014 im eigenen Land. Auch wenn der 21-Jährige die 1:2-Niederlage des Rekordweltmeisters am Mittwoch in England nicht verhindern konnte, steht der Youngster vom Pele-Klub FC Santos wie schon seit Jahren weiter im Fokus der der europäischen Spitzenklubs. Viele Experten tippen auf einen Wechsel Neymars zum FC Barcelona, doch auch Bundesliga-Branchenprimus Bayern München mit seinem künftigen Trainer Pep Guardiola ist eine Option. „Das ist ein großer Verein mit Spielern von außergewöhnlicher Qualität. Ich könnte mir Bayern München durchaus vorstellen. Es gibt jetzt nichts, was dagegen spricht“, sagte der Youngster dem SID.

Das Interview:

Neymar, die europäischen Top-Klubs lecken sich die Finger nach Ihnen. Wann wechseln Sie endlich?

Neymar: Das kann ich noch nicht sagen. Mein Vertrag läuft bis 2014. Es gibt viele Ideen, aber ich werde das zur rechten Zeit mit meiner Familie besprechen und entscheiden. Für mich ist es ein Kindheitstraum, in Europa zu spielen.

Ihr Teamkollege Ronaldinho sagte, dass er zu früh nach Europa gewechselt sei. Ist es für einen Brasilianer besser, erst in seiner Heimat erwachsen zu werden?

Neymar: Nein, das kann man nicht vergleichen, Ronaldinho war noch ein gutes Stück jünger, als er nach Europa gegangen ist. Ich fühle mich jetzt in Brasilien wohl, werde den Schritt aber auch irgendwann wagen.

Ihre Sololäufe werden bei Youtube millionenfach geklickt. Gegen England bekamen Sie die harte Gangart zu spüren. Wird in Europa anders gespielt?

Neymar: Auf jeden Fall. Die Defensivarbeit in Europa ist sicherlich anders. Man hat gerade als Offensivspieler schlichtweg weniger Platz, um zu spielen.

Der FC Barcelona gilt als Favorit, Ihr neuer Arbeitgeber zu werden. Ist der Vertrag mit den Katalanen schon unterschrieben?

Neymar: Nein, auf keinen Fall. Es ist nicht so, dass es entweder nur Real Madrid oder der FC Barcelona sein kann. Das könnte auch jeder andere Klub sein. Wichtig ist, dass ich mich da wohlfühle und mit dem Rest der Mannschaft gut auskomme.

In Europa ist die Bundesliga derzeit sehr populär. Bayern München hat mit Trainer Pep Guardiola zur neuen Saison ein Stück Barcelona eingekauft. Würde Sie deshalb München nicht auch reizen?

Neymar: Ja, also letztlich sind alle Ligen interessant. Auch die Bundesliga. Gerade wenn ich an Bayern München denke. Das ist ein großer Verein mit Spielern von außergewöhnlicher Qualität. Ich könnte mir Bayern München durchaus vorstellen. Es gibt jetzt nichts, was dagegen spricht. Aber das ist noch Zukunftsmusik.

 

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Was kennen Sie von Deutschland?

Neymar: Ich habe dort schon mit der Nationalelf gespielt und wurde von den Fans sehr herzlich aufgenommen. Die Organisation ist sehr gut, die Menschen nett. In Brasilien kennt man natürlich auch die vielen Autos aus Deutschland, etwa Volkswagen. Im Fußball denke ich vor allem an Spieler wie Bastian Schweinsteiger, Thomas Müller und Miro Klose.

Die Sie auch auf der Play-Station spielen?

Neymar: Ja, sicher. Aber ich kenne Sie auch als Spieler und schätze sie. Schweinsteiger ist einer der besten Spieler, die ich je gesehen habe. Es sind die Grundlagen, die ihn so stark machen. Sein Positions- und sein Passpiel, seine Präsenz auf dem Platz.

Glauben Sie, dass Deutschland mit diesen guten Spielern bei der WM 2014 in Ihrem Land Weltmeister werden kann?

Neymar: Durchaus, mit den starken Spielern gehören Sie zum Kandidatenkreis. Aber auch Brasilien oder Spanien können den Titel holen. Wir haben als Gastgeber natürlich viel Druck, doch vielleicht tragen uns unsere Fans bei der WM im eigenen Land zum Erfolg.

Allerdings müsste sich die Selecao im Vergleich zum 1:2 am Mittwoch gegen England noch steigern, oder?

Neymar: Es war ein schwieriges Spiel gegen eine starke englische Manschaft. Wir haben dennoch allles versucht, das hat leider nicht gereicht. Was wir verbessern müssen, ist vor allem das Zusammenspiel. Ich glaube aber, dass das schon bald besser wird.

Abwehrspieler Dante von Bayern München hat den Sprung in die Mannschaft geschafft. Zu Recht?

Neymar: Ja, das ist auf jeden Fall ein verdammt guter Verteidiger. Ich habe ihn vorher persönlich nicht gekannt, nur auf Videos gesehen. Aber er ist ein netter Mensch und großartiger Spieler.

Wie sehen Sie sich selbst? Spielen Sie schon auf einer Stufe mit Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo?

Neymar: Nein, Messi, Iniesta oder Ronaldo spielen auf einem anderen Niveau. Es sind Vorbilder für uns, auf dem Platz aber auch als Mensch. Ich muss mich noch deutlich verbessern.

Was muss besser weden?

Neymar: Ach, eigentlich alles: Kopfbälle, Schusstechnik, Ballbesitz..... 

Nikolaj Stobbe und Jan Mies, sid

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